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  • Battlefield 2142

    Der vierte Teil der Multiplayer-Serie läutet eine neue Eiszeit ein. Doch nur für die Story. Dank Kampfrobotern, Lasern und neuem Spielmodus geht?s im Schnee heißer her als je zuvor.

    Vom Zweiten bis zum Dritten Weltkrieg sind nur vier Jahre vergangen. 2002 hat Electronic Arts mit Battlefield 1942 den Startschuss für eine Erfolgsserie abgefeuert, die heute mit Battlefield 2142 ihre dritte Fortsetzung feiert. Das Szenario ist ein anderes. Statt Tiger-Panzern tummeln sich Hover-Tanks auf dem Schlachtfeld, statt Propellerflugzeugen sind Senkrechtstarter unterwegs. Das Erfolgsrezept ist geblieben: Bis zu 64 Spieler fechten um Frags und Flaggen in epischen Matches. Und die machen dank neuem Spielmodus, verfeinerter Klasseneinteilung und coolen Karten mehr Spaß denn je.

    Es kommen eisige Zeiten

    Haben sich die Entwickler für die bisherigen Serienteile bei Militärhistorie und aktuellen Ereignissen bedient, wagen sie mit dem neuesten Part einen Sprung in die Zukunft. Die Prognose: In rund 100 Jahren wird unser Mutterplanet von einer neuen Eiszeit heimgesucht. Nun ringt die Menschheit mit Waffengewalt um die letzten verbliebenen Rückzugsgebiete und Ressourcen.

    Hierzulande prallen die Streitkräfte Europäische Union (EU) und der Pan-Asiatischen Koalition (PAK) aufeinander. Beide ausgerüstet mit High-Tech-Waffen, wie man sie nur aus Science-Fiction-Filmen kennt. Die PAK-Armee bietet etwa Panzer auf, die das gewohnte Kettenfahrwerk gegen einen Schwebeantrieb tauschen. Damit bewegen sie sich nicht nur vorwärts und zurück, sondern auch seitlich (»Strafing«). Die EU setzt auf einen passend »L-5 Riesig« getauften Kampfroboter, der auf stählernen Beinen übers Schlachtfeld stapft und gegnerische Stellungen mit Raketensalven einäschert. Allerdings unterscheidet sich die Ausrüstung der beiden Parteien größtenteils nur äußerlich, die Funktionsweise ist dieselbe.

    Fröhliche Flaggenhatz

    Wie die Vorgänger erweitert auch Battlefield 2142 das bekannte Shooter-Spielprinzip um Fahrzeuge, Führer, Funktionen und Flaggen. Letztere stellen die Dreh- und Angelpunkte der Schlachtfelder dar. Beide Fraktionen ringen um die Kontrolle dieser Schlüsselpunkte. Wenn es eine Mannschaft schafft, genügend Mitstreiter um einen Wimpel zu versammeln und den Gegner aus der Gegend zu vertreiben, wechselt die Fahne die Farbe und dient fortan als Einstiegspunkt. Anders als etwa bei Counter-Strike ist der Spaß für Gefallene nicht vorbei; nach einer kurzen Auszeit stehen die Bildschirmtoten wieder auf. Und mit so einer Flagge in der Nähe kommen sie schneller an die Front.

    Robbi, Tobbi, Fliewatüüt

    Fahrzeuge stehen auf den Schlachtfeldern an jeder Ecke. Ein Tastendruck genügt, und schon finden Sie sich am Steuer eines Buggys oder Panzers wieder oder heben mit einem Hubschrauber ab. Wer mag, klettert auf den Copilotensitz und lenkt die Bordkanone statt des Fluggeräts oder spielt MG-Schütze auf dem Dach eines Kampfroboters. Für welchen Posten Sie sich auch entscheiden, die Steuerung geht denkbar einfach von der Hand. Selbst die einstmals Könnern vorbehaltenen Helikopter geben sich nun lammfromm und lassen sich mit wenigen Minuten Training perfekt durch Häuserschluchten jagen.

    Zwar gehört es zu den Eigenheiten der Serie, dass tonnenschwere Tanks an Sandsäcken zerbrechen und bei Wasserkontakt in Flammen aufgehen. Dank Feintuning an Physik-Engine und Fahrverhalten passiert das aber seltener. Alles in allem haben Raser und Flieger mehr Spaß als je zuvor.

    Ich sitz in meinem Bonker ...

    Bleiben Führer und Funktionen. Erstere sind Teil der Kommandostruktur. Beide Mannschaften wählen vor Matchbeginn einen Commander. Der hält sich aus Feuergefechten weitgehend heraus, verfolgt die Partie vielmehr auf einer Übersichtskarte. Die zeigt nicht nur die Positionen der Teamkameraden an, sondern bietet auch Zugriff auf die vier wichtigsten Werkzeuge des Mannschaftskapitäns.

    Satteliten-Scan und Aufklärungsdrohne enthüllen für alle sichtbar, wo sich Feinde verschanzt haben. Im Offensiv-Arsenal finden sich ein großflächiger Artillerieschlag und ein EMP-Angriff (Elektromagnetischer Puls), der Fahrzeuge kurzzeitig außer Gefecht setzt und auch bei der Infanterie für Verwirrung sorgt. Dann gibt?s da noch Versorgungskisten, die am Fallschirm abgeworfen werden und die Magazine der Verbündeten wieder auffüllen. Und schließlich dient die Strategische Karte dazu, die Angriffe der Squads zu koordinieren. Ähnlich wie in einem Strategiespiel.

    Vier-Klassen-Gesellschaft

    Die Squads bilden die zweite Ebene des Befehlssystems. Jeweils fünf Mann finden sich zu einer Einheit zusammen. Einer spielt den Squad-Leader, der seine Befehle direkt vom Kommandanten erhält. Der gibt über die oben beschriebene Karte Angriffsziele und Verteidigungsstellungen vor, die dann auf der Mini-Map der Squads und in der Ego-Ansicht markiert werden. Mit Spezialausrüstung dient der Gruppenchef auch als mobiler Einstiegspunkt für seine Mitstreiter -- später mehr. Letzter Listenpunkt: die Funktionen. Von ehemals sieben Charakterklassen sind vier geblieben, die sich die Aufgaben teilen: Sturmsoldat, Aufklärer, Pionier und Versorgungssoldat. Sturmsoldaten bilden mit ihrer guten Bewaffnung und Rüstung nach wie vor das Rückrat der Armee, helfen jetzt aber dank Medikit und Wiederbelebungs-Gerät auch als Sanitäter aus. Aufklärer vereinen die alten Klassen Scharfschütze und Spec-Ops; sie können mit Präzisionsgewehren ebenso gut umgehen wie mit Sprengsätzen. Pioniere reparieren jetzt nicht nur Fahrzeuge, sondern können dank Raketenwerfer auch kämpfen. Der Versorgungssoldat schließlich liefert nicht nur Munitionspäckchen, sondern ist mit seinem leichten Maschinengewehr für Infanteristen ein gefürchteter Widersacher.

    Vereint zuschlagen

    In welcher Rolle Sie sich auch am wohlsten fühlen, Sie sammeln nicht nur durch Treffer Punkte. Auch wenn Sie Flaggen erobern, einen Verwundeten heilen oder einen Panzer flicken, wenn Sie als Commander einen Artillerieschlag leiten oder wenn Sie einfach nur Flugstunden aufbauen, überall sind Belobigungen zu verdienen. Dabei belohnt Battlefield 2142 Teamplay. Wenn Sie beispielsweise einen Kampfheli steuern, und Ihr Bordschütze landet einen Treffer, bekommen Sie die Hälfte gutgeschrieben. Je länger Sie online dran bleiben, desto weiter steigen Sie im Rang auf: vom Gefreiten bis zum General.

    Belohnung für Beförderung

    Mit jeder Beförderung winkt ein Erfahrungspunkt, mit dem Sie im Karrieremenü einen neuen Bonus freischalten dürfen. Neben klassenspezifischen Gegenständen, etwa einem Granatwerfer für Sturmsoldaten, winken übergreifende Belohnungen wie mehr Ausdauer für längere Sprints. Außerdem gibt es Spezialausrüstung für Squad-Leader. Beispielsweise einen Sender, der es Squad-Mitgliedern ermöglicht, an der Seite ihres Anführers statt an einer Fahne ins Spiel einzusteigen.

    Einerseits stellt das Upgrade-System einen wichtigen Motivationsfaktor für Online-Matches dar. Andererseits verschafft es Veteranen enorme Vorteile gegenüber Neulingen, die in der Startausrüstung sogar auf Handgranaten verzichten müssen. Allerdings sind zumindest die ersten Mannschaftsränge mit wenigen Spielstunden zu erreichen, was die Frustgefahr für Anfänger minimiert.

    Schöne neue Welt

    Das Zukunftsszenario schlägt sich nicht nur in den Waffen nieder, sondern auch im Leveldesign. Zehn Schlachtfelder stehen zur Auswahl, von Minsk über Berlin bis Gibraltar. Im Norden hat die Eiszeit alles in kaltes Weiß getaucht, im Süden breiten sich Wüsten aus. Nicht gerade einladend, zuweilen sogar trist, aber alles in allem eine perfekt eingefangene Endzeit-Welt. Dabei ist den Entwicklern das Kunststück gelungen, die von Battlefield 2 entliehene Engine nicht nur aufzuhübschen, sondern gleichzeitig einen Tick flotter zu machen.

    Auf der spielerischen Seite schlagen die zehn Karten einen schönen Bogen von Straßenkämpfen in Großstädten, bei denen die große Stunde der Infanterie schlägt, bis hin zu weiten Außenarealen, auf denen sich Tanks, Jeeps und Helikopter austoben dürfen. Und dann wären da noch die Titan-Schlachtfelder ...

    Kampf der Titanen

    Nachdem sich die drei bisherigen Battlefields allein auf den Conquest-Modus verlassen haben, führt der neueste Part endlich einen frischen Spielmodus ein: das Titan-Match. Im Mittelpunkt stehen die namensgebenden Titanen -- gigantische fliegende Festungen, die ebenso majestätisch wie schwer bewaffnet über den Schlachtfeldern schweben. Das Ziel: den Titanen der gegnerischen Mannschaft vom Himmel holen und den eigenen schützen.

    Dazu ringen zunächst beide Teams genau wie im Conquest-Modus am Boden um Flaggenpunkte. Allerdings dienen die hier nicht nur als Einstiegspunkt, sondern auch als Raketenbasen. Wird so eine Stellung erobert, feuert sie in regelmäßigen Abständen Abwehrraketen auf die feindliche Flugfestung. Je mehr Treffer ein Titan kassiert, desto löchriger wird sein Schutzschild. Wenn er ganz verschwunden ist, bleiben zwei Möglichkeiten für den Todesstoß. Entweder man versucht weiterhin, die Silos zu kontrollieren und das Großkampfschiff durch Raketenbeschuss niederzuringen. Oder das Team entert den gegnerischen Titanen und zerstört im Innern nach und nach die Kontrollräume mit, bis schließlich der Reaktor per Sprengladung in die Luft gejagt wird. Eine geniale und taktisch tiefgehende Abwechslung zum gewohnten Flaggen-Fest!

    Zur Testversion

    Um rechtzeitig zur Veröffentlichung von Battlefield 2142 Kaufberatung bieten zu können, haben wir das Goldmaster unter die Lupe genommen (also die für die Produktion vorgesehene Version). Weil zum Testzeitpunkt allerdings die öffentlichen Server noch nicht in Betrieb waren, hat Electronic Arts einige Online-Spielfelder vorab geöffnet, auf denen sich Entwickler, Mitglieder bekannter Clans und Redakteure zwei Wochen ausgetobt haben. Wir konnten Battlefield 2142 also unter praxisnahen Bedingungen testen.

    Infos auf Cynamite.de

    Allerdings gibt es zwei Dinge, die wir noch nicht abschließend beurteilen können. Erstens: den Server-Browser, das Sorgenkind von Battlefield 2. Der funktioniert zwar nach erstem Eindruck besser und schneller als beim Vorgänger und hat nützliche Funktionen wie eine Favoritenliste spendiert bekommen. Allerdings wird sich erst unter Volllast zeigen -- das heißt bei mehreren hundert Servern -- ob die Geschwindigkeit in Ordnung geht.

    Problemfall Nummer zwei: das Balancing. Wie bei jedem Online-Spiel wird erst der Langzeittest enthüllen, ob die Waffen und Vehikel der beiden Fraktionen ausgeglichen sind. Auch wenn uns bislang keine Ungereimtheiten aufgefallen sind. Deshalb werden wir uns für die kommende Ausgabe erneut in die Schlachten werfen, um just diese Punkte zu überprüfen. In der Zwischenzeit halten wir Sie auf unserer Webseite www.cynamite.de auf dem Laufenden.

    Rüdiger Steidle

  • Battlefield 2142
    Battlefield 2142
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Digital Illusions
    Release
    19.10.2006

    Aktuelle Online-Spiele Releases

    Cover Packshot von Otherland Release: Otherland gamigo AG (DE) , Drago Entertainment
    Cover Packshot von Overwatch Release: Overwatch Blizzard , Blizzard
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Battlefield 2142
Battlefield 2142
Der vierte Teil der Multiplayer-Serie läutet eine neue Eiszeit ein. Doch nur für die Story. Dank Kampfrobotern, Lasern und neuem Spielmodus geht?s im Schnee heißer her als je zuvor.
http://www.gamesaktuell.de/Battlefield-2142-Spiel-18698/Tests/Battlefield-2142-722108/
01.11.2006
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2006/12/t_bf2142_01_11.jpg
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