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  • Black

    Kaum ein anderes Spiel hat vor der Veröffentlichung so viel Wirbel verursacht wie Criterions neue Brachial-Ballerei. Erwartet uns der beste PS2-Shooter aller Zeiten?

    Was geht euch spontan durch den Kopf, wenn ihr das Wort "black" -- also "schwarz" -- hört? Denkt ihr an Dunkelheit, an die Nacht, an bedrückende, undurchdringliche Finsternis? Das mag sein -- doch in Zukunft werdet ihr auch unweigerlich fliegende Kugeln, gigantische Explosionen und wahnwitzige Zerstörungsorgien vor Augen haben, versprochen! Criterions kompromissloser Actionreißer hält sich nicht mit Nebensächlichkeiten wie einer anspruchsvollen Story, innovativen Gameplay-Ideen oder gar moralischen Bedenken auf. Stattdessen bietet die Shooter-Hoffnung aus dem Hause Electronic Arts furiose Schusswechsel und atemberaubende Nonstop-Baller-Action der guten alten Schule -- eine klare Kampfansage an die überfrachteten und bemüht komplexen Ego-Experimente der letzten Zeit. Wir haben uns durch eine frühe Vorabversion des digitalen Amoklaufs gekämpft -- und sind schwer beeindruckt.

    Schwarzseher

    Auf der E3 2004 wurde "Black" erstmals offiziell vorgestellt. Obwohl nur eine kleine Schar handverlesener Journalisten der Präsentation beiwohnen durfte, machte die Meldung eines bisher unbekannten "Über-Shooters" schnell die Runde. Erste Augenzeugen berichteten von einem grafisch opulenten Ballerspektakel, das man in dieser Form auf der PS2 noch nicht gesehen habe. Die strikte Informationssperre des Entwicklers Criterion Games heizte die Spannung und die Erwartungshaltung der Zocker nur noch weiter an.

    Nachdem auf der diesjährigen Games Convention endlich auch der zahlende Endkunde einen bleihaltigen (und viel zu kurzen) Ausflug ins "Black"-Universum unternehmen konnte, stand es endgültig fest: Criterions schwarzer Shooter verspricht, einer der ganz großen Hits des Jahres 2006 zu werden. Kurz vor dem offiziellen Release im Februar ließ uns der Publisher Electronic Arts eine weiter fortgeschrittene Version des brachialen Baller-Knallers zukommen.

    Schwarzbild

    Die kreativen "Black"-Köpfe lassen sich nach wie vor nicht gern in die Karten schauen. So ist die Hintergrundgeschichte noch immer ein wohl behütetes Geheimnis. Bekannt ist bislang nur, dass ihr in die Kampfkluft des amerikanischen Agenten Jack Kellar schlüpfen werdet. Der Militär-Macho soll einen fiesen Verräter dingfest machen, der sich irgendwo in Osteuropa seiner gerechten Strafe entziehen will. Hört sich ein bisschen dünn an, findet ihr? Stimmt! Und wir wagen die kühne Behauptung, dass "Black" auch nicht viel mehr Fleisch auf den Story-Rippen haben wird.

    Statt euch mit epischen Familiendramen, absurden Überraschungen und herzzerreißenden Einzelschicksalen zu langweilen, hat das Spiel eine ebenso klare wie brutale Aufgabe für euch: Findet eure Zielperson und macht sie unschädlich. Um jeden Preis. Laden und entsichern, Soldat!

    Schwarzer Tag

    Auch die Preview-Version hält sich nicht mit weitschweifigen Erklärungen auf: Ohne Vorwarnung finden wir uns in einem heruntergekommenen Zimmer mit kahlen Backsteinwänden wieder. Zum Überlegen bleibt nicht viel Zeit, denn Maschinengewehrsalven lassen die Fensterscheiben zersplittern und bohren sich heulend über uns ins Gestein. Mit dem L2-Knopf werfen wir uns blitzschnell zu Boden, wo zufälligerweise eine geladene Schrotflinte herumliegt. Diesen Wink mit dem Zaunpfahl verstehen wir natürlich und legen auch gleich mal so richtig los. In bester Rambo-Manier ballern wir uns den Weg zur Straße frei, pumpen die von allen Seiten angreifenden Feindesschergen voll Blei und legen nebenher die gesamte Umgebung in Schutt und Asche.

    Letzteres ist dabei übrigens durchaus wörtlich zu nehmen. In "Black" gibt es nahezu kein Levelobjekt, das nicht auf euren Beschuss reagiert. Ob ihr nun Telefonzellen durchsiebt, Autos in die Luft jagt oder ganze Häuserfronten zum Einsturz bringt -- hitzköpfige Zeitgenossen können ihren destruktiven Trieben hier unverhohlen freien Lauf lassen. Ständig fliegen euch blaue Bohnen um die Textur-Ohren, alle paar Meter erfüllen ohrenbetäubende Explosionen die Luft.

    Nachtschwarz

    Durch die Interaktion mit der Umwelt wird ein Grad an Realismus und Authentizität erreicht, den man in einem Shooter bisher noch nicht erlebt hat. Mittendrin statt nur dabei -- diese mittlerweile recht abgenutzte Floskel erfährt mit "Black" eine neue Daseinsberechtigung. Selbst solche Atmosphäre-Schwergewichte wie Sonys "Killzone" oder "Call of Duty 2: Big Red One" (Test in play 01/2006) wirken angesichts der "Black"-Zerstörungsorgie wie harmlose Fingerübungen. Diese Faszination ist vor allem der überragenden Technik zu verdanken: Die gestochen scharfe Optik protzt mit sauberen Texturen und verschwenderisch vielen Partikeleffekten, der dröhnende Surround-Sound versetzt euch auch akustisch mitten hinein in die Kriegshölle.

    Zum Glück geht es im zweiten spielbaren Level der Preview-Version etwas ruhiger zu. Mitten in der Nacht müssen wir uns durch einen erstaunlich weitläufigen Wald schlagen, der (natürlich) von gegnerischen Soldaten nur so wimmelt. Instinktiv schrauben wir den Schalldämpfer auf unsere Handfeuerwaffe und schleichen uns vorsichtig an den ersten bibbernden Wachposten heran. Doch dann erinnern wir uns, dass wir ja gerade "Black" zocken -- also pfeifen wir auf den Schalldämpfer, laden unsere Wummen durch und eröffnen mit einem röhrenden Kampfschrei das Dauerfeuer. Aufwirbelnder Staub und zersplitternde Baumstümpfe verleihen auch diesem Schauplatz eine Intensität, von der Genre-Konkurrenten nur träumen können.

    Schwarze Liste

    Nachdem wir das Basislager der Aggressoren dem Erdboden gleichgemacht und somit unser Missionsziel erreicht haben, endet die Demo ebenso abrupt wie sie anfing. Mehr als diese zwei sehr schmackhaften Appetithäppchen setzte uns Electronic Arts leider nicht vor. Trotzdem reichen uns die beiden Probelevels, um "Black" schon jetzt einen sicheren Platz im Shooter-Olymp zu garantieren. Doch bei aller berechtigten Begeisterung sind uns auch ein paar zumindest fragwürdige Punkte aufgefallen: So schwankte die KI unserer schwer bewaffneten Gegenspieler zwischen "unterentwickelt" und "nicht existent". Statt uns durch gerissene Taktik in die Bredouille zu bringen, verkamen sie vielmehr zum (wenn auch recht wehrhaften) Kanonenfutter. Zudem vermissten wir in allzu brenzligen Situationen (und davon gab es eine Menge) das im Genre immer weiter verbreitete gleichzeitige Hantieren mit zwei Waffen (Dual Wielding).

    Trotz dieser Mini-Mankos hat "Black" das Zeug zum Genre-Meilenstein, der die PS2 technisch bis zum Äußersten fordert. Ob die Lieblingsfarbe aller Hobby-Rambos demnächst Schwarz sein wird, oder ob "Black" am Ende doch zur überraschungsarmen Fließband-Ballerei verkommt, verraten wir euch im Test in der nächsten Ausgabe!

  • Black
    Black
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Criterion Games
    Release
    21.02.2006

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Black
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http://www.gamesaktuell.de/Black-Spiel-18996/News/Black-720120/
01.02.2006
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