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  • Assassins Creed: Unity - Wirklich ein Totalausfall? - Leser-Test voh RoninXM

    Was hat man die letzten zwei Monate nicht alles gehört. Von eine technischen Totalausfall war die Rede. Bugs, Framedrops und Spielfehler waren an der Tagesordnung. Sagen wir es so: bei der Qualitätssicherung hat Ubisoft ganz eindeutig geschlampt. Aber ist es fair, ein Spiel nur an dessen technischen Mängeln zu messen? Oder befindet sich darunter doch noch ein ganz gutes Spiel?

    Ich habe mich dazu entscheiden, diesen Test erst jetzt zu schreiben, da nach Patch 4 nun die größten Mängel abgestellt wurden und wohl auch kein weiterer großer Patch folgen wird. Das Gameplay von Unity unterscheidet sich nicht großartig von dem der Vorgänger. Die Unterschiede stecken im Detail, deswegen werde ich hauptsächlich darauf eingehen. Die getestete Version ist die für PS4. Deswegen werden sich auch Tastenangaben auf den PS4-Controller beziehen. PC- und One-Spieler müssen leider "umdenken".

    Assassins Creed: Unity - Wirklich ein Totalausfall? - Leser-Test voh RoninXM Quelle: Ubisoft
    Die Story
    Assassins Creed: Unity - Wirklich ein Totalausfall? - Leser-Test voh RoninXM Quelle: Ubisoft Man spielt Arno Dorian, der sich zur Zeit der französischen Revolution den Assassinen anschließt, um seinen Vater (ein Assassine) und seinen Stiefvater (Templer und Vater der von Arno geliebten Elise - ebenfalls Templerin) zu rächen. Die Story ist weitaus politischer, als die Schwarz-Weiß-Malerei der Vorgänger. Sowohl in den Reihen der Templer, wie auch Assassinen entwickeln sich Ränkespiele, so dass sich in beiden Fraktionen Gut und Böse immer mehr vermischen. Dies alles geschieht vor geschichtlichen Hintergründen, wie dem Sturm auf die Bastille oder der Hinrichtung Louis XIV. Natürlich trifft man auch wieder jede Menge bekannte Persönlichkeiten, wie Napoleon oder den Marquis de Sade.
    Natürlich gibt es auch diesmal wieder eine Backstory um den Konzern Abstergo, die aber angenehm knapp gehalten wurde und nur über kleine Sequenzen und Audiodateien erzählt wird.

    Technik
    Wie bereits angemerkt, ist Patch 4.0 nun bereits erscheinen und hat die größten Bugs, Glitches und Framedrops (vor allem in Innenräumen) weitestgehend ausgemerzt. Wenn man genau danach sucht, kann man aber immer noch aufploppende Objekte, schwebende Personen und ähnliches entdecken. Auch die Framerate wurde leicht verbessert. Optimal ist sie immer noch nicht und Mikroruckler sind in bestimmten Situationen durchaus vorhanden, aber es ist jetzt weit von einer Unspielbarkeit entfernt. Trotzdem: bei weitem keine Meisterleistung von Ubisoft - um es ganz diplomatisch auszudrücken.

    Grafik
    Die Straßen von Versaille Die Straßen von Versaille Quelle: Ubisoft Kommen wir nun aber zum eigentlichen Protagonisten von Unity: Paris. Dieses sieht einfach fantastisch aus! Architektonisch wurden Gebäude wie die Notre Dame, das Panteon oder der Louvre bis hin zum kleinsten Ornament nachgebaut. Die Beleuchtung - gerade zur Dämmerung oder im Morgengrauen - ist atemberaubend. Wenn man bei Sonnenaufgang von der Spitze der Notre Dame seinen Blick über das im Nebeldunst liegende Paris schweifen lässt, bleibt einem fast die Spucke weg. Auch kleine Details, wie die Texturierung der Pflastersteine oder der umherliegende Müll und Unrat ergeben letztendlich ein glaubhaftes Bild einer belebten, dreckigen Stadt. Ganz zu schweigen von den tausenden von NPCs. Gerade an großen Plätzen wie den Palais de Justice übersteigt deren Anzahl gut und gerne die 5000-Marke. Beeindruckend! Außerdem können nun sehr viele Gebäude betreten werden - von der einfachen Bauernhütte bis hin zum prunkvoll eingerichteten Palast. Auch die Inneräume sind liebevoll mit Details bestückt und eingerichtet. Grafisch kann man dem Titel also nichts vorwerfen.

    "Gib mir eine Aufgabe!"
    Assassins Creed: Unity - Wirklich ein Totalausfall? - Leser-Test voh RoninXM Quelle: Ubisoft Auch im neusten Ableger, gibt es neben der Hauptstory wieder Tonnen an Nebenaufgaben. Neben den obligatorischen Sammelaufgaben (Truhen, usw) kann man auch wieder seine eigene Residenz ("Das Cafe Theater") ausbauen und so zusätzlich Geld verdienen. Im Keller eben jenes Gebäudes gibt es auch wieder eine einzigartige Montur, zu der man durch die Lösung von in der Spielwelt verteilten Nostradamusrätseln Zugang erhält. Außerdem kann man wieder für dutzende NPCs Aufträge erledigen, Helixrisse bewältigen (in denen man Paris in anderen Epochen besucht) und mit Freunden spaßige Koop-Missionen bestreiten und somit einzigartige Waffen und Ausrüstung erhalten. Besonders Angetan haben es mir die Mordfälle. Hierbei muss man Tatorte untersuchen, Beweise sammeln, Zeugen befragen und anschließend den richtigen Verdächtigen beschuldigen. Ist zwar nicht mit einem "LA Noire" oder "Sherlock Holmes: Crimes & Punishment" vergeichbar, aber sehr spaßig und eine willkommene Abwechslung. Zu tun gibt es also genug!

    Gameplayänderungen
    Hier haben sich die größten Veränderungen bemerkbar gemacht. Kämpfe waren in den Vorgängern zu leicht. DIe Gegner griffen schön artig der Reihe nach an und konnten ganz unkompliziert per Instant-Kill-Konter getötet werden. Dies geht nun nicht mehr. Angriffe müssen im richtigen Moment pariert werden. Dann kann man selber zum Schlag ansetzen. Grobiane kann man garnicht abwehren. Saust da die Axt heran hilft nur eine Ausweichrolle. Einige Gegner müssen sogar mit einem Schulterstoß aus dem Gleichgewicht gebracht werden, da sie ansonsten jeden Angriff parieren und kontern. Noch dazu greifen die Gegner nun zum Teil gleichzeitig an. Gegner in der "2. Reihe" beharken einen dann zudem mit Gewehren und Pistolen. Gerade am Anfang des Spiels stirbt man (ähnlich wie in Mordors Schatten) einige Tode, bis man das System verinnerlicht hat. Schon zwei Gegner könne zu einer echten Herausforderung werden.
    Gerade in den großen Innenabschnitten ist es jetzt also von elementarer Bedeutung, vom Deckungssystem Gebrauch zu machen und bedächtig vor zugehen. Einen ausgelösten Alarm überlebt man meist nicht. Gerade in den Attentatsmissionen ist es deshalb wichtig, durch kleine Nebenaufgaben (z.B. Gefangene befreien) für Ablenkung zu sorgen.
    Das Klettersystem wurde auch leicht bearbeitet. Diagonales Klettern wurde erleichtert. Das besteigen von Objekten funktioniert aus der Kombination von R2 (Rennen) + X (hochklettern). Zusätzlich kann mann nun durch gedrückt halten von R2+O schnell von Häusern herunter klettern, ohne wie bisher üblich "ins Blaue" springen zu müssen. Mit dieser Kombination lassen sich auch kleine Objekte schnell überspringen (bzw. -rutschen), ohne an Tempo zu verlieren. Nicht destso trotz bleibt man immer noch zu oft an Objekten oder Kanten hängen und auch das um Ecken klettern, sowie das in Räume hinein klettern (L2) funktioniert eher dürftig. Da ist noch in Hinblick auf "Victory" jede Menge Feintuning nötig.

    Hier gibt's was auf die Ohren!
    Wie von Assassins Creed gewohnt, ist das Sounddesign tadellos. Raschelnde Blätter, plappernde NPCs, Glockengeläut, zwitschernde Vögel - da gibt es nichts auszusetzen. Der orchestrale Soundtrack trägt gerade in Sequenzen erheblich zur Stimmung bei. Bei der Synchronisation hat man sich nicht lumpen lassen und einige sehr hochkarätige Sprecher für die deutsche Version verpflichtet. Arno wird von Timmo Niesner gesprochen (Elijah Wood). Und die kernige Stimme von Bernd Rumpf (Germaine) kennen viele als deutsche Stimme von Liam Neeson. Die Synchronisation bewegt sich also auf sehr hohem Niveau.

    Pfui, Ubisoft!
    Was gar nicht geht, sind Mikrotransaktionen. Und da schlägt Ubisoft wieder richtig zu. Gute Ausrüstungsgegenstände sind in der Ingamewährung ziemlich teuer. Allerdings erhält man im Game auch ab und zu Spezialpunkte zum "Hacken" der Objekte. DIese reichen aber auch nur gerade so für mittelprächtige Sachen. "Glücklicherweise" können Ungeduldige sich gegen Echtgeld eben diese Punkte kaufen und sich somit das Spiel ziemlich vereinfachen. Zusätzlich kann man auch noch begrenzte Fähigkeitsboost erkaufen.
    Ähnliches betrifft auch die Companion-App. Diese ist zwingend notwendig, um blaue Kisten im Spiel zu öffnen. Diese ist zwar kostenlos und enthält Glyphenrätsel sowie ein ein Minispiel, in dem man seine Bruderschaft auf Missionen schickt. Allerdings werden hier Ungedultige auch wieder zur Kasse gebeten, indem man zusätzliche Assassinenslots usw. verkauft.
    Zu allem Überfluss muss man zum Öffenen der gelben Kisten in Unity die Anwendung "Initates" nutzen. Diese errechnet den Level unter anderem durch den eigenen Besitz möglichst vieler AC-Games. Man wird also auch unterschwellig zum Kauf der anderen Games verführt. Alles sehr bedenklich!

    Assassins Creed: Unity - Wirklich ein Totalausfall? - Leser-Test voh RoninXM Quelle: Ubisoft

    Fazit
    Schlussendlich muss man sagen: Unity bleibt leider hinter den Erwartungen zurück. Es ist aber auf jeden Fall ein sehr gutes Spiel. Mit den Gameplayveränderungen hat man Unity anspruchsvoller und weniger casualig gemacht. Man fühlt sich jetzt eher wie ein lautlos meuchelnder Assassine, als es in den letzten beiden ACs der Fall war (mal abgesehen davon, dass Connor und Edward nie "wirkliche " Assassinen waren). Paris ist eine der größten, schönsten und belebtesten Städte, die es jemals in Spielen zu bewundern gab. Die unzähligen Nebenmissionen und -aufgaben motivieren neben der Hauptstory für dutzende Stunden. Der Koop-Modus ist ebenfalls interessant und auf jeden Fall einen Blick wert. Man merkt an allen Ecken, das Ubisoft versucht hat, mit viel Liebe zum Details sinnvolle Änderungen zu implementieren. Leider haben sie sich technisch dabei ziemlich übernommen. SO schlecht darf ein Spiel zum Release einfach nicht performen. Außerdem sind Dinge wie Mikrotransaktionen in einem Vollpreisspiel und Zwangsapps einfach ein absolutes No-Go!
    Trotzdem sei Unity jedem AC-Fan in der jetzigen 4.0-Form ans Herz gelegt. Es ist gameplaytechnisch die erste echte Weiterentwicklung seit AC2 und es macht jede Menge Spaß. Gerade als virtuelle Geschichtsstunde und historischer Städtetrip ist AC immer eine (virtuelle) Reise wert.

    Assassin\'s Creed: Unity

    Spielspaß
    Gesamtwertung
    Wertung von: RoninXM
    82 %
    Multiplayer
    76%
    Grafik
    9/10
    Steuerung
    7/10
    Sound
    10/10
    Atmosphäre
    10/10
    Gamesaktuell
    Spielspaß-Wertung
    -
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
  • Assassin's Creed: Unity
    Assassin's Creed: Unity
    Publisher
    Ubisoft
    Developer
    Ubisoft
    Release
    13.11.2014
    Es gibt 8 Kommentare zum Artikel
    Von --Rudi--
    Ja Acu hat schon einige Negative Punkte. Vor allem aber auch bockschwere vorgaben die 100% zu erreichen. Da kann man…
    Von Master451
    Ein guter Test, der endlich mal nicht nur die Probleme des Spiels hervorhebt. Ich habe Unity für den PC 2 Wochen nach…
    Von undertaker-wb
    möchte mich nun auch an der Diskussion beteiligen, nachdem ich bei Sequenz 12 angekommen bin :)1.) Arno ist kein…
    • Es gibt 8 Kommentare zum Artikel

      • Von --Rudi--
        Ja Acu hat schon einige Negative Punkte. Vor allem aber auch bockschwere vorgaben die 100% zu erreichen. Da kann man es so oft probieren, muehsam!!

        Teil2 und Revelations find ich immer noch Top
      • Von Master451
        Ein guter Test, der endlich mal nicht nur die Probleme des Spiels hervorhebt. Ich habe Unity für den PC 2 Wochen nach dem Release gekauft (Amazon-Blitzangebot), da war Patch 1.3 noch nicht draußen. Dennoch muss ich sagen, dass ich scheinbar als einer der wenigen keine großen Probleme mit dem Spiel hatte,…
      • Von undertaker-wb
        möchte mich nun auch an der Diskussion beteiligen, nachdem ich bei Sequenz 12 angekommen bin :)

        1.) Arno ist kein richtiger Assassine und will nur Rache: stimmt, denn bis auf Altaiir wollten ja alle nur in irgendeiner Form Rache nehmen; aber die Idee mit dem Rat der Assassinen ist durchaus Ausbaubar, hat…
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Assassin's Creed: Unity
Assassins Creed: Unity - Wirklich ein Totalausfall? - Leser-Test voh RoninXM
Was hat man die letzten zwei Monate nicht alles gehört. Von eine technischen Totalausfall war die Rede. Bugs, Framedrops und Spielfehler waren an der Tagesordnung. Sagen wir es so: bei der Qualitätssicherung hat Ubisoft ganz eindeutig geschlampt. Aber ist es fair, ein Spiel nur an dessen technischen Mängeln zu messen? Oder befindet sich darunter doch noch ein ganz gutes Spiel?
http://www.gamesaktuell.de/Assassins-Creed-Unity-Spiel-54198/Lesertests/Assassins-Creed-Unity-Wirklich-ein-Totalausfall-Leser-Test-voh-RoninXM-1147647/
14.01.2015
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2015/01/ac0_b2teaser_169.jpg
assassins creed unity
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