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  • Battlefield 2142

    Die Zukunft von Battlefield liegt ... in der Zukunft. Im jüngsten Sproß der legendären Multiplayer-Familie bekriegen sich haushohe Kampfroboter und futuristische Senkrechtstarter.

    Ka-tschonk! Ka-tschonk! Ka-tschonk! Mit Riesenschritten stapft unser Battlemech auf den Wolkenkratzer zu. Jeder Tritt lässt die Erde zittern. Das Cockpit schwankt hoch, runter, links, rechts. Ein Höllenritt wie in der Achterbahn.

    Durch den Rotfilter der Zielanzeigen machen wir drei winzige Figuren am Fuß des Gebäudes aus -- feindliche Infanterie! Kein Problem für unseren Metallkoloss: Die Doppelkanone rattert los, spuckt Blei in Richtung Gegner und leere Hülsen zu Boden. Nur zur Sicherheit schicken wir noch ein paar Raketen hinterher. Zischend löst sich ein Schwarm der tödlichen Treibsätze vom Dach des Roboters und findet sein Ziel, geleitet von unserer Maushand.

    Gerade wollen wir in Triumphgeheul ausbrechen, da sprühen plötzlich Funken aus dem Cockpit, das Display flackert, die Servos kreischen. EMP -- Elektro-magnetischer Puls! Irgendwo muss uns eine Granate erwischt haben. Suchend drehen wir den Torso, doch bevor wir den Angreifer ausmachen können, explodiert ein zweiter Sprengsatz und setzt die Elektronik endgültig außer Gefecht. Ohne Strom und Antrieb müssen wir hilflos mit ansehen, wie sich die gegnerischen Panzergrenadiere aus der Deckung wagen und mit einem Bündel Haftminen auf unseren Mech zustürmen -- das war's für uns.

    Ein kühler Empfang

    Zwei Stunden zuvor marschieren wir durch die beißende schwedische Winterkälte zur Stockholmer Firmenzentrale von Digital Illusions.Einer alten Zigarrenfabrik nahe dem Hafen. Die Battlefield-Erfinder haben PC PowerPlay zum exklusiven Probe-Match eingeladen. Gleich können wir uns auf den neuesten Teil ihrer Erfolgsreihe stürzen, ausführlich die Vorabversion testen und die Entwickler mit Fragen bombardieren. Da lassen wir uns natürlich nicht von so ein bisschen Schnee aufhalten.

    Mit nur leichten Erfrierungen entern wir schließlich die Büros der Computer-Illusionisten. Und fühlen uns gleich heimisch. Den Eingangsbereich schmücken mannshohe Pappsoldaten mit Battlefield-Logo, in den Regalen türmen sich die wohl verdienten Auszeichnungen und Trophäen für den Mega-Seller, aus einem Zimmer scheppert blechern die berühmte Titelmelodie.

    Arnie statt Arnett

    Die Titelmelodie werden wir gleich noch einmal in Kinoqualität zu Ohren bekommen. Nachdem uns Chefproduzent Marcus Nilsson in Empfang genommen hat, fährt er einen stimmungsvollen Trailer ab (in voller Länge auf unserer DVD!). Unser erster Blick auf Battlefield 2142. Nach ein paar einleitenden Worten dürfen wir dann endlich selbst Hand anlegen. Den Testlevel nutzen die Jungs und Mädels von Digital Illusions sonst zum Ausprobieren von Waffen, Fahrzeugen und Klassen, heute ist er Schauplatz einer spaßigen Netzwerkschlacht.

    Die Fraktionen mögen andere sein. Statt Amis, Chinesen und Arabern prallen Europäische Union und Asiatische Koalition in einem Science-Fiction-Konflikt um Land und Rohstoffe aufeinander. Das Equipment erinnert eher an Terminator als an CNN-Berichte von Peter Arnett. Doch das Prinzip ist das gleiche: Zwei Multiplayer-Fraktionen streiten um Frags und Flaggenpunkte.

    Robbi, Tobbi, Fliewatüüt

    Als erstes fallen uns die Kampfroboter auf. Klar, die Riesenviecher sind ja auch nicht zu übersehen und zumindest äußerlich die ungewöhnlichsten Neuzugänge im Battlefield-Fuhrpark. Wir klettern ins Cockpit und sind überrascht: Mit der Bedienung kommen wir sofort zurecht. Der Battlemech steuert sich im Prinzip wie ein Fußsoldat mit Wachstumsstörungen. Zwar quälend langsam und schwerfällig, aber mit genug Feuerkraft, um einen gegnerischen Stoßtrupp mit einem Schlag zu Kleinholz zu verarbeiten.

    Keine Spur von komplizierter Waffenkonfiguration oder Energiemanagement à la Mechwarrior. Die linke Maustaste feuert die Doppel-Gatling ab, die rechte löst eine Raketensalve aus, die wir mit dem Cursor ins Ziel lenken können. Der Copilot bedient währenddessen das Bord-MG auf dem Dach. Damit sichert er blitzschnell nach hinten und zu den Seiten ab, denn um die Hauptwaffen auszurichten, müssen wir den ganzen Blechkoloss drehen -- und das dauert imErnstfall zu lange.

    Puls-Messer

    Die anderen beiden Bodenfahrzeuge im Testmatch gleichen ihren Ebenbildern aus Battlefield 2 äußerlich bis aufs Haar. Der Aufklärer entspricht den Jeeps und Buggys aus den Vorgängern. Rasend schnell und damit ideal, um Flaggenpunkte zu erobern, aber äußerst fragil. Seine beste Verteidigung ist nicht das leichte Maschinengewehr auf dem Dach, sondern eine Nitro-Einspritzung, die ihn blitzartig aus der Gefahrenzone katapultiert.

    Der Schützenpanzer ist schon besser bewaffnet. Sein Granatwerfer hält Infanterie auf Distanz, die EMP-Kanone legt mit zwei Treffern selbst dicke Panzer lahm -- allerdings nur vorübergehend, bis sich die Elektronik wieder erholt hat. Ähnlich wie das LAV in Battlefield 2 bietet der Mannschaftstransporter Platz für Fahrer, Schütze und vier Passagiere. Cool: Die Mitfahrer können sich bei Gefahr per Schleudersitz aus dem Wagen katapultieren und mit dem Fallschirm zu Boden schweben. Mehr dazu im Extrakasten »Springinsfeld« auf Seite 26.

    Salto Mortale

    Zeit, in die Luft zu gehen. Als erstes schnappen wir uns ein Gunship. Das sieht auf den ersten Blick aus wie eine Kreuzung aus Hubschrauber und Jet -- und genauso fliegt es sich auch. Senkrecht starten, dann in Ameisenhöhe über die Pampa rasen, hochziehen zur Steilkurve, dann in den Schwebflug, damit der Kanonier mit seiner Gatling-Kanone und den Lenkraketen ruhig zielen kann. Gut, das ist die Theorie. In der Praxis dengeln wir ans nächste Hochhaus, vollführen einen Salto rückwärts und kacheln ungespitzt in den Boden. Aber die Battlefield-Fluggeräte haben nun mal schon immer etwas Training verlangt.

    Der Transport-Gleiter steuert sich schon einfacher. Nicht zuletzt, weil er deutlich behäbiger manövriert. Dafür müssen wir auf Ballerspaß verzichten. Das Ding dient einzig dazu, die bis zu vier Passagiere schnell und sicher an ihren Bestimmungsort zu bringen.

    Der Mann fürs Grobe

    Bislang haben die Entwickler nur diese fünf Vehikel zur Einsatzreife gebracht. Ein weiteres, ein Kampfpanzer ähnlich dem Abrams, konnten wir lediglich auf Papier bewundern. Später sollen beide Parteien über jeweils zwölf weitgehend identische Fortbewegungsmittel verfügen. Wir schnüren also die Kampfstiefel und schließen uns der Infanterie an. Battlefield 2142 schrumpft die sieben Charakterklassen des Vorgängers auf vier. Sanis, Spec-Ops und Pioniere fallen weg, ihre Aufgaben werden unter den Verbleibenden Recken aufgeteilt.

    Wir widmen unsere Aufmerksamkeit zunächst dem Sturmsoldaten. Der verlässt sich wie gewohnt auf ein Automatikgewehr nebst Granatwerfer, der Haft-Minen verballert. Für den Notfall kann er auf Pistole und Messer zurückgreifen. Neu im Arsenal sind zwei EMP-Granaten. Nicht ganz so kräftig wie die des Schützenpanzers, aber doch ausreichend, um die Zieloptik eines gegnerischen Tanks für einige Sekunden zu stören.

    Das klappt sogar bei feindlichen Soldaten, die bei einem EMP-Schlag kurzzeitig nur noch weißes Rauschen auf dem Helmvisier haben, aber dadurch keinen Schaden nehmen. Dank Verbandspäckchen und Defibrilator kann der Stoppelhopser nun auch Verwundete heilen und Gefallene wiederbeleben.

    High-Tech-Versteck

    Der nächste in der Riege ist der gute, alte Panzerfaustschütze. Dessen Hauptwaffe ist ein Lenkraketenwerfer. Mit zwei Magnetminen kann er außerdem effektiv Zufahrtswege versperren. Ulkig sind die beiden Kugelminen: Die kullern automatisch gegnerischen Fahrzeugen hinterher, ähnlich den Combine-Sprengsätzen von Half-Life 2. Damit der Anti-Tank-Soldat merkt, wenn Gefahr im Verzug ist, darf er eine Radarboje aufstellen. Für weiche Ziele empfiehlt sich die Maschinenpistole, die allerdings nur eine recht begrenzte Reichweite hat. Pistole, Sprenggranate und Kampfmesser komplettieren die Ausrüstung.

    Kommen wir zu jedermanns Lieblingsfeind: dem Scharfschützen. Der darf jetzt nicht nur scharf schießen, sondern sich gemeinerweise auch für einige Sekunden beinahe unsichtbar machen. Im Tarnmodus ist nur noch ein verschwommener Umriss zu erkennen (siehe Video). Damit die Heckenschützen nicht ganz zu einsamen Wölfen mutieren, sind sie diesmal für Munitionsnachschub in Form von kleinen Patronenpäckchen zuständig. Eine etwas kuriose Einteilung.

    Bleibt der Supporter, in dem der alte MG-Schütze und der Pionier verschmelzen. Für die Offensive hat er ein leichtes Maschinengewehr sowie eine Drohne im Gepäck. Dieses fliegende Schoßtier folgt seinem Herrchen automatisch -- egal ob der gerade durch die Prärie joggt oder im Jeep Gas gibt -- und nimmt selbständig Ziele unter Feuer. Zur Unterstützung gibt's außerdem Rauchgranaten und einen Universal-Schraubenschlüssel, mit dem sich jedes verbeulte Vehikel instandsetzen lässt.

    Kein Star Trek!

    Beim Probespiel fühlen sich die Infanterie-Scharmützel nicht umwerfend anders an, als von Battlefield 2 gewohnt. Das ist durchaus beabsichtigt. »Wir wollen keine Laser, Disruptoren oder ähnliche Science-Fiction-Waffen, mit denen die Leute nichts anfangen können«, sagt Produzent Marcus Nilsson. In der Tat hält sich der Technik-Vorsprung in Grenzen. Es sind vielmehr die Bildschirm-Anzeigen, die Sounds, die Uniformen und Levels mit ihren chromblitzenden Wolkenkratzern und Magnetbahngleisen, die Battlefield 2142 das futuristische Flair verleihen.

    Wie viele Levels es letztlich geben wird und wo diese angesiedelt sind, steht noch nicht fest. Die Entwickler versprechen Matches »in West-, Mittel- und Südeuropa, Teilen Russlands und Nordafrika«, in etwa der gleichen Anzahl wie bei Battlefield 2. Zwei Namen konnten wir immerhin aufschnappen: Minsk und Belgrad. Die Test-Karte, aus der unsere Bilder stammen, wird im fertigen Spiel wohl nicht enthalten sein.

    Ein neuer Spielmodus?

    Ebenso bedeckt hält sich Digital Illusions bislang, was Änderungen am Spielablauf und technische Neuerungen anbelangt. Fest steht: Physik- und Grafik-Engine auf Battlefield 2-Basis werden ausgebaut. Fest steht auch: Es wird frische Spielinhalte geben. Was die Entwickler uns hinter vorgehaltener Hand erzählt haben, klingt jedenfalls verdammt spannend und dürfte Fans, die den Conquest-Modus in- und auswendig kennen, mehr als nur angenehm überraschen. Aber mehr wollen die Schweden erst dann öffentlich machen, wenn sie sich auf alle Details geeinigt haben.

    Squad-System und Commander-Modus werden ebenso aus Battlefield 2 übernommen wie die Online-Ranglisten mit Orden und Bonuswaffen, deren Anzahl weiter wachsen soll. Noch nicht entschieden ist dagegen, auf welches Technikspielzeug der Commander zugreifen darf. Als gesichert gelten lediglich Aufklärungsdrohnen und Artillerieschlag (eventuell als EMP-Variante). Es bleiben also auf jeden Fall noch Fragen offen, mit denen wir Digital Illusions weiterhin löchern werden. Einige davon werden sie eventuell auf der kommenden BFCon Ende April beantworten -- beim Fan-Treffen wird Battlefield 2142 den alten Hasen vorgestellt -- eventuell sogar spielbar.

    Rüdiger Steidle

  • Battlefield 2142
    Battlefield 2142
    Publisher
    Electronic Arts
    Developer
    Digital Illusions
    Release
    19.10.2006

    Aktuelle Online-Spiele Releases

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    Cover Packshot von Overwatch Release: Overwatch Blizzard , Blizzard
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01.04.2006
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