Battlefield 2: Modern Combat
N achdem die PS2- und Xbox-Versionen bereits unzählige Couch-Generäle hervorgebracht haben, heißt es nun für Xbox360-Besitzer: Aufmunitionieren, durchladen und vorwärts Marsch! Spielmechanik und Hintergrundgeschichte sind identisch. Letztere versetzt Sie in einen fiktiven Konflikt im zumeist verschneiten Kasachstan, wo die NATO und China um die Gebietshoheit streiten. Der Spieler ergreift dabei abwechselnd für beide Armeen Partei.
UMFANG: On- wie offline stehen Ihnen fünf Charakterklassen mit unterschiedlicher Kompetenz und Ausrüstung zur Verfügung. Dabei stürzen Sie sich -- typisch "Battlefield" -- nicht nur zu Fuß ins Schlachtengetümmel, sondern heizen den Kontrahenten auch von Kettenfahrzeug, Kanonenboot oder Kampfhubschrauber aus mächtig ein. Zusätzlich zur Einzelspielerkampagne gilt es, eine Reihe kniffliger Spezialaufgaben erfolgreich zu absolvieren. Auf dem Dienstplan stehen hier unter anderem Fahr- und Flugaufträge sowie Zielübungen mit stressigem Zeitlimit. Schließlich gibt es noch einen ausgedehnten Online-Part mit insgesamt 16 Maps und zwei Modi.
SPIEL: Mit entsprechend guter Performance arbeiten Sie sich im Solo-Modus vom unerfahrenen Private bis zum Oberbefehlshaber die militärische Karriereleiter empor und schalten neue Waffen für spätere Einsätze frei. Besonders wichtig ist dabei das geschickte Hin- und Herwechseln zwischen Ihren Einheiten (Hotswapping). Anders als in Taktik-Shootern à la "Rainbow Six" können Sie nämlich jederzeit die Kontrolle über jedes einzelne Teammitglied übernehmen, haben sonst aber keinerlei Einfluss auf das Verhalten Ihrer Waffenbrüder.
FAZIT: Lust und Frust liegen im Offline-Alltag eines "Modern Combat"-Soldaten nahe beieinander. Erfreute man sich eben noch an der großen Missionsvielfalt mit atmosphärisch dichten Sniper-Einsätzen, Aufklärungsmissionen oder Großoffensiven, beißt man im nächsten Moment nicht nur andauernd ins virtuelle Gras, sondern vor Wut auch in den Controller. Denn während der Feind äußerst aggressive und gut ausgebildete Schützen ins Feld schickt, haben die KI-Kumpane nicht nur die Treffsicherheit eines Wehrdienstverweigerers, sondern auch noch die Reaktion einer Schlaftablette. Ohne dieses Manko könnte man "Battlefield 2" selbst Joypad-Söldnern ohne Xbox-Live-Zugang ans Herz legen. So aber entfaltet sich der volle Spielspaß erst mit menschlichen Mitstreitern.TO