Preview: Bioshock
Kinoheld Shrek wird wieder Spielfigur.
In den 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts stürzt Ihr Held mit dem Flugzeug ab und kommt alleine auf offener See wieder zu Bewusstsein. Unweit der Absturzstelle: ein Leuchtturm mitten im Meer. Der Protagonist schwimmt darauf zu, lässt sich ans rettende Ufer treiben und betritt den geheimnisvollen Turm. Mit einer Tauchkugel sinkt er hinab in eine fremdartig anmutende Stadt unter dem Meeresspiegel…
So beginnt die spannende Geschichte von "Bioshock", dem geistigen Nachfolger der "System Shock"-Reihe. Das Geschehen auf dem Bildschirm fesselt von Beginn an -- als wir Rapture zum ersten Mal betreten, sind wir hin und weg von der seltsam anmutenden Stadt auf dem Meeresgrund. Das Art Design ist fantastisch: Die Gestaltung der Polygonobjekte wie auch die Texturierung wirken sehr stimmig. Gebiets-Recycling beschränkt sich auf ein Minimum: Hier sieht kein Raum, kein Korridor aus wie der andere. Man fühlt sich mit seinem Protagonisten in eine gänzlich andere Welt versetzt.
Die Licht- und Schatteneffekte, die bei "Bioshock" zum Einsatz kommen, verleihen der unwirklichen Unterwasserwelt den letzten geisterhaften Schliff. Auch die Akustik trägt zur Atmosphäre bei -- statt nichts sagender Musikuntermalung erwarten Sie unheimliche Umgebungsgeräusche und eine bedrohliche Soundkulisse.
REICH DER MUTANTEN
Das einzigartige Design der Unterwasserstadt ist sowohl hochgradig atmosphärisch als auch zutiefst verstörend. (Xbox360)
Die Stadt Rapture wurde nach dem Zweiten Weltkrieg erbaut, um den Kriegen auf der Erdoberfläche zu entgehen und eine bessere Welt zu erschaffen. Das Experiment scheint nicht so recht gelungen, denn ein mutiertes, menschenähnliches Monster greift uns zur Begrüßung an und lässt erst ab, nachdem wir es mit einer herumliegenden Rohrzange traktiert haben.
Mit den Gen-Mutatoren gewinnen Sie allerhand nützliche Kräfte, die sich auch im Kampf bezahlt machen. (Xbox360)
Bald fragt man sich, was hier wohl passiert sein mag. So weit die Story bekannt ist, klingt sie sehr spannend: Forscher der Station entdeckten einst eine besondere Seeschnecken-Art, deren Sekret die Gewinnung reiner Stammzellen möglich machte und damit die Heilung aller Krankheiten in greifbare Nähe rücken ließ. Die Vision einer perfekten Welt schien wirklicher denn je. Die Menschen nannten das Schnecken-Sekret Adam, und schon bald war es wichtiger als alles andere in Rapture, der Stadt unter dem Meer… und das Chaos nahm seinen Lauf.
Adam verleiht Macht -- und Macht verführt Menschen. Das Sekret ermöglicht die Erstellung so genannter Plasmiden, die in menschlichen Wirten Mutationen hervorrufen und ihnen neue Eigenschaften vermachen, beispielsweise etwa die Fähigkeit, Stromstöße abzugeben oder Gegenstände nur mit Geisteskraft zu bewegen. Diese Plasmiden werden ein zentrales Spielelement in "Bioshock" sein, verrät uns Ken Levine, und es wird Dutzende von ihnen geben. Ein abwechslungsreicher Spielablauf ist somit garantiert.
KONVENTIONELLE WAFFEN
Ein durchgeknallter Gen-Arzt mit einer Schnellfeuerkanone, der auch noch auf Sie zeigt? Jetzt aber nix wie weg! (Xbox360)
Ebenfalls mit an Bord sind natürlich herkömmliche Argumentationsverstärker wie Schrotflinte oder Flammenwerfer, die Ihnen im Kampf gegen die Biester von Rapture beste Dienste leisten werden. Wer jetzt aber denkt, mit all den fetten Kräften und Waffen ausgestattet darf er sich wie John Rambo benehmen, der irrt! Mutanten, Roboter und fest installierte Schnellfeuerwaffen werden Ihnen das Leben ziemlich schwer machen. Außerdem haben die Entwickler komplett auf ein Fadenkreuz verzichtet -- was wir nicht schlecht finden. Realistischer ist das Ballern ohne Zielhilfe allemal, und mit etwas Erfahrung kann man auch effektiv in Richtung der Bildschirm-Mitte feuern.Die kleinen grauen Zellen müssen Sie übrigens auch anstrengen: Mit Ihren Hacker-Fertigkeiten programmieren Sie etwa fest installierte Verteidigungsanlagen um, sodass diese das Feuer auf Ihre Feinde eröffnen. Oder Sie besprühen den riesigen Big Daddy, der mit den Little Sisters auf der Suche nach Adam durch die dunklen Gänge streift, mit Pheromonen. Die sorgen dafür, dass der Spielerschreck im übergroßen Taucheranzug künftig mit den eigenen Leuten Probleme kriegt. Sie sehen schon, an Ideen mangelt es dem viel versprechenden Shooter von Irrational keineswegs.
Spannungsgeladen, gruselig, atmosphärisch: So lässt sich "Bioshock" bislang beschreiben. Wie die Geschichte endet und welche Rolle Ihr Held darin spielen wird, erfahren Sie Ende August -- dann kommt das Shooter-Highlight in die Spieleläden.