Battlefield 2: Modern Combat

Test Olaf Bleich

Soldaten, Ohren auf: Online-Massenschlachten sind nicht länger in der Hand der PC-Generäle. Der Konsolen-Krieg hat begonnen!

"Spring jetzt ab!", knarzt es aus Ihrem Kopfhörer. Mit einem Satz hüpfen Sie aus dem Jagdhubschrauber und segeln friedlich Richtung Erde. Welch schöner Anblick! Doch kaum haben Sie die Wolkendecke durchbrochen, pfeifen Ihnen schon die ersten Kugeln um die Ohren. Richtig, die Jagdsaison ist eröffnet. "Battlefield 2: Modern Combat" lädt zu munteren Online-Schlachten ein und bietet sogar einen vernünftigen Einzelspieler-Modus. Finden Sie heraus, ob die PC-Experten von Dice auch auf den Konsolen einen Megahit vom Schlage eines "Battlefield 2" zu Stande bringen!

STORY: Als erster Titel der "Battlefield"-Serie kommt "Modern Combat" mit einem echten Story-Modus für Solo-Spieler daher. Die Hintergrundgeschichte orientiert sich allerdings am gängigen Genre-Standard und wirkt insgesamt ein wenig geistlos. Schauplatz der über 20 Missionen ist Kasachstan. In einem fiktiven Konflikt streiten die NATO und China um die Vorherrschaft.

Beide proklamieren, nur Frieden für den Oststaat zu wollen. Allerdings greifen in "Modern Combat" eindeutige Gut-und-Böse-Klischees nicht. Schließlich steuern Sie beide Parteien abwechselnd und bekommen zwischendurch immer wieder nette Propaganda-Trailer zu sehen. Genre-Anfänger werden etwa zehn bis zwölf Stunden lang beschäftigt sein.

SPIEL: "Battlefield 2: Modern Combat" kommandiert selbst Zivis gnadenlos zum Grundwehrdienst ab. Zu Beginn noch ein kleines Licht, arbeiten Sie sich in der Kampagne langsam die militärische Erfolgsleiter nach oben. Agieren Sie gut im Team, benötigen wenig Zeit und können viele Abschüsse verzeichnen, werden Sie mit Sternchen und Orden belohnt. Zusätzlich erhalten Sie neue Mini-Missionen für den Challenge-Modus und Ihr Waffenarsenal enthält bald schon 25 verschiedene Kampfutensilien. Vom einfachen Messer für die Special Forces bis hin zum Schweißbrenner für den Mechaniker ist alles an Bord, was Sie benötigen.

Die Aufträge gestalten sich dank der mehr als 20 steuerbaren Fahrzeuge und der fünf Soldatenklassen action- und abwechslungsreich. Ob Rettungseinsätze mit dem Hubschrauber oder Sprengaktionen mit Spec-Ops, die Levels überzeugen trotz dröger Storyline. Auf dem virtuellen Schlachtfeld springen Sie per Tastendruck zwischen den Soldaten hin und her, haben allerdings keinen direkten Einfluss auf die Laufwege Ihrer Männer.

Auf diese Weise kann jeder den meist ziemlich langen Gefechten seinen Stempel aufdrücken. So ballern Sie als Assault-Einheit an vorderster Linie oder geben der Truppe als Scharfschütze Rückendeckung. Die Computer-Schurken übernehmen ihrerseits selbst gerne Fahrzeuge oder bemannen Geschütztürme. Allerdings laufen sie oft auch unbedacht in Ihr Feuer hinein und reagieren zuweilen etwas langsam.

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