Battlefield: Bad Company
Vier Soldaten auf der Jagd nach dem Gold
Das Spiel beginnt damit, dass euer Alter Ego, Preston Marlow, zu seinem Trupp stößt: Der B-Kompanie, von allen aber nur als Bad Company bezeichnet. Diese Einheit dient aber eher als Kanonenfutter, muss sie doch immer als erste in den Kampf. Da aber in der Überschrift von vier Soldaten die Rede ist, werde ich jetzt die drei Kollegen von Preston vorstellen. Da wäre zu allererst der Sergeant „Sarge“ Redford. Er ist der strenge Squadleader, der nur noch auf seinen Heimaturlaub wartet und sich aufs Fischen in eben jenen Urlaub freut. Dann gibt es noch Sweetwater. Er ist der Streber der Gruppe und der Ängstlichste des Quartetts. Und dann wäre da noch Haggard. Er ist der Sprengstoffexperte und freut sich dementsprechend immer wenn es irgendwo ein großes „kabumm“ gibt. Zusammen ist diese Quartett eines der lustigsten Gespanne der jüngeren Videospielgeschichte. Wenn in kurzen Zwischensequenzen Haggard und Sweetwater Schere, Stein, Papier spielen oder Haggard von seinem Truckosaurus Rex philosophiert, dann muss man schon lachen. Aber jetzt zur Story des Spiels. Zu Beginn kämpft ihr an der Seite eures Squads in einem fiktiven Krieg gegen die Russen. Doch schon zu Ende des 1. Levels wird klar, dass noch eine weitere Partei ihre Finger im Spiel hat: Die Söldner des Legionärs. Und wie es heißt, bezahlt der seine Söldner mit Gold. Also „überprüft“ Haggard mal kurz den Puls eines niedergestreckten Feindes und findet prompt einen Goldbarren. Und wo einer ist, da sind auch andere. Warum also weiter gegen die Russen kämpfen, wenn man ein reicher Mann werden kann. Und so werden die Vier bald fahnenflüchtig und suchen auf eigene Faust nach dem restlichen Gold des Legionärs. Und dabei gibt es die ein oder andere ziemlich lustige Situation, wie die Entführung eines dümmlichen Diktators.
Alles ist zerstörbar und die KI
Ein cooles Feature von Battlefield: Bad Company ist die Zerstörbarkeit von so ziemlich allem was rumsteht. Möglich macht dies die von DICE selbst entwickelte Frostbite Engine. Ihr könnt Häuser, Fahrzeuge und allerhand andere Gegenstände zerstören. Wenn ihr mal Förster spielen wollt, könnt ihr auch ganze Wälder abholzen. All das macht ziemlich Spaß und ist taktisch gut auszunutzen. Seid ihr im Kampf und seht einen Feind der hinter einer Wand in Deckung geht, dann holt euren Granatwerfer raus und zerstört die Wand. Schon ist der Gegner deckungslos und Kanonenfutter für euch. Der Spieß kann sich aber auch umdrehen und ihr steht ohne Deckung da, denn die gegnerische KI ist nicht gerade dumm. Versteckt ihr euch hinter einer Mauer, so versuchen die gegnerischen Soldaten eure Deckung zu zerstören, oder sie sucht einen Weg zu euch. Aber auch eure Kollegen sind KI-technisch clever. Sie eliminieren Gegner selbstständig, gehen ohne Probleme an Geschütze und gehen auch in Deckung. Was aber auffällt ist die Tatsache, dass eure Kollegen auf gegnerische Soldaten schießen, aber der Gegner erst nach ziemlich langer Zeit stirbt. Darüber hinaus kommt es manchmal vor, dass sie mitten in eure Schusslinie laufen. Aber dies kommt sehr selten vor, weshalb es nicht so schlimm ist.