Vier Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle: Ein Trupp unerschrockener Piloten stürzt sich in die wildesten Luftschlachten des Zweiten Weltkrieges -- und ihr habt das Kommando!
Auf der Xbox360 knattern die tollkühnen Männer schon seit einem Jahr in ihren fliegenden Kisten über den Himmel. Jetzt schicken sie sich an, auch auf Sonys Next-Gen-Konsole die Lufthoheit zu erobern. Das dürfte keine große Kunst sein, denn Genre-Konkurrenz ist so schnell nicht in Sicht. Trotzdem hat sich Ubisoft einige Mühe gegeben, die PS3-Version ordentlich aufzubohren.
Rushhour am Himmel
Trügerische Idylle: So schön der Sonnenuntergang auch ist, so tödlich sind die Jäger davor.
Ob die Neuerungen ausreichen, um aus einem ganz annehmbaren 360-Titel einen PS3-Pflichtkauf zu machen, verraten wir gleich. Zunächst noch ein paar Worte zum grundlegenden Spielablauf.
Nach wie vor bestreitet ihr als amerikanisches Fliegerass mal mehr, mal weniger bekannte Schlachten des Zweiten Weltkrieges. Egal ob ihr über London das Parlament gegen deutsche Sturzkampfbomber verteidigt, in der Schlacht um Midway japanische Flugzeugträger versenkt, oder in der Wüste Rommels Panzerbrigaden einheizt -- in fast jeder Mission tretet ihr gegen eine massive Übermacht feindlicher Einheiten an. Das macht auch den besonderen Reiz an "Blazing Angels” aus: Wenn über Pearl Harbor die Hölle losbricht und ihr im Tiefflug durch ganze Schwärme wild ballernder Kamikazepiloten rauscht, fühlt ihr euch wie Ben Affleck und Josh Hartnett in einer Person.
Fliegen leicht gemacht
Schlachtplan: In den neuen Zwischensequenzen wird euch der Kriegsverlauf näher gebracht.
In den hitzigen Gefechten kommt euch die simple Steuerung sehr entgegen. Mit dem linken Stick lenkt ihr euren Flieger, mit dem rechten reguliert ihr die Geschwindigkeit. Um plötzlichen Strömungsabriss (englisch "Stall”) oder andere realistische Pilotenproblemchen braucht ihr euch nicht zu sorgen: Die Flugzeuge machen anstandslos jedes noch so gewagte Manöver mit und drehen sich im Arcade-Steuerungs-Modus sogar wieder automatisch in die Horizontale.
Als äußerst hilfreich erweist sich zudem die Verfolgerkamera. Haltet ihr L2 gedrückt, behält die virtuelle Linse stets den gewählten Gegner im Visier. Anfangs ist die Steuerung aus dieser Perspektive zwar gewöhnungsbedürftig, habt ihr euch aber erst mal eingespielt, entkommt euch so nicht mal mehr der wendigste Feindflieger.
Wird es trotzdem mal brenzlig, könnt ihr auf drei treue Kameraden zählen: Joe -- der MacGyver unter den Himmelhunden -- funkt euch Tastenkombinationen durch, mit denen ihr in Sekundenschnelle eure angeschlagene Maschine wieder auf Vordermann bringt. Tom ‘The Shield’ lenkt auf Befehl die Aufmerksamkeit auf sich und hält euch so Verfolger vom Heck, während sich Frank ‘The Hunter’ anvisierte Einheiten vorknöpft, um euch zu entlasten.
