BioShock 2
Ich möchte euch hier mal meinen persönlichen, nicht ganz spoilerfreien, ersten Eindruck nach durchzocken des ziemlich schrägen Ego-Shooters mit Rollenspielelementen beschreiben. Ich setze mal voraus, ihr kennt den ersten Teil oder habt davon schon mal etwas gehört. Mein Test bezieht sich auf die Version der Xbox360, die aber mit der PS3 Version identisch ist.
Rapture
Zuerst hatte ich doch ein kleines Déjà Vu Erlebnis. Die ganze Geschichte spielt in Rapture. Das hatten wir ja schon einmal. Jedoch spielt es diesmal acht Jahre später und man merkt den fortgeschrittenen Zerfall der Unterwasserstadt. Überall dringt jetzt Wasser ein und Teile sind bereits komplett überflutet. Gleich zu Beginn gibt es einige Aha-Erlebnisse. Da wandelt man unter Wasser in seinem Big Daddy Anzug - ja, wir sind ein Big Daddy - und kann Korallen, Muscheln oder auch schon mal einen weißen Hai betrachten. Keine Angst, der tut nix. Überhaupt kann man unter Wasser eigentlich nicht viel machen, außer in späteren Abschnitten etwas Adam in lila Seegurken finden, das man benötigt um seine Waffen und Fähigkeiten upzugraden. Ansonsten ist der Spaziergang nur hübsch anzusehen.
In einigen Abschnitten tauchen Räume auf, die man schon aus Teil 1 kannte. Jedoch sieht man auch hier die fortgeschrittene Evolution. Diese recycelten Abschnitte sind weniger hübsch anzusehen, machen aber höchstens 20% Prozent des gesammten Spiels aus, was man verschmerzen kann.
Fights
Highlight waren im Vorgänger, neben der einzigartigen Unterwasserstadt im Art Déco Design der fünfziger und sechziger Jahre, der tollen Story und der bedrückenden Atmosphäre, natürlich auch die packenden Kämpfe. Entzstellte Splicer und Big Daddys waren harte Gegner, die mit gezielten Attacken außer Gefecht gesetzt werden mussten.
In Teil 2 sind die Gefechte sogar noch eine Nummer härter und lassen einen in bestimmten Situationen keine Verschnaufspause. Es gibt einige neue Gegnertypen, von denen die sogenannten Brute-Splicer wohl die fiesesten. Da gibt es kein Entkommen, bei einer Flucht kommen sie prompt hinterhergerannt und verfolgen einen mit schnellen schweren Trampelschritten, dass schon ziemlich Panik aufkommen kann.
Zum Glück friert das Spiel an der Stelle ein, wenn man Waffen oder Plasmide via Schultertaste im übersichtlichen Schnellmenü auswählen möchte. Leider fehlt die Möglichkeit, im pausierenden Spiel nachzuschauen ob, welche oder wieviel Munition noch gerade zur Verfügung ist. Da kann das herum experimentieren, gerade wenn die Munition knapp geraten ist, schon mal zur Nervensache werden.
Sammeltrieb
Es gibt auch in den neuen Abschnitten wieder viel zu entdecken. Grundsätzlich verleihen alle gefundenen Lebensmittel (Dosenfleisch, Sardinen usw.) etwas Gesundheit und alle Getränke etwas Eve, das für die Plasmide benötigt wird.
Munition und Geld ist fast in jeder Leiche zu finden, von denen es viele gibt, in Kisten die überall herumstehen oder einiges liegt einfach irgendwo in der Gegend herum.
Auch die Audiotapes mit zum Teil ziemlich kranken Botschaften oder sogar vom Verhör einer Folterung mit Elektroshocks, gibt es wieder zu entdecken. Um die Story bis ins Detail zu verstehen, ist das Abhören der mehr als hundert Audiotapes entscheidend, bietet aber auch Ruhepausen zwischen den extrem harten Fights.
Auch Adam muss natürlich wieder fleißig gesammelt werden, wobei wohl "ernten" das bessere Wort ist.
Das Spiel gefällt mir auch sehr gut..
Ps : Mal schauen wie Bioshock 3 wird :ugly::hoch::D:D:D:D
Du hast Dir mit deinen Test viel Mühe gegeben. Dafür gibt es Lob und 5 Sterne.