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  • Babylon A.D. - Leser-Kritik von Geforce6848

    Grandiose Action, viel Spannung, große Explosionen, krachige Verfolgungsjagden-das alles verspricht "Babylon A.D." Also ein sicherer Hit?-eher nicht. Schon vor Kinostart hatte sich der dafür verantwortliche Regisseur zum Film geäußert und ihn als "dumm" bezeichnet. Daraus stellt sich die Frage: Wie gut ist der Thriller letztlich?

    Bei Vin Diesel scheiden sich die Geister. Die Einen halten ihn für einen harten Hund und die Anderen für einen talentlosen Möchtegern-Schauspieler. Im Jahre 2008 beteiligte er sich an die amerikanisch-französische Produktion "Babylon A.D." Ich hatte Vieles von dem Film gehalten, aber ich bringe es auf den Punkt: der Film enttäuscht.

    Story und Welt
    Schon in den ersten Minuten zeigt "Babylon A.D." eine unbequeme Zukunft: Schießereien auf den Straßen sind alltäglich, Nachrichten von Attentaten häufen sich, Hunger, Kälte, Waffen, Armut und Chaos kontrollieren ganze Länder, welche heute noch beliebte Tourismus-ziele sind. In all diesem scheint es nahezu unmöglich, eine Reise von Europa nach Amerika zu unternehmen. Dennoch will der Söldner Toroop (Vin Diesel) "irgendwie" nach New York gelangen. Nicht wegen der Freiheitsstatue und dem Wicked-Musical, sondern wegen eines Auftrags: Er soll die junge Frau Aurora (Melanié Thierry), die von ihrer Schwester Rebecca (Michelle Yeoh) begleitet wird, von Serbien nach Big Apple schmuggeln. Als Belohnung winkt ihm ein Pass für die Staaten und somit ein besseres Leben. Aber eines wird im Laufe der Reise klar: irgendwas stimmt mit diesem Mädchen nicht.

    Unterwegs soll uns der Film ein "Soll so schrecklich die Zukunft sein?"-Gedanke verpassen. Der Zustand, den wir schon am Anfang zu Gesicht bekamen, zieht sich über einen großen Teil der Handlung. Beispielsweise explodiert eine Bombe inmitten einer Menschenmasse. Wo hunderte von Menschen waren, gleicht der Ort danach einem Trümmerfeld. Kurz danach befinden sich Toroop, Aurora und Rebecca in einer riesigen Lagerhalle. Dort werden Schaukämpfe in Glaskäfigen vorgeführt. Der Stärkere gewinnt, und tötet dabei den anderen.

    Ein Moment wie dieser zeigt, wie sehr das Chaos in so einer Welt regieren kann. Ein Moment wie dieser zeigt, wie sehr das Chaos in so einer Welt regieren kann. Quelle: Bildschirmaufnahme des Films (beiliegend gewesen der TV Movie) An dieser Stelle muss man schon sagen, dass die Gestaltung der Welt ziemlich gut gelungen ist. An Details wird gedacht: In den Armenvierteln ziert Graffiti fast jede Wand, Fahrradschlösser dienen als Wohnungsschlösser und...und...und. Hingegen lassen insbesondere die Charaktere zu wünschen übrig. Die Hauptrollen zeigen etwas suspekte Gefühle, deren Vorgeschichten sind wenig ansprechend und bis auf Toroop nehmen fast alle eine mehr passive Rolle ein. Dadurch verliert man das Interesse an ihnen und was am Ende aus allen wird, wird einem egal sein. Egal wie wichtig deren Rollen sind.
    Mit der Story kann man sich zufriedengeben, jedoch verliert die Handlung gegen Ende an Interesse: Das Finale fängt zwar spannend an, jedoch nimmt es sich selbst durch stupide Effekte in die Mangel und endet zu abrupt. Die restlichen 15 Minuten sind ziemlich lasch und schwach. Einige Momente lassen sich auch mit "etwas kitschig" beschreiben. Zwischen Toroop und Aurora soll auch während dem Film eine nahestehende Beziehung enstehen. Klappt aber nicht, fällt auch nicht bedingt auf.

    Spannung und Action
    Here they are...Toroop, Rebecca, Aurora (v.l). Here they are...Toroop, Rebecca, Aurora (v.l). Quelle: Bildschirmaufnahme des Films (beiliegend gewesen der TV Movie) Vorab: "Babylon A.D." ist keine Billigproduktion. Womit man mit Explosionen, Verfolgungsjagden und viel Spannung rechnen kann. Ein Beispiel: die Jagd in der Lagerhalle. Hektische (, aber passende) Kameraführung, Etagensprünge, Gerenne durch eine Menschengruppe, Kriechereien am Boden, Schüsse und nicht zu vergessen der Klassiker: ein Schlag ins Gesicht-halt alles was eine spannende Jagd ausmacht. Persönlich mag ich hier hingegen die Musikuntermalung und die synchronartigen, roboterähnlichen Bewegungen einer Gruppe nicht. Da wir gerade bei unpassender Musikuntermalung sind: fast jeder Track findet bei mir keinen Gefallen. Weder beim Einspann, noch während den Actionsequenzen und gen Ende.
    Gute Action ist vorhanden, aber keine besondere. Spannung habe ich ja schon erwähnt, (etwas) klitschige Momente aber auch. Somit hält die Spannung nur bis zum nächsten blöden Satz einer Person. Es sind halt die kleineren Fehler, die so etwas kaputt machen.

    Hintergrund
    Der Regisseur Mathieu Kassoviz beschwerte sich eine Woche vor US-Start über das Studio Fox, welches den Film
    nach seiner Meinung "verdorben" hat. Er war verärgert darüber, dass er bei den Dreharbeiten wenig Freiheit hatte und dass zu viele Schnitte an seinem Projekt vorgenommen wurden. Kassoviz sagte: "All die Action hätte eigentlich einen Sinn ergeben, jetzt ist sie nur noch da. Ich hätte ein Studio nehmen sollen, das Ahnung hat. Fox wollte nur einen seichten PG-13 Film." "Babylon A.D." wurde um mehr als zehn Minuten gekürzt. Hier und da fallen auch große Zeitsprünge auf. Aber ich glaube, die fehlenden Minuten hätten den Film auch nicht gerade verbessert.

    Fazit
    Hier setzt man auf Käfigkämpfen statts auf Lottozahlen. Hier setzt man auf Käfigkämpfen statts auf Lottozahlen. Quelle: Bildschirmaufnahme des Films (beiliegend gewesen der TV Movie) Dass ich von dem Film nicht gerade begeistert bin, habt ihr wahrscheinlich schon während dem Lesen meines Tests gemerkt. Der Film ist nicht schlecht, aber auch nicht perfekt. Ich bin einfach nur enttäuscht. Action und Spannung ist vorhanden, aber nicht besonders und all zu sehr. Jedoch: Die größte Stärke von "Babylon A.D." ist die Welt in der sie spielt. Den einen oder anderen Aha-Moment hatte ich: "Aha, so könnte New York in der Zukunft aussehen" oder "Aha, hier setzt man auf Kämpfe in Glaskäfigen statts auf Lottozahlen." Aber die Handlung, jemanden von A nach B zu bringen und eine Art Bote zu sein, hat man eigentlich schon mehr als genug gesehen. Es kommt einem auch vor, dass Vin Diesel wohl der einzigste Grund ist, dass dieser Film überhaupt existiert. Es ist einer dieser Filme wo jeder bestimmt eine eigene, ganz andere Meinung hat. Ich habe ihn mir einmal angesehen und das reicht auch.

    Wertung: Ich gebe 68% auf "Babylon A.D."

    Negatives (3 Hauptmerkmale):
    - unoriginelle Handlung
    - schwaches Finale/Ende
    - unansprechende Charakter

    Postives (3 Hauptmerkmale):
    - interessante Welt
    - gute Umsetzung von Armut, Gewalt, Chaos,etc.
    - Action kann sich sehen lassen

  • Babylon A.D.
    Babylon A.D.
    Vertrieb
    Concorde Filmverleih
    Kinostart
    11.09.2008
    Film-Wertung:
     
    Es gibt 1 Kommentar zum Artikel
    Von Tito
    Wenn der eigene Regisseur den Film schon mit Dumm betitelt,macht ja nicht gerade Werbung dafür.Umfangreicher Test,fein…
    • Es gibt 1 Kommentare zum Artikel

      • Von Tito
        Wenn der eigene Regisseur den Film schon mit Dumm betitelt,macht ja nicht gerade Werbung dafür.Umfangreicher Test,fein.Hätte von dem Film jetzt mehr erwartet,aber 68% scheinen ja eher unterer durchschnitt zu sein.
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Babylon A.D.
Babylon A.D. - Leser-Kritik von Geforce6848
Grandiose Action, viel Spannung, große Explosionen, krachige Verfolgungsjagden-das alles verspricht "Babylon A.D." Also ein sicherer Hit?-eher nicht. Schon vor Kinostart hatte sich der dafür verantwortliche Regisseur zum Film geäußert und ihn als "dumm" bezeichnet. Daraus stellt sich die Frage: Wie gut ist der Thriller letztlich?
http://www.gamesaktuell.de/Babylon-AD-Film-215841/Lesertests/Babylon-AD-Leser-Kritik-von-Geforce6848-880633/
29.04.2012
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2012/04/Babylon__5__120428193643.jpg
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