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  • Review: Blue Dragon

    Die Xbox360 bekommt ihr erstes großes japanisches Rollenspiel. Mal sehen, was die Entwickler-Elite aus Fernost da gezaubert hat.

    Anime-Stil: Den besonderen Grafikstil sollte man schon mögen, sonst wird man mit dem Titel wohl oder übel nicht besonders viel anfangen können. Anime-Stil: Den besonderen Grafikstil sollte man schon mögen, sonst wird man mit dem Titel wohl oder übel nicht besonders viel anfangen können. Wenn sich Japans Rollenspiel-Crème-de-la-crème trifft und gemeinsam an einem Titel tüftelt, dann kommt für gewöhnlich etwas Großes dabei heraus. "Blue Dragon" hat gleich drei äußerst illustre Väter. Zum einen Hironobu Sakaguchi (den wir auch interviewten). Er erfand in den 80er-Jahren die "Final Fantasy"-Serie. Dann wäre da Nobuo Uematsu, der bis Teil zwölf sämtliche "Final Fantasy"-Episoden vertonte und den exzellenten Score zu "Blue Dragon" beisteuerte. Letzter im Bunde ist Akira Toriyama. Auf sein Konto gehen nicht nur die "Dragonball"-Comics, er zeichnet auch seit jeher verantwortlich für das Charakterdesign der unfassbar erfolgreichen "Dragon Quest"-Serie, deren achter Teil es im letzten Jahr mit sehr großem Erfolg nach Europa schaffte. Bei einem solchen Dream-Team dürfte ja eigentlich nichts schiefgehen, oder?

    Schattenretter

    Das gibt Ärger: Die bissigen Ungeheuer legen sich mit der entschlossenen Party an. Die Schatten sind schon bereit zum Kampf. Das gibt Ärger: Die bissigen Ungeheuer legen sich mit der entschlossenen Party an. Die Schatten sind schon bereit zum Kampf. Damit von Anfang an keine Langeweile aufkommt, beginnt "Blue Dragon" gleich mit einem ordentlichen Knall: Über dem friedlichen Dorf Talta ziehen sich dunkle, lilafarbene Wolken zusammen. Für die Einwohner ist das ein klares Zeichen dafür, sich fix in Sicherheit zu bringen. Und tatsächlich: Eine riesige steinerne Haifischflosse nimmt Kurs auf die Häuser und zerstört gezielt eines nach dem anderen. Die Bewohner können nur tatenlos zusehen. Nicht so Shu und seine beiden Freunde Jiro und Kluke. Die Teenager haben endgültig genug von der regelmäßigen Zerstörungsorgie und stellen dem Ungetüm eine Falle. Das klappt sogar – bis sie feststellen, dass sie den vermeintlich steinernen Hai gar nicht verletzen können. Der entpuppt sich nämlich als Maschine und reißt die Freunde in eine gigantische Höhle: Ausgangspunkt für ein gewaltiges Abenteuer, in dessen Verlauf die drei herausfinden, dass nicht nur ihr Heimatdorf unter mysteriösen Angriffen leidet. Letzten Endes müssen die Helden über sich hinauswachsen, um eine uralte Gefahr abzuwenden.

    Nur mithilfe der magischen Helfer, die sich im Schatten der Protagonisten befinden, können Sie es mit der feindlichen Übermacht aufnehmen. Denn Shu und Konsorten greifen nicht wie andere RPG-Recken mit Schwert und Kampfaxt an – für ordentlich Wumms sorgen hier Schattendrache, Stier, Phönix und andere magische Wesen.

    Schatten gegen Monster

    Wassereffekt: Liebevoll gestaltete Details wie der malerische kleine Teich von Talta lassen immer wieder innehalten.            Wassereffekt: Liebevoll gestaltete Details wie der malerische kleine Teich von Talta lassen immer wieder innehalten. Meist ziehen Shu, Jiro und Kluke zu Fuß von Ort zu Ort. Überall wollen Probleme gelöst werden. In den Dörfern sprechen die Helden mit Einwohnern, speichern, übernachten und kaufen neue Ausrüstung, Magie und Heilmittelchen. In freier Natur und in den enorm hübschen Dungeons dagegen wollen kleine Rätsel gelöst und unzählige Monster verdroschen werden. Zufallskämpfe bleiben Ihnen dabei erspart. Die Ungeheuer laufen sichtbar durch die Gegend. Verpasst ihnen Shu einen Pieks mit seinem Messer, hat die Party sogar die Initiative im Kampf.

    Schon hier kommt etwas Taktik ins Spiel: Auf Knopfdruck halten Sie die Zeit an und können entscheiden, ob Sie alle Viecher, die sich in einem bestimmten Radius befinden, auf einmal angreifen wollen. Sind darunter Monsterarten, die einander nicht sonderlich grün sind, greifen sich diese nun möglicherweise gegenseitig an. Das erleichtert Ihrer Party das Leben ganz enorm! Im Kasten links erklären wir Ihnen im Detail, wie das funktioniert.

    Feuerboss: Gegen das riesige Flammenmonster hilft Klukes mächtige  Windmagie immer noch am besten. Feuerboss: Gegen das riesige Flammenmonster hilft Klukes mächtige Windmagie immer noch am besten. Kommt es dann zum Kampf, scheint zunächst alles wie gehabt. Helden und Monster stehen einander gegenüber, per Menübefehl greifen die Schatten der Helden an. Aber so simpel ist es auch wieder nicht. Manche Spezialattacken und Zaubersprüche können aufgeladen werden und kommen anschließend besonders knackig. Mit dem richtigen Timing können Sie lange Kombos auslösen und den Gegner extrem empfindlich treffen.

    Zum Glück verzichtet das Spiel meist auf ausschweifende Angriffsanimationen, sodass die Kämpfe stets ordentlich flott ablaufen. Auch die Ladezeiten sind durch die Bank angenehm kurz. Betritt die Party ein neues Territorium, lädt der erste Kampf ein wenig länger. Danach sind die nötigen Daten im Speicher und es flutscht nur so.

    Ist das Scharmützel vorbei, wird klassisch abgerechnet. Die Helden freuen sich über Erfahrungspunkte, Geld, Gegenstände und wertvolle Zähler, die die Fähigkeiten der Drachen erweitern.

    Schattenerfahrung

    Aufgeräumt: Die Menüs sind durchwegs sehr übersichtlich gestaltet. Hier können Sie Shu und die anderen ausrüsten. Aufgeräumt: Die Menüs sind durchwegs sehr übersichtlich gestaltet. Hier können Sie Shu und die anderen ausrüsten. Nicht nur die Helden steigen levelweise auf, auch ihre Schatten werden stärker. Insgesamt neun Klassen stehen für sie zur Verfügung. Alle paar Levels darf eine neue Klasse erlernt werden. Einmal erlernte Klassen kann man jederzeit frei wechseln. Jede hat ihre individuellen Stärken, die später auch kombiniert werden können: Hat der Dieb-Schatten die Fähigkeit Feinde zu bestehlen erlernt, kann auch der Kämpfer-Schatten dieses nützliche Talent einsetzen. Auf diese Weise genießt der Spieler große Freiheit bei der Entwicklung der fünfköpfigen Heldentruppe.

    Die Grafik von "Blue Dragon" setzt nicht auf den gnadenlosen Realismus anderer Xbox360-Spiele, sondern auf große, plastische Szenarios und stimmige, harmonische Hintergründe. Auch die Figuren sehen hübsch aus. Klar, das etwas kindliche Charakterdesign von Akira Toriyama trifft nicht jedermanns Geschmack, aber welches Spiel tut das schon? Es mag auch nicht jeder die kernigen, heute in Xbox360-Spielen omnipräsenten Supersoldaten. Exzellent gelungen ist der Soundtrack von Nobuo Uematsu. Die wunderschönen Melodien gehen ganz prima ins Ohr und setzen auf zahlreiche, sehr gute Sound-Samples. Sicherlich werden viele Spieler auch noch nach dem Ausschalten der Konsole vor sich hin pfeifen.

    Blue Dragon (X360)

    Spielspaß
    9 /10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Tolle, stimmige Grafik
    Sehr komfortables Spielsystem
    Großer Umfang
    Sympathische Figuren
    Keine großartig neuen Ideen
    Fazit
    Hier haben wir ihn endlich – den Beweis, dass ein großartiges RPG das Rad nicht jedes Mal neu erfinden muss!
  • Blue Dragon
    Blue Dragon
    Developer
    Mistwalker
    Release
    24.08.2007
    Es gibt 2 Kommentare zum Artikel
    Von Dmaj7
    Solche Spiele wie Blue Dragon sind echt der Hammer. Ich habe Dragon Quest auf ger PlayStation 2 gespielt und ich war…
    Von DX.
    Das Fazit ist eigentlich recht zutreffend; Blue Dragon sprüht weder vor neuen Ideen noch revolutioniert es das Genre,…

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    • Es gibt 2 Kommentare zum Artikel

      • Von Dmaj7
        Solche Spiele wie Blue Dragon sind echt der Hammer. Ich habe Dragon Quest auf ger PlayStation 2 gespielt und ich war ganz begeistert. Bloß die Figuren sehen mir zu kitschig aus, sonst ist das ein perfektes Spiel.:)   
      • Von DX. Gelöscht
        Das Fazit ist eigentlich recht zutreffend; Blue Dragon sprüht weder vor neuen Ideen noch revolutioniert es das Genre, bietet aber solide RPG Kost kombiniert mit ansprechender Grafik und altbewährten Spielmechanismen.
        Für RPG Fans im Besitz einer 360 sicherlich einen Kauf wert.
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728004
Blue Dragon
Review: Blue Dragon
Die Xbox360 bekommt ihr erstes großes japanisches Rollenspiel. Mal sehen, was die Entwickler-Elite aus Fernost da gezaubert hat.
http://www.gamesaktuell.de/Blue-Dragon-Spiel-19176/Tests/Review-Blue-Dragon-728004/
04.09.2007
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2007/08/blue_dragon_xbox360_06.jpg
tests