BioShock - Leser-Preview von half_baked222
Willkommen in Rapture. Rapture, das ist eine tief unter Wasser liegende Stadt. Genauer gesagt die Utopie des sowjetischen Forschers Andrew Ryan, der mitten nach dem Zweiten Weltkrieg seine Visionen von einer Elite-Gesellschaft umsetzte. Führende Wissenschaftler, Künstler, Architekten und weitere Persönlichkeiten gründeten diesen Ort, um sich frei von atomarer Bedrohung und Kriegen weiterentwickeln zu können.
10001 Meilen unter dem Meer
Dieser Parallelkosmos hatte seine Blütezeit vorwiegend in den 50er Jahren und wuchs zu einer vollkommen unabhängigen Zufluchtsstätte heran. Tausende strömten zu diesem Zeitpunkt in die Unterwasserwelt und schufen ein Wirtschaftssystem, das sich ganz den individuellen Bedürfnissen anpaßte und auf den Einzelnen zugeschnitten schien. Doch der harmonische Wachstumsprozeß wurde jäh unterbrochen, als eines Tages zwei Forscher eine folgenschwere Entdeckung machten: Sie spürten mitten im Ozean genetisches Material auf, das es erlaubte, die Fähigkeiten des menschlichen Körpers zu erweitern. In der Folge wuchs eine gigantische Nachfrage unter den "Meeresbewohnern" und diese Generweiterung beherrschte folglich das Geschehen.
Adam und Eva
Die beiden Forscher tauften ihre Errungenschaft "Adam", doch der Vorratsmangel brachte ungeahnte Probleme in die pluralistischen Strukturen der Gesellschaft. Während die zwei um den Besitzanspruch und die Vorherrschaft der Ressource stritten, übertrug sich der Konflikt auf die restliche Bevölkerung von Rapture. Entgegen aller Absichten und dem Prinzip der Stadt bildeten sich Fronten, die in einem Bürgerkrieg gipfelten. Die Unterwasserkolonie, sank auch im übertragenen Sinne.
Szenenwechsel. Etliche Jahre später gelangt der Spieler nach einem Flugzeugabsturz scheinbar zufällig an den einstigen Vorzeigeort - oder dem, was davon übrig geblieben ist.
Who's your Daddy?
Kontrolliert wird dieses phantastische Unterwasser-Szenario von den so genannten "Big Daddys", gigantischen, mutierten Wächtern. Sie wirken mit ihren Schutzanzügen wie aufgedunsene Taucher der Vorzeit, die mit mächtigen und langsamen Schritten ihre Runden drehen. Gleichzeitig sind sie die Beschützer der "Little Sisters". Deren Aufgabe wiederum ist es, die erschöpfte Ressource Adam aufzusprüren, die den Untergang einläutete. Die wehrlosen kleinen Mädchen verkriechen sich üblicherweise in Luftlöchern und erkunden Rapture vorsichtig auf der Suche nach dahingeschiedenen Mutanten, die den wertvollen Rohstoff in sich tragen. Beobachtet man das Treiben, kümmert sich keiner der beiden um einen, doch stellen man sich ihnen in den Weg oder tritt zu nahe, bekommen man als Warnung vom Big Daddy einen Gruß an den Kiefer. Bäm!
Wer glaubt, sie seien sonst nicht weiter gefährlich, irrt gewaltig: Greift das Alter Ego an, bittet der Big Daddy zum Tanz - zum Bleitanz wohlgemerkt. Der Nahkampf stellt sich schnell als sinnloses Unterfangen heraus, denn die Schutzanzüge der Big Daddy gleichen einer unüberwindbaren Panzerung.
War meine erste Vorschau in dem Stil und eine Art Feldversuch. Ursprünglich hatte ich eine andere Schreiber-Perspektive. Fällt, glaube ich, nicht sonderlich auf. Der Text sollte nicht zu locker sein, Informationen über subjektive Einrücke stellen, aber gleichzeitig nicht zu staubig anmuten. Vielleicht tobe ich mich zukünftig mal in der Ich-Perspektive aus.
crizzo, manche Zeichenfehler kann ich getrost Word in die Schuhe schieben, passiert beim Hin- und Herwursteln manchmal. Ein Anführungszeichen ist mir eben noch ins Auge gesprungen, was unten anfängt. Üblicherweise verwende ich die Zeichen fürs Web, allerdings hatte der Text einen anderen Zweck und war typographisch korrekt formatiert, mußte danach dann wieder umgefummelt werden. Das "&" notiert im Quelltext ein "&", der Browser setzt das um. Ich gehe davon aus, daß beim Freischalten des Textes irgendwas mit der Umwandlung schiefgelaufen ist. Also das Zeichen wurde erkannt, in Quellcode ummoduliert und abgespeichert. Im Dokument selber ist das schon richtig eingemeißelt.
rotfuchs, mal sehen, ob wir der Genetik einen Streich spielen können
Letztendlich kann man aus dem WK II Szenario einfach nicht mehr viel rausholen, oder es fehlt einfach an entsprechenden Ideen. Da bietet die Welt von Rupture doch eine ganz andere Spielerfahrung, alleine schon durch das abgefahrene Szenario. Hier können sich die Entwickler richtig austoben und spieltechnische Grenzen durchstossen, die bei einem historischen Szenario nicht so leicht überwunden werden können, weil sie der Spieler nicht annimmt bzw. für unglaubwürdig hält.
Bei der Vorschau bekommt man wortwörtlich die Lust nach mehr.
Sehr gut und unterhaltsam geschrieben, für eine Vorschau sind viele Informationen enthalten. Dem Fazit kann ich nur zustimmen. Nie wieder WWII-Shooter!