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  • Beyond: Two Souls - Spiel oder Film? Leser-Test von Jodela

    Beyond: Two Souls ist das neue Spiel von Quantic Dream. Was ist es und taugt es zu etwas? Genau diese Frage versuche ich mit meinem ersten Test zu beantworten.

    Das Spiel

    Beyond: Two Souls: Spiel oder Film? Beyond: Two Souls: Spiel oder Film? Quelle: hdwallpapers.in Der Titel Beyond: Two Souls lässt sich nur schwer in eine Schublade stecken, da das Action-Adventure Merkmale von Film und Spiel gleichermaßen enthält und genau wie Heavy Rain zusammenbringt. Die Spiele liefern zwar etwas nicht mehr ganz Neues, aber ein Erlebnis, das schon fast mehr Film als Spiel ist

    Die Story


    Achtung! Dieser Teil könnte einige Spoiler betrefflich der Story enthalten.

    Die Story ist ohne Zweifel der Kern von Beyond: Two Souls. Sie wird jedoch nicht in der chronologisch korrekten Reihenfolge erzählt, sondern springt immer wieder in den 15 Jahren, die in der Story behandelt werden, umher. Mal spielt man Jodie als Kind, mal als Teenager und mal als Erwachsene. Es wird gezeigt, wie Jodie als Teenager versucht, ein normales Leben mit Freunden zu haben, was gründlich schiefgeht, wie sie beim CIA ausgebildet wird und im Einsatz ist, wie sie aussteigt, vor der Polizei flüchtet, sich als Obdachlose durchschlägt, eingefangen wird und ganz nebenbei noch einen Indianerstamm von einer Art Fluch befreit.

    Die Story setzt teilweise auf Action und teilweise auf Gespräche und Emotionen. Mir hat das sehr gut gefallen, da keines von beidem großartig aufgesetzt wirkt. Die Story rutscht jedoch gegen Ende etwas stark in Richtung Science-Fiction, was für manche etwas merkwürdig wirken könnte, mir aber ganz gut gefallen hat. Wie es bereits in Heavy Rain war, so trifft man auch in Beyond: Two Souls Entscheidungen, welche jedoch erst gegen Ende der Story einen Einfluss auf das Ende haben. Zudem ist ein Game Over nicht möglich. Egal, wie dusselig man sich im Kampf oder bei der Flucht anstellt, das Ende eines Levels bleibt immer ähnlich. Es ist wie ein Weg, der sich ein Mal trennt, aber Beide wieder zusammenführt und man wieder an das gleiche Ziel kommt.

    Ab hier kann spoilerfrei gelesen werden.

    Das Gameplay

    Beyond: Two Souls versteht sich selbst weniger als Spiel als viel mehr als Film, dessen Geschichte erzählt wird. Dadurch verkommt das Gameplay praktisch zu einem einzigen riesigen Quick-Time-Event, das, wie es solche Events nun mal an sich haben, nur bedingt interaktiv ist. Es hätte aber auch nicht viele Alternativen gegeben, um das Spiel interaktiver zu machen und gleichzeitig das cineastische Gefühl aufrecht zu erhalten. Die Steuerung ist während manchen Passagen eher sperrig, z.B. kann Jodie nicht über kleinere Trümmer oder am Boden liegende Körper laufen, sondern man muss sie um diese herum führen und an manchen Stellen wird es ein riesen Akt, wenn man durch einen schmalen Durchgang gehen will und die Steuerung einfach zu ungenau ist. Das sind aber nur Probleme, die das freie Herumgehen betreffen. Wenn man mit einem Gegenstand interagieren kann, leuchtet über, neben, oder vor ihm eine weiße Kugel und man muss den rechten Analog-Stick in seine Richtung bewegen, damit Jodie zum Beispiel eine Tür öffnet oder etwas aufhebt. Die Kämpfe sind im Vergleich mit Heavy Rain angenehmer gestaltet. Wenn Jodie eine Aktion durchführt, schaltet das Spiel in eine Zeitlupe und man muss den rechten Analog-Stick in die Richtung bewegen, in die auch Jodie ihre Aktion durchführt. Zum Beispiel Jodie duckt sich = Analog-Stick nach unten oder Jodie schlägt jemanden, der rechts von ihr steht = Analog-Stick nach rechts. Wenn man auf den leichteren der zwei Schwierigkeitsgrade wechselt, wird dem Spieler mit einem Pfeil angezeigt, in welche Richtung der Stick bewegt werden muss.

    Aber man steuert nicht nur Jodie, sondern man kann beinahe immer zwischen ihr und Aiden mittels der Dreieckstaste wechseln. Mit Aiden fliegt man entweder frei herum oder springt zwischen festgelegten Punkten umher (nur im einfachen Schwierigkeitsgrad). Aiden kann mit den vielen Objekten in der Umgebung und Personen interagieren, jedoch nicht mit allen und manchmal auch nur ab einem bestimmten Zeitpunkt. So kommt es vor, dass man erst nachdem etwas bestimmtes gesagt wird, die Kontrolle über jemanden erlangen kann. Damit kommen wir gleich zu den Dingen, die Aiden alle kann. Das sind: Gegenstände herumschmeißen, Schalter umlegen, Bildschirme und Lampen zum Flackern bringen, Personen würgen oder auch erwürgen, Personen kontrollieren, Personen einen Schauer über den Rücken fahren lassen und natürlich umherfliegen. Er kann jedoch nicht frei in der Welt herumfliegen, wie es ihm gefällt. Er ist nämlich über ein Band mit Jodie verbunden, welches nicht unendlich lang, nämlich von Umgebung zu Umgebung verschieden ist.

    Wenn man zu zweit ist, ist es möglich, dass ein Spieler abwechselnd Jodie und der andere Aiden spielt und es ist möglich, anstatt mit dem Controller mit dem Smartphone zu spielen. Dafür muss man sich nur die Beyond: Two Souls-Touch App herunterladen und sein Smartphone über die App mit der PS3 verbinden.

    Grafik, Ton, etc.

    Die Grafik kann vollkommen überzeugen, genau wie die Synchronisation, die Geräuschkulisse, die Musik und die Gesichtsanimationen. Dass die Synchronisation stimmig ist, ist aber nicht verwunderlich, da es mitunter die deutschen Stimmen von Ellen Page (Jodie) und Willem Dafoe (Nathan Ellen Page und ihr alter Ego Jodie (Oben) und Wille Dafoe und sein alter Ego Nathan (Unten) Ellen Page und ihr alter Ego Jodie (Oben) und Wille Dafoe und sein alter Ego Nathan (Unten) Quelle: www5.pcmag.com Dawkins) sind, die den Personen ihre Stimmen leihen und ihnen so mit Erfolg Leben einhauchen. Nur ein paar Nebenfiguren, wie Jodies Adoptivvater, sind etwas fehlbesetzt. Das braucht einen aber nicht großartig stören, da auch die englische Vertonung auf der Disc vorhanden ist.

    Die Grafik und die Gesichtsanimationen sind vielleicht sogar die Besten in der gesamten PS3-Ära, da die Gesichtsanimationen nicht so gespielt wie in L.A. Noire wirken und es keinen Grafiksprung zwischen Cutscenes und Gameplay wie in The Last of Us gibt, was alles etwas einheitlicher wirken lässt. Die Atmosphäre wird dann durch den sehr guten und stimmigen Soundtrack von Lorne Balfe erst komplett. Wie die Bewegungen und Gesichtsanimationen zu Stande kamen, könnt ihr euch im Making-of-Video anschauen.

    Fazit

    Beyond: Two Souls ist nicht perfekt und schon gar nicht als Spiel, was es aber fast nicht mehr ist. Beyond: Two Souls ist fast schon mehr Film als Spiel. Aber das, was es ist, macht es schon fast perfekt. Die Story ist so erzählt, dass man richtig mitfiebert und man gar nicht mehr richtig mitbekommt, wie die Zeit vergeht. Nach dem Ende saß ich erst einmal fünf Minuten lang nur da und musste erst einmal zwei Tage die Story verarbeiten und immer und immer wieder durchgehen und denken, was wohl passiert wäre, wenn ich da oder dort etwas anderes getan hätte. Beyond: Two Souls hat es geschafft, Emotionen glaubhaft wiederzugeben und zwar so, dass mehr als nur einmal fast die Tränen kommen, man Wut spürt oder glücklich ist. Beyond: Two Souls ist für mich ein Meisterwerk und ein bombastisches Ende für die PS3-Ära. Ich freue mich jetzt schon riesig auf das erste Projekt von Quantic Dream für die PS4 und vielleicht wird die Geschichte von Jodie fortgesetzt. Das ist zwar unwahrscheinlich, aber ich würde mich über ein Wiedersehen mit ihr und Aiden freuen.

    Beyond: Two Souls

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: jodela
    93 %
    Multiplayer
    63%
    Grafik
    9/10
    Steuerung
    7/10
    Sound
    8/10
    Atmosphäre
    9/10
    Gamesaktuell
    Spielspaß-Wertung
    8/10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Beyond: Two Souls
    Beyond: Two Souls
    Publisher
    Sony
    Developer
    Quantic Dream
    Release
    09.10.2013

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Beyond: Two Souls
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http://www.gamesaktuell.de/Beyond-Two-Souls-Spiel-4305/Lesertests/Beyond-Two-Souls-Spiel-oder-Film-Leser-Test-von-Jodela-1092653/
16.10.2013
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2013/10/Beyond_Two_Souls.jpg
beyond two souls,sony
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