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  • Black

    Jeder Schuss ein Genuss: Electronic Arts dirigiert die Shooter-Sinfonie der Zerstörung -- und alle Action-Liebhaber musizieren fröhlich mit!

    W o Criterion draufsteht, da ist Grandioses drin: Spätestens seit dem Rennspiel-Irrsinn "Burnout Revenge" gilt das englische Studio als Inbegriff positiven Größenwahns. Andere kleckern, Criterion klotzt. Deshalb überrascht es nicht, dass auch die erste Ego-Schießerei aus dem Hause der Destruktionsmeister keine Gefangenen macht. "Black" will nichts weiter sein als die bombastischste Ballerorgie aller Zeiten -- kompromiss- und rücksichtslos!

    STORY: Obwohl die Hintergrundgeschichte des Spiels nur als Aufhänger für jede Menge rabiate Reibereien dient, werden Spionagefreunde gut unterhalten. In Rückblenden erzählt, dreht sich die Story um den Agenten Jack Kellar, der im Ostblock auf Terroristenjagd geht. Klingt klischeebeladen, ist es auch. Die banale Bösebubenjagd wird jedoch äußerst hochwertig präsentiert. Professionelle Schauspieler und atmosphärische Bildfilter machen die Zwischensequenzen zu unterhaltsamen Bindegliedern.

    SPIEL: Der Ringelpiez mit Abballern erstreckt sich über insgesamt acht ellenlange Missionen. Ob Grenzübergang oder Irrenanstalt, Stahlwerk oder Friedhof, jedes Areal bürgt für eine volle Stunde Shooter-Spaß. Unverständlich: Die Rücksetzpunkte innerhalb der Levels liegen teilweise 20 Minuten voneinander entfernt. Ein Frustbeschleuniger, der vor allem Einsteiger unnötig piesackt. Aber keine Bange: Wer geduldig vorgeht, meistert "Black" in jedem Fall. Moment mal, was hat das Wort "geduldig" hier verloren? Sie haben schon richtig gehört! Entgegen aller Vermutungen setzt "Black" zwar auf bedingungslose Offensive, verlangt aber auch taktisches Geschick. Alleine die Anzahl der Schurken (pro Mission hüpfen Ihnen locker 250 kreuzgefährliche Terrorbrüder vor die Flinte!) macht blindes Anstürmen Ihrerseits unmöglich.

    Was tut ein ordentlicher Shooter-Söldner in solchen Härtefällen? Richtig, er verlässt sich auf seine Knarren! Und die sind hier nicht bloß seelenlose Bleispritzen, sondern die wahren Hauptdarsteller des Spiels. Details ohne Ende, neckische Nachladeanimationen, verheerende Wirkung: Es ist fast schon obszön, wie offensichtlich "Black" sein umfangreiches Waffenarsenal feiert.

    So richtig in Fahrt kommen Schrotflinte, Maschinengewehr und Raketenwerfer aber erst, wenn Sie den Abzug betätigen. Dann bricht ein Orkan los, der sich -- speziell im Zusammenspiel mit einer Surround-Anlage -- nahe am Tatbestand der Ruhestörung bewegt. Doch vom puren Krawall lässt sich kein noch so feiger Bösewicht verjagen, die Feuerkraft muss ebenfalls stimmen. Auch in diesem Punkt können wir Entwarnung geben. Jede einzelne abgefeuerte Kugel hat mächtig Wumms. Entweder reißt sie einen herumstehenden Finsterling in den virtuellen Tod oder sie knutscht die wunderhübsche Levelumgebung.

    Kollateralschaden am Inventar ist übrigens ausdrücklich erwünscht, denn einstürzende Polygonbauten lassen sich prima als Offensivwerkzeug gebrauchen. So müssen Sie nicht mühsam auf Scharfschützen zielen, die sich in einem Haus verstecken, sondern jagen einfach gleich die ganze Bude hoch. Aber Vorsicht: Auch Ihre KI-Kontrahenten wissen um die Zerstörbarkeit der Landschaft! Sich hinter Holzkisten zu verstecken ist also keine besonders brillante Idee. Schließlich ist die Deckung schneller Geschichte als die Karriere von Daniel Küblböck.

    Nun noch ein kurzer Appell an alle Rätsel- und Schleichfreunde: Suchen Sie sich ein anderes Spiel! "Black" schert sich nicht die Bohne um derartigen Schnickschnack. Das höchste der Gefühle sind Geheimdokumente, die Sie im Laufe des Shooter-Infernos einsammeln sollen. Fans der Multiplayer-Geselligkeit werden ebenso sträflich vernachlässigt. Das Spiel enthält nämlich weder Splitscreen noch Online-Gedöns, sondern nur die beschriebene Storykampagne. Als kleine Entschädigung erhalten fleißige Zocker nach dem Durchspielen so genannte Silberwaffen, die unendlich viel Munition ausspucken. Außerdem wartet der bombenschwere Black-Ops-Modus auf ganz hartgesottene Action-Experten.

    FAZIT: Hier ist er, der erste Hollywood-Shooter! Genau wie die Filme aus der amerikanischen Traumfabrik will auch "Black" nichts von leisen Zwischentönen wissen. Die Ruhe vor dem Sturm endet quasi mit dem Einlegen der Spiel-DVD. Was dann entbrennt, setzt in technischer Hinsicht neue Maßstäbe: Unzählige Explosionen, noch mehr Effekte, null Ruckler -- da sage noch einer, PlayStation2 und Xbox hätten bereits ausgedient!

    Kratzt man an der schillernden Fassade, kommen allerdings auch kleine Macken zum Vorschein. Nahezu nutzlose KI-Kameraden und teils absurde Levelgrenzen (warum kann Supersoldat Kellar eigentlich nicht mal über hüfthohe Mauern hüpfen?) mildern den Ballerspaß. Dennoch gilt: Wer gerne mal virtuell die Sau rauslässt und keine Shooter-Allergie hat, MUSS "Black" einfach haben. Sie wollen sich dieses wahnwitzige Spektakel doch nicht entgehen lassen, oder? tk

  • Black
    Black
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Criterion Games
    Release
    21.02.2006

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Black
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http://www.gamesaktuell.de/Black-Spiel-18996/Tests/Black-717496/
01.08.2006
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2006/07/black_01eps_060728142909.jpg
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