Unser Chefreporter Christoph Holowaty traf Jade Raymond, Producerin von Assassin´s Creed.
Quelle: http://www.manolith.com
Jade Raymond
Für viele Spieler ist schon seit letzte Woche Weihnachten: Dabei erleben die glücklichen Besitzer von Assassin´s Creed nicht etwa die Geschichte der Heiligen Drei Könige, aber zumindest bleibt der Ort des Geschehens gleich. Als mittelalterlicher Attentäter zieht man durch das Heilige Land und erdolcht diverse Bösewichter nach einem ausgeklügelten Plan. Chefreporter Christoph Holowaty traf Jade Raymond, Producerin von Assassin´s Creed zum ausführlichen Interview.
Cynamite.de: Mit Assassin's Creed hast Du als Produzentin das aufwändigste Spiel betreut, das Ubisoft jemals hergestellt hat. Bei all den neuen Features - gibt es so etwas wie einen "magischen Moment" für Dich, an den sich jeder Spieler zurück erinnern wird?
Jade Raymond: Eine Sache ist wirklich jedes Mal atemberaubend, nämlich genau dann, wenn man in das Königreich hinausreitet und man eine der großen Städte das erste Mal von einer Anhöhe aus sieht. Unser Art Director ist extrem gut im Bereich Bildkomposition und er denkt immer darüber nach, wie ein Spieler in einer Szene erscheint. Er hat wirklich einen großartigen Auftritt hinbekommen, wie der Spieler ankommt und sich unter ihm die Stadt ausbreitet. Es ist einfach umwerfend, wenn man darüber nachdenkt 'Oh Mein Gott, ich kann da wirklich überall hingehen?'
Das ist genau das Gefühl, das man als Tourist hat, wenn man das erste Mal eine großartige Sehenswürdigkeit besucht. Abgesehen von der visuellen Seite gibt es vom Gameplay-Standpunkt aus es eine besondere Mission im Hafen. Altairs einziges großes Handicap ist es, nicht schwimmen zu können. Er muss im Hafen jemanden zu einem Boot auf dem Wasser verfolgen, und dabei seine ganze Athletik einsetzen, um von kleinen Holzpfosten im Wasser zum Boot zu gelangen. Normalerweise hat man im Spiel ja relativ viel Freiheit, was das Klettern betrifft, aber in diesem Moment muss er seine Sprünge wirklich genau timen, da jeder Tritt daneben zum Tod führt. Wenn man dann am Boot ist, gibt es noch ein besonderes Finale, aber ich will diesen Moment nicht ruinieren, indem ich ihn vorweg nehme. Aber genau diese Begegnung am Hafen ist wirklich meine Lieblingsstelle im ganzen Spiel.
