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  • Battle of Britain 2

    Hierzulande erschien Battle of Britain vor rund fünf Jahren unter dem Namen Adlertag. Eine Gruppe Flugsimulationsfans hat den Oldie aufgemöbelt und das Resultat zum offiziellen Nachfolger erklärt.

    Für das Original zeichnete seinerzeit Rowan Software verantwortlich, älteren Hobbypiloten mit Klassikern wie Flying Corps, Overlord oder Flight of the Intruder im Gedächtnis geblieben. Wie die meisten Simulations-Schmieden haben auch die Briten den kommerziellen Niedergang des Genres nicht überlebt. Allerdings hielt ein Häuflein fanatischer Verehrer ihrem letzten Projekt all die Jahre die Treue und verbesserte es kontinuierlich mit Bugfixes und Erweiterungen. Ein Teil des Freundeskreises hat sich um das Fähnlein von Shockwave geschart und beschert der Gemeinde nun Battle of Britain 2. Wir haben die englische Version getestet.

    Konflikt überm Kanal

    Die meiste Zeit haben die Entwickler in die Grafik gesteckt, Texturen, Modelle und Effekte überarbeitet oder gleich komplett ausgetauscht. Die Kampagne blieb weitgehend unangetastet, war sie doch bereits im Original das unbestrittene Highlight. Wie der Name unschwer vermuten lässt, stellt Battle of Britain 2 die komplette Luftschlacht um England nach, angefangen bei den Auseinandersetzungen über dem Ärmelkanal im Sommer 1940, bis hin zum »Blitz« über London im Herbst des Jahres -- lesen Sie dazu mehr im Extrakasten links unten.

    Sie können sich sowohl bei der Luftwaffe als auch der Royal Air Force einschreiben. Dabei schlüpfen Sie allerdings nicht wie üblich nur in den Overall eines Piloten, sondern auch in die Uniform des Oberkommandierenden der Luftstreitkräfte. Auf Seiten der Deutschen müssen Sie die Lufthoheit über den Inseln erringen, als Brite genau das verhindern.

    Im Chefsessel

    Jeden Morgen teilen Sie die verfügbaren Geschwader ein, weisen Ihren Jägern etwa Patrouillengebiete zu oder planen Bomberangriffe. Die meiste Arbeit erledigt das Programm von selbst. Als General der Royal Air Force etwa wählen Sie lediglich aus, wie viele Staffeln welche Ziele bewachen -- etwa Radaranlagen, Küsteninstallationen oder Flugzeugfabriken -- , wie viele für Alarmstarts zurückbleiben und wie viele sich ausruhen. Die Missionen und Flugrouten berechnet Battle of Britain 2 anschließend automatisch. So können Sie direkt loslegen, selbst ohne das 132 Seiten starke PDF-Handbuch zu wälzen. Details manuell anzupassen, hat sich im Test fast nie als notwendig erwiesen, der Generator verrichtet seinen Dienst tadellos.

    Im Pilotensessel

    Danach dürfen Sie sich erstmal zurücklehnen und auf der 2D-Übersichtskarte verfolgen, wie Ihre Schützlinge durchstarten, ihre Wegpunkte abklappern und nach getaner Arbeit wieder landen. Sobald ein Geschwader Feindkontakt hat oder ein Bodenziel in Sichtweite kommt, können Sie auf Wunsch selbst in den Pilotensitz hüpfen und Ihr Können am Knüppel beweisen.

    Genau wie der Vorgänger simuliert Battle of Britain 2 insgesamt fünf Maschinen. Auf Seiten der Engländer stehen Spitfire und Hurricane zur Wahl, jeweils in der Ausführung I A und I B. Für die Luftwaffe heben die 109 Emil, die zweimotorige Bf-110 und die berüchtigte Ju-87 Stuka ab. Die mittleren Bomber vom Typ Ju-88, Do-17 und He-111 können Sie nicht selbst steuern, sondern nur als Bordschütze verteidigen. Bedienung und Flugverhalten entsprechen weitgehend den realen Vorbildern, lassen sich aber auch stufenlos einsteigerfreundlicher trimmen. Wenn Sie sich zum Beispiel nicht selbst ums Motormanagement kümmern wollen, dürfen Sie das der Automatik überlassen.

    Gewaltige Luftschlachten

    In den Jagdmaschinen sind die Aufgaben klar verteilt: Hurricane- und Spitfire-Piloten fangen deutsche Bomber ab, Messerschmitt-Jockeys beschützen ebendiese. Wobei die Bf-110 nicht nur Geleitschutz fliegt, sondern im späteren Verlauf des Feldzugs auch für Bodenangriffe eingesetzt wird. Der Stuka wiederum taugt im Luftkampf herzlich wenig, seine Domäne sind Bombenangriffe auf britische Konvois, Flugplätze oder Radarmasten. Die Schützen in den größeren Zweimots schließlich spielen im Prinzip Moorhuhnjagd: mit der Maus auf anfliegende Tommys zielen, klicken und jubeln -- oder auch nicht.

    Spannung schafft Battle of Britain 2 vor allem durch die schiere Größe der Luftschlachten. Oftmals tummeln sich auf engstem Raum bis zu 100 Maschinen gleichzeitig in den Wolken, dazu kommen noch Konfrontationen an anderen Frontabschnitten außerhalb des Sichtradius. Es ist schon ein beklemmendes Gefühl, wenn man als Hurricane-Chauffeur so eine schwarze Wand aus fünf Dutzend Heinkel-Bombern auf sich zukommen sieht ...

    Heiße Hundekämpfe

    Ob die Luftschlachten selbst Adrenalin fördernd oder eher geruhsam wirken, hängt vor allem von der Qualität der gegnerischen Piloten ab. Damit hatte Adlertag in der ungepatchten Urfassung so seine Probleme. Gelegentlich reagierten Feinde gar nicht auf Beschuss oder vollführten abenteuerliche Kunstflugmanöver, die ihnen in der Realität wohl kaum so leicht von der Hand gegangen wären. Die KI haben die Entwickler deshalb deutlich aufgebohrt. Es gibt spürbare Unterschiede zwischen Grünschnäbeln, die gerade Mal ein Dutzend Flugstunden auf dem Buckel haben, und Assen, deren Rumpf vor lauter Abschussmarkierungen schon schwarz glänzt. Allerdings halten gerade die Bomber immer noch zu lange stur ihren Kurs, statt unter Beschuss auszuweichen.

    Gelegentlich entwickeln sich minutenlange Dogfights, in denen zig Maschinen versuchen, in Abschussposition zu manövrieren. Rauchfahnen und Leuchtspurgeschosse durchkreuzen den Himmel, von Treffern durchlöcherte Maschinen versuchen irgendwie Reißaus zu nehmen, Fallschirme schweben zu Boden. Wird man selbst mal erwischt, bedeutet das nicht als Ende: Einfach zurück zum Kampagnenbildschirm, und schon kann man im nächsten Flugzeug Platz nehmen.

    Gut, aber nicht gut genug

    Wie eingangs erwähnt, haben die Macher vor allem die Grafik verbessert. Einige Aspekte, darunter die plastischen, allerdings auch hardwarehungrigen Wolkenformationen, zählen zum Besten, was das Genre zu bieten hat. Dafür wirkt das Schadensmodell sowohl optisch wie spielerisch eher kümmerlich. Insgesamt bleibt Battle of Britain 2 hinter Highlights wie Pacific Fighters zurück. Übrigens auch beim Sound: Motoren und Kanonenfeuer klingen recht dünn.

    Rüdiger Steidle

  • Battle of Britain 2: Wings of Victory
    Battle of Britain 2: Wings of Victory
    Publisher
    GMX Media (UK)
    Developer
    GMX Media (UK)
    Release
    08.11.2005

    Aktuelles zu Battle of Britain 2: Wings of Victory

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Battle of Britain 2: Wings of Victory
Battle of Britain 2
Hierzulande erschien Battle of Britain vor rund fünf Jahren unter dem Namen Adlertag. Eine Gruppe Flugsimulationsfans hat den Oldie aufgemöbelt und das Resultat zum offiziellen Nachfolger erklärt.
http://www.gamesaktuell.de/Battle-of-Britain-2-Wings-of-Victory-Spiel-18749/Tests/Battle-of-Britain-2-715542/
01.10.2005
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2006/07/t_battlebritain_01_10eps.jpg
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