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Black Prophecy (PC)

Release:
09.12.2011
Genre:
Action
Publisher:
gamigo AG (DE)

Black Prophecy: So spielt sich das kostenlos Weltraum-Actionspiel

01.05.2011 11:17 Uhr
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Neu
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Wir haben uns das kostenlos erhältliche SciFi-MMO der Hannover Entwicklerschmiede Reakktor genauer angesehen und schildern unsere Eindrücke. Fesselnde Weltraum-Schlachten, traumhafte Optik und eine spannende Story: So beginnt Black Prophecy. Doch kann das Spiel auf Dauer begeistern?

Grafisch ist Black Prophecy ohne jeden Zweifel erhaben und sticht die meisten anderen MMOs locker aus. Grafisch ist Black Prophecy ohne jeden Zweifel erhaben und sticht die meisten anderen MMOs locker aus. Bunte Fantasy-Welten, niederträchtige Orks und gutmütige Elfen sucht man in Black Prophecy vergebens. In dem aktuellen MMO der Entwicklerschmiede Reakktor Media geht es hoch hinaus in den Weltraum. Auf dem Programm steht temporeiche Flieger-Action gepaart mit fesselnder Geschichte, präsentiert in bezaubernd hübscher Grafik. Und das Beste: das Spiel erhält man für lau. Ist den Hannoveranern ein Meisterstück gelungen, oder entpuppt sich das futuristische MMO als dröge Schlaftablette? Wir haben einige Stunden mit Black Prophecy verbracht und erklären euch, warum die Weltraum-Simulation gerade zu Beginn soviel Spaß, später jedoch einfach nur langweilt.

Doch von Anfang an. Nach der obligatorischen Charaktererstellung werden wir erst einmal mit einer bildgewaltigen Introsequenz begrüßt. Das Kolonieschiff Dione steht unter heftigem Beschuss, aus allen erdenklichen Himmelsrichtungen tauchen feindliche Jagdflieger auf. Laser-Salven schlagen auf der Oberfläche des Kahns ein, bombastische Explosionen erhellen den Bildschirm - was für ein fulminanter Auftakt! Da wir noch kein eigenes Schiff zur Verfügung haben, nehmen wir im drehbaren Geschützturm der Dione Platz. Zahlreiche zu Altmetall verwandelte Gegner später, dürfen wir endlich selbst ins Cockpit steigen und losdüsen.

Starker Auftakt, aber Langeweile im Anschluss
Wir haben schlagen uns auf der Seite der genetisch optimierten Geniden. Prinzipiell ist es allerdings egal, welcher Fraktion ihr euch anschließt. Die Unterschiede halten sich in Grenzen.

Wir haben schlagen uns auf der Seite der genetisch optimierten Geniden. Prinzipiell ist es allerdings egal, welcher Fraktion ihr euch anschließt. Die Unterschiede halten sich in Grenzen.
Nach dieser und einer darauffolgenden Schlacht beginnt der eigentliche Prolog des Spiels. Wir werden mit der Steuerung des Schiffs vertraut gemacht, die denkbar einfach von der Hand geht und in die wesentlichen Spielgrundlagen eingeführt. Außerdem erfüllt der Prolog den Zweck, uns die Geschichte, insbesondere der beiden zerstrittenen Völkern Tyi und Geniden, näher zu bringen. Denn zwischen diesen beiden Fraktionen muss sich der Spieler am Ende des rund vierstündigen Tutorials entscheiden. Ankreiden lässt sich hier, dass die Unterschiede kaum spielerische Auswirkungen haben, sondern hauptsächtlich kosmetischer Natur sind. Die Schiffstypen der genetisch optimierten Geniden haben beispielsweise eine andere Form, als die der kybernetisch veränderten Tyi.

Doch zuvor gilt es zunächst einmal sich in der Galaxie einen Namen zu machen und fleissig Erfahrungspunkte zu sammeln. In der Gefechtsstation Spire, quasi der ersten Stadt, zieht ihr erste Aufträge an Land. Dabei wird zwischen storyrelevanten und automatisch generierten Missionen unterschieden. Die Aufgaben, die eigentliche Handlung fortführen und mit teils spektakulären Videosequenzen eingeleitet werden, begeistern von der ersten Minute an. Wir entnehmen extraterrestrische Proben von vereisten Asteroiden, schalten einen schwer bewachten Drogentransporter aus, eskortieren einen Frachtzug sicher zu seiner Heimatbasis und befreien einen Anhänger der Kirche aus einem Schiffswrack. Außerdem wohnen wir einer gigantischen Weltraumschlacht zwischen fremdartigen Aliens und den Menschen bei.

Alles ziemlich spannend, bis der Prolog endet - und damit voerst auch die Handlung. Die Fragen, woher dieser neue außerirdische Feind stammt und was genau wir damit zu tun haben, bleiben erst einmal unbeanwortet. Stattdessen beginnen nach der darauffolgenden Wahl einer der beiden eingangs erwähnten Fraktionen die öden Quest-Reihen der Marke "Töte zehn Ratten". Hat man das erledigt, dürfen es plötzlich 25, danach 50 und so weiter. Die Enttäuschung wiegt angesichts des imposanten Einstiegs besonders schwer, zumal man diese Quests nicht wirklich überspringen kann. Weitere Missionen erhält man nämlich erst mit höherer Erfahrungsstufe, und das Leveln dauert angesichts der verhältnismäßig geringen Belohnungen ziemlich lange. Publisher Gamigo und Entwickler Reakktor Media wissen bereits um das Problem und kündigten umfangreiche Content-Updates an, die im monatlichen Rhythmus erscheinen sollen.

Pimp my ride
Beim Händler investieren wir unsere Coron - die Währung des Spiels - in neue Waffensysteme und Schilde. Beim Händler investieren wir unsere Coron - die Währung des Spiels - in neue Waffensysteme und Schilde.
Wie steht es eigentlich um die Rollenspielelemente in Black Prophecy? Anders als die meisten anderen Free-2-Play-Onlinespiele spielt der eigentliche Charakter keine Rolle, auch wenn man das Aussehen seines Alter Ego zu Beginn mithilfe diverser Schieberegler festlegen kann. Denn die eigene Spielfigur taucht später ohnehin nur selten als Porträt auf, wenn es mal zu einem Dialog kommt. Stattdessen steht das Schiff im Mittelpunkt. Die durch den Levelaufstieg gewonnen Fertigkeitspunkte steckt ihr in die Optimierung eures Fliegers. Zur Auswahl stehen dabei acht Kategorien: Schiff, Schild, Energie, Sprengstoff, Mechanik, Taktiken, Triebwerke und Hülle. Die Entscheidung muss wohl überlegt sein, denn sämtliche Ausrüstungsgegenstände setzen einen gewissen Level voraus. Ein Beispiel: Wer "Hülle" nur auf dem Wert "2" hat, darf auch nur Flügel an sein Schiff montieren, die eine entsprechende Levelstufe besitzen.

Weil man während des Spiels nicht umskillen kann, besteht die Gefahr, dass man sich versehentlich auf falsche Fertigkeiten fokusiert und dadurch bereits der Prolog zu einem Kraftakt mutiert. In einer der letzten Prolog-Missionen "Kampf um den Nimbus" starben wir gefühlte tausend Tode. Eine Nachfrage im Ingame-Chat ergab, dass wir zunächst einmal mehr in die Panzerung des Schiffs (sprich: Hülle) hätten investieren sollen. Und tatsächtlich: Nach einem mühsam erkämpften Level Up und einer anschließenden Shoppingtour haben wir den Auftrag ohne große Probleme gemeistert. In puncto Balancing besteht also durchaus ein wenig Verbesserungspotenzial.

Apropos Shoppen: In den größeren Weltraumstationen - übrigens die einzig wirklichen Gebiete, in denen man sein Raumschiff verlässt - finden sich Händler, die ihre Waren im Tausch gegen hart verdiente Kohle anbieten. Ein Abstecher zur Basis ist auch beim Crafting von Nöten. Im Austausch gegen ein Bauplan und bestimmte Güter kann man sich beispielsweise Lackierfarben für sein Schiff herstellen. Den ersten Bauplan erhält man im Rahmen des Prologs, weitere findet man mit ein wenig Glück in Schiffswracks vernichtender Gegner oder durch die Erledigung von Jobs.

Mann gegen Mann

Mit der Entscheidung für Tyi oder Geniden schaltet Black Prophecy den PvP-Modus frei. In neutralen Sektoren der Galaxie kann man daraufhin zur Beute anderer Spieler werden. Das kann durchaus nervig werden, etwa wenn man gerade dabei ist einen Auftrag abzuschließen. Zumal man nach einem Bildschirmtod unmittelbar in Nähe des Sterbeortes aufersteht. Spannender sind die PvP-Missionen, die über das Terminal der Weltraumbasen aufgerufen werden können. In "Aufräumarbeiten" zum Beispiel verteidigt ihr als Gruppe eine Station vor den Angriffen der anderen Fraktion.

Das All von seiner schönsten Seite

Grafisch ist Black Prophecy der reinste Augenschmaus. Angefangen bei den detaillierten Raumschiffen über die hübschen Weltraumpanoramen bis hin zu den fantastischen Explosionen: Ein schöneres Free-2-Play MMO ist uns bislang nicht untergekommen. Genauso hervorragend ist der Klangteppich, mit dem die Weltraum-Oper unterlegt wurde. Der orchestrale Soundtrack hält durchaus Vergleiche mit hoch budgetierten Hollywood-Produktionen stand und passt sich dem Geschehen auf dem Bildschirm dynamisch an. Während der Gefechte wird die Musik beispielsweise hektischer, bei ruhigen Erkundungsflügen dominieren hingegen sanfte Töne.

In puncto Präsentation ist Black Prophecy also über jeden Zweifel erhaben, nur an unterhaltsamen Inhalten fehlt es noch. Wenn Reakktor Media sich in Zukunft ranhält und die interessante Geschichte ebenso pompös fortführt, wie im Prolog und die regulären Missionen abseits der Handlung abwechslungsreicher gestaltet, dann wird Black Prophecy noch zu einem echten Meisterwerk unter den Free-2-Play MMOs. Potenzial ist jedenfalls vorhanden.

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Mitglied

01.05.2011 11:17 Uhr
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Bewertung: 0
01.05.2011 12:19 Uhr
Muss ich mir mal merken.Sieht definitiv interessant aus.
Mitglied
Bewertung: 0
30.04.2011 18:53 Uhr
ich spiels ja schon seit der closed bet a und es macht immernoch fun.... hoffentlich kommt jumpgate noch... oder en neues rouge squadron... ne neuauflage von rouge squadron 3d würd mir ja schon reichen
Mitglied
Bewertung: 0
30.04.2011 13:41 Uhr
Werde das aufjedenfall mal in den nächsten Tagen probieren! Danke für den Test =D