Blitzkrieg 2 getestet

Test Rüdiger Steidle

Woran Panzers 2 scheitert, meistert Blitzkrieg 2: den Vorgänger wirklich zu verbessern. Das Resultat begeistert Veteranen genau wie Neulinge, die sich mehr Tempo wünschen.

(K)ein Wintermärchen: Gegen die eingegrabenen deutschen Tiger-Tanks haben selbst unsere mächtigsten Panzer einen schweren Stand. (K)ein Wintermärchen: Gegen die eingegrabenen deutschen Tiger-Tanks haben selbst unsere mächtigsten Panzer einen schweren Stand. Eben noch rattern unsere Panzer munter über die Weide und bestaunen die frühlingsfrische Modellbaulandschaft, auf der noch Farbe von den fabrikneuen Polygonen tropft, im nächsten Moment graben Granateinschläge die Wiese um, wirbeln Bäume, Kühe und Büsche durch die Luft. Ein eindrucksvolles Feuerwerk -- nur leider tödlich für unsere Truppen. Vier unserer besten Tanks verwandeln sich binnen Sekunden in qualmende Schrotthaufen.

Was bei Blitzkrieg 1 das Aus für unsere Eroberungspläne bedeutet, erweist sich im Nachfolger nur als Hürde auf dem Weg zum Sieg. Denn diesmal dürfen wir Verstärkung anfordern ...

Strategische Reserven

Mit der US Army versuchen wir, die japanische Invasion der Philippinen aufzuhalten. Am einfachsten geht das direkt amStrand. Mit der US Army versuchen wir, die japanische Invasion der Philippinen aufzuhalten. Am einfachsten geht das direkt amStrand. Den Nachschub verdanken wir der bedeutendsten Neuerung von Blitzkrieg 2: dem innovativen Kampagnensystem. Das gliedert die drei Feldzüge auf Seiten der Amerikaner, der Sowjets und der Deutschen in Kapitel, die je eine historische Operation des Zweiten Weltkriegs thematisieren, darunter Stalingrad, Tobruk und Berlin. Den berühmten Entscheidungsschlachten gehen viele kleine Geplänkel voraus, manche davon Pflichtveranstaltungen, andere optional.

Bei Nacht-und-Nebel-Aktionen ist Licht Ihr schlimmster Feind. Solche Explosionen wecken garantiert das ganze Wachbataillon auf. Bei Nacht-und-Nebel-Aktionen ist Licht Ihr schlimmster Feind. Solche Explosionen wecken garantiert das ganze Wachbataillon auf. Je mehr solcher Scharmützel wir schlagen, desto mehr Erfahrung gewinnen unsere Einheiten, aber desto weniger Truppen stehen für die finale Konfrontation bereit. Denn für jede Operation unterstellt uns das Oberkommando nur eine begrenzte Anzahl an Reserven. Es gilt also immer abzuwägen, ob man lieber mit einer Horde Rekruten oder mit wenigen, dafür kampferprobten Soldaten ins Gefecht zieht. In unseren Feldzügen fiel die Entscheidung meistens zugunsten trainierter Truppen.

Stoppelhopser mit Diplom

Diesmal sammeln nicht die Einheiten Erfahrungspunkte, sondern deren Anführer. Jeweils einer pro Waffengattung, etwa Spähpanzer, Fallschirmjäger oder Raketenwerfer. Steigt so ein Offizier eine Stufe auf, verbessern sich alle seine Schützlinge -- inklusive Reserven. Weil die Kommandeure selbst nicht mitmischen, ergo auch nicht fallen, müssen wir nicht mehr wie ein Schießhund auf unsere Elitekämpfer aufpassen. Falls wir mal welche verlieren, fordern wir eben einfach neue an.

Das freut uns umso mehr, weil sich Veteranen nicht einfach nur besser schlagen als Rekruten, mit jeder der vier Erfahrungsstufen lernen sie auch neue Tricks. Beispielsweise buddelt Infanterie ab dem zweiten Rang Schützengräben, Kampfpanzer feuern ab Level vier auch in voller Fahrt.

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