Vatikan straft James Camerons Avatar-Film ab
Engelsbrücke (Vatikan)
Avatar, der Film des Produzenten, Regisseurs und Drehbuchautors James Cameron, kommt bei der katholischen Kirche nicht gut an. Der Vatikan meint, dass Cameron kaum echte Emotionen in seinem Werk zeigt – dabei handelt Avatar auch von einer Liebesgeschichte. Der Filme-Macher hätte sich zu sehr auf technische Effekte konzentriert. Avatar sei oberflächlich und sentimental. Camerons 3D-Streifen sei lediglich eine "imperialistische" und "anti-militaristische" Parabel, die keinen Biss habe. Die Idee des Umweltschutzes im Film sei festgefahren und die simple Rollenverteilung von Eindringlingen und Umweltschützern sei banal.
Die katholische Kirche warnt davor, den Hang zur Natur wie eine Religion zu zelebrieren. Schon in der Vergangenheit hatte die Kirche Stellung zu Blockbustern bezogen. So sei Harry Potter kein gutes Buch, da es Anleitung zur Magie gebe und damit im Widerspruch zur christlichen Lehre stehe.
Quelle: L’Osservatore Romano
Könnt ihr den Standpunkt des Osservatore Romano, der für den Vatikan spricht, nachvollziehen? Wie fandet ihr selbst den Film? Ist es tatsächlich wichtig, ob ein Blockbuster oberflächlich ist? Nutzt die Kommentarfunktion!
Was die Kirche hingegen vertrat war das Ptolemäische Weltbild, nachdem sich die Sonne um die Erde dreht. Was 1992 geschah war die Rehabilitierung Galileo Galileis.