Der vierte Serienteil ist der bislang beste Multiplayer-Shooter. Das bestätigt der Langzeit-Test.
Bereits in der vergangenen Ausgabe hatten wir Battlefield 2142 zum Genrekönig gekrönt. Allerdings auch versprochen, die ersten Tage seiner Regentschaft aufmerksam zu beobachten. Nach Dutzenden Stunden in Online-Matches und Netzwerk-Partien sind wir nun sicher: Die Vorschusslorbeeren sind gerechtfertigt, Waffenbalance, Serverbrowser und Stabilität gehen voll in Ordnung. Mit den Startproblemen des Vorgängers hat Battlefield 2142 nicht zu kämpfen.
Bediener Brausen
Insbesondere auf den Serverbrowser waren wir gespannt, der die verfügbaren Spielplätze im Internet auflistet. Der funktionierte bei Battlefield 2 anfangs nämlich eher schlecht als recht: viel zu langsam, absturzgefährdet, ohne wichtige Komfortfunktionen wie Favoritenlisten. Auf die müssen Action-Fans nun ebenso wenig verzichten wie auf schnelle Aktualisierung und Programmstabilität. Einziger Kritikpunkt: Die Anzeige der Verbindungsgeschwindigkeit arbeitet nicht immer ganz zuverlässig. Mitunter werden noch Server grün markiert, deren Ping jenseits der 200 liegt -- dort kommt wenig Freude auf. Denn mit einer langsamen Anbindung gerät der Spielfluss schnell ins Stocken, man kann sich nur noch schwer bewegen, Treffer geraten zur Glückssache.
Balancierter Bumms
Insgesamt macht Battlefield 2142 einen technisch ausgereifteren Eindruck als der Vorgänger. Angefangen bei der optimierten Grafik-Engine, die nicht nur dezent schönere Bilder malt, sondern auch noch schneller arbeitet, bis hin zu den funktionelleren Konfigurationsmenüs für die Steuerung. Kinderkrankheiten wie einen Crash-Bug im Titan-Modus hat Publisher Electronic Arts rechtzeitig zum Release mit dem Patch auf die (für den Test genutzte) Version 1.01 ausgemerzt.
Auch in Sachen Spielbalance haben die Entwickler gute Arbeit abgeliefert. Der ein oder andere Kommentar in einschlägigen Fan-Foren beklagt zwar zu starke Extrawaffen, insgesamt scheint die Community aber genauso zufrieden wie die Tester der PC PowerPlay. Zum Thema In-Game-Werbung finden Sie im Magazin-Teil dieser Ausgabe einen Report.
