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  • Review: Black Buccaneer

    Wir folgten dem Ruf eines sagenhaften Piratenspiels, doch der schwarze Seeräuber fegte unseren Traumvom unbeschwerten Spielen davon.

    Dieser schäbige Hafen ist -- am Rest des Spiels gemessen -- zwar ohne Frage ein grafisches Highlight, doch leider wird dadurch das Gesamtwerk nicht besser. Dieser schäbige Hafen ist -- am Rest des Spiels gemessen -- zwar ohne Frage ein grafisches Highlight, doch leider wird dadurch das Gesamtwerk nicht besser. Die klassischen Piraten waren noch echte Kerle. Monatelang auf dem Schiff gefangen, mit Skorbut und Ruhr kämpfend und ohne die Fürsorge ihrer Frauen darbend, wollten sie nur eines: Gold. Egal ob Goldschätze aus dem Rumpf niederländischer Galeeren oder Goldreserven aus den Banken französischer Hafenstädte. Hauptsache Gold. Manchmal folgten sie auch verknitterten gelben Schatzkarten, auf denen einsame Inseln mit einem X versehen waren.

    Einer der berühmtesten Freibeuter war übrigens der Brite Sir Francis Drake. Doch leider war das liebe Geld bei der Entwicklung von Black Buccaneer offenbar ebenso knapp bemessen, wie die eigene Kreativität bezüglich der Namensgebung des Helden. Francis Blade ist wirklich ein selten bescheuerter Abklatsch. Wenn schon, dann bitte SIR Francis Blade. Oder einfach nur Franz, das klingt gut.

    Lara, bist du es?

    Auf der Jagd nach den legendären Reichtümern der noch legendäreren Geisterbraut La Borgne erleidet Franz Schiffbruch und erwacht -- Vetter Zufall sei Dank -- direkt auf der Schatzinsel. Unsere ersten Kletterübungen vor karibischer Kulisse bereiten uns auf das vor, was uns den Rest des Spiels hindurch erwartet: eine Mischung aus Tomb Raider und Fluch der Karibik.

    Allerdings sieht Franz um Welten schlimmer aus als Lara. Wir bemerken die fiese Fototapete am Horizont, hüpfen auf unansehnlich in die Landschaft integrierte texturlose, rechteckige Felsquader und überwinden Mini-Abgründe mit schrecklich animierten Sprüngen -- als ob Franz gleich zwei Holzbeine hat. Positiv fällt hingegen auf, dass der gute Franz fast nie sein anvisiertes Ziel verpasst. Entfernt liegende Vorsprünge werden zumeist sicher erreicht und unvorsichtige Bewegungen in der Nähe eines Abgrunds mit rudernden Armen und Schwankbewegungen visualisiert.

    Der schwarze Seeräuber

    Da kommt (etwas) Freude auf. Mit solchen Geschützen brennen wir angriffswilligen Primaten hin und wieder eine stattliche Kanonenkugel über den Pelz. Da kommt (etwas) Freude auf. Mit solchen Geschützen brennen wir angriffswilligen Primaten hin und wieder eine stattliche Kanonenkugel über den Pelz. In einer Höhle erlangen wir ein Voodoo-Amulett, das uns die Macht über den Black Buccaneer verleiht. Dieser kaltblütige Killer-Korsar ist besonders begabt darin, Schimpansen und andere Inselbewohner zu verkloppen. Natürlich gibt es auch Steine werfende Albino-Gorillas, spanische Zombie-Soldaten und verrückte Voodoo-Priester, mit denen wir es aufnehmen müssen. Für besiegte Feinde erhalten wir »Gaben«. Kein Gold, kein Obst, keine Schiffsteile oder Erfahrungspunkte, sondern einfach Gaben. Diese brauchen wir, um an den seltenen Speicherpunkten zu speichern und um uns wiederbeleben zu lassen. Ohne Gaben gibt es kein Leben, nur der Tod ist umsonst.

    Die Fähigkeiten von Franz und Baron (so heißt der Black Buccaneer) verbessern wir durch die Erfüllung verschiedener Aufgaben. Drei Gottheiten werten unsere Fähigkeiten auf, sobald wir die geforderten Zutaten am jeweiligen Altar abliefern. Neue Schwert-Moves finden wir in Schriftrollen, die auf der Insel verteilt sind.

    Kämpfer, Kletterer, Kistenschieber!

    Selbstverständlich stehen nicht nur Fechten und Freeclimbing auf dem Programm, wir müssen auch knobeln. Allerdings ist der Anspruch enttäuschend. Kisten schieben und Hebel umlegen als Mittel zum Zweck, das nervt schon sehr. Auch der angepriesene, nicht lineare Spielablauf hat seine Tücken.

    Wir suchen einen Schatz und fünf Schiffteile, um unseren Kahn flott zu machen. Diese verteilen sich auf insgesamt 18 Areale, die es zu entdecken gilt. Dann begegnen wir einer Frau namens Vanilla, die ihren toten Vater sucht. Zu den Schiffteilen und dem Schatz kommen die Pflanzen für den Altar et cetera. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, mehrere Quests gleichzeitig zu absolvieren. Dann sollte die Karte aber zumindest übersichtlich sein und auch Höhenunterschiede zeigen. Mehr als einmal mussten wir feststellen, dass das auf der Karte gezeigte Objekt unserer Begierde über unseren Weg gar nicht erreichbar ist. So kommt es zu oft vor, dass man immer wieder vergeblich über die Insel streunt. Die Hinweise sind äußerst dürftig und geben praktisch keine echte Hilfestellung. Da hilft nur, alles abzulaufen und abzusuchen.

    Flucht aus der Karibik

    Das Problem von Black Buccaneer ist in erster Linie, dass nichts besonders gut funktioniert. Das Kampfsystem ist okay, aber trotz neuer Moves und wegen der eintönigen Voodoo-Zaubereien auf Dauer langweilig. Die Kletterpassagen lassen sich fast schon zu einfach meistern, da unser Franz nur da klettert und springt, wo es von den Entwicklern vorgesehen ist. Dass uns die Optik nicht die Augenklappe vom Kopf reißt, liegt an den teils extrem dürftigen Texturen und den mitunter derben Grafikfehlern.

    Selbst das Speichersystem ist alles andere als benutzerfreundlich. Die Speicherstellen sind ziemlich rar, zudem kostet jede Speicherung Gaben, die man von besiegten Feinden erhält. Und dann noch die miesen, unbegründeten Hinweise: »Das unheimliche Tor trägt Schriftzeichen, die du nicht entziffern kannst« oder »Dank der Inschriften auf dem unheimlichen Tor öffnest du den Geheimgang mühelos«. Das ist selbst für geduldige Menschen zuviel.

  • Black Buccaneer
    Black Buccaneer
    Developer
    Wide Screen Games
    Release
    07.11.2006
    Leserwertung
     
    Meine Wertung:

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726485
Black Buccaneer
Review: Black Buccaneer
Wir folgten dem Ruf eines sagenhaften Piratenspiels, doch der schwarze Seeräuber fegte unseren Traumvom unbeschwerten Spielen davon.
http://www.gamesaktuell.de/Black-Buccaneer-Spiel-18999/Tests/Review-Black-Buccaneer-726485/
23.07.2007
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2007/07/t_buccaneer_01_07.jpg
tests