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  • Area 51

    Dreamland, Illuminaten, glubschäugige Außerirdische -- Area 51 ist wie das »who is who« der Verschwörungstheorien. Und nebenbei ein anspruchsloser aber spaßiger Ego-Shooter.

    Genau wie Project Snowblind (Test in PC PowerPlay 04/2005) ist Area 51 ein Ego-Shooter, dem man seine Konsolenherkunft an der Nasenspitze ansieht. Die Texturen sind so grau wie die außerirdischen Grays, Polygone ebenso Mangelware wie Rätsel und der Spielablauf ein einziges Kawumms. Als Ethan Cole ballern Sie sich zunächst mit einem Sondereinsatzkommando und später alleine durch die unterirdischen Laborkomplexe der Area 51. Ihr Ziel: den Ausbruch eines Virus aufhalten, der aus den Geheimniskrämern der US-Regierung blutrünstige Mutanten macht. Und weil Area 51 keinerlei Wünsche von Verschwörungstheoretikern offen lässt, halten Sie Ihre Kanonen im großen Finale auch den Grays an den überdimensionalen Schädel.

    Großes Kino

    Sie mögen Popcornkino? Herzlich Willkommen in der Zielgruppe von Area 51! Die Entwickler von Midway haben sich bei der Präsentation mächtig ins Zeug gelegt. Imposante Renderfilmchen starten und beenden das Actionfeuerwerk, unterbrochen wird die Ballerorgie immer wieder von in Spielgrafik gehaltenen Zwischensequenzen -- spannend inszeniert mit schnellen Schnitten und vielen Kameraschwenks. Gäbe es da nicht die unsäglichen Ladebildschirme zwischen den 18 Levels, in denen der Held pseudo-philosophische Phrasen wie »Ich denke und kann es nicht glauben« aus den Lautsprechern blubbert, hätte sich Area 51 das Prädikat »cool« redlich verdient.

    Der Stammtisch-Philosoph in unserem Helden ist aber sofort vergessen, wenn wir die Waffen sprechen lassen. Und die haben im Verlauf der Virenbekämpfung eine ganze Menge zu erzählen. Sechs Schießprügel von Pistole und Schrotflinte über Scharfschützengewehr und automatischer Bleispritze bis hin zu zwei energiegetriebenen Alienwaffen stehen uns zur Seite. Die Knarren strecken in den Schusswechseln nicht nur Mutanten, Aliens und Hightech-Kämpfer der Illuminaten nieder, sondern demolieren auch einen Teil der Level-Innenarchitektur. Eine glaubwürdige, interaktive Umgebung wie Half-Life 2 fährt Area 51 nicht auf -- es zerspringt aber genügend Glas, explodieren ausreichend Gasflaschen, um den auf Action getrimmten Spielablauf stimmig zu unterstützen.

    Allein gelassen

    Am meisten Spaß macht Area 51 im ersten Drittel. Hier ist Ethan noch nicht auf sich allein gestellt und hetzt mit Verstärkung durch die Korridore. Seine Kameraden brüllen Kommandos, rufen verzweifelt nach Unterstützung und leeren ihre Magazine im Sekundentakt. Zusammen mit einer Hand voll Soldaten geht's dann auf linearen Pfaden von einem größeren Raum zum nächsten. Bevor Sicherheitstüren den weiteren Weg frei machen, müssen Ethan und seine Mitstreiter dann erstmal mehrere Wellen an Gegnern niederstrecken -- hin und wieder löst der Held gar simple Schalterrätsel oder stöbert Schlüsselkarten auf und löst damit neue Feindfluten aus.

    Ungefähr zur Halbzeit raffen Virus und Mutanten dann aber nach und nach Ihre Kameraden dahin, und Sie sind solo unterwegs. Allerdings verschwinden nicht nur die Mitstreiter -- auch die ohnehin schon rar gesäten Denkaufgaben machen Platz für noch mehr Feuergefechte gegen die ebenso starken wie unfairen Gegner.

    Unfaire Alleskönner

    Die künstliche Intelligenz der computergesteuerten Elitesoldaten und Monstrositäten hat einen faden Beigeschmack. Die Burschen turnen herum wie Leistungssportler, weichen Kugeln aus, gehen in Deckung und lugen zaghaft hinter selbiger hervor, wenn Sie zuviel Gegenwehr leisten. Das ist, besonders für einen Simpel-Shooter, sehr löblich und macht Laune. Die wird aber allzu oft zu Frust, weil die Feinde praktisch mit jedem Schuss treffen und eigentlich immer wissen, wo Sie sich befinden. Sam-Fisher-kompatibles Anschleichen? In Area 51 unmöglich. Besonders ärgerlich wird's, wenn die Schützenkönige Sie ins digitale Jenseits befördern. Gespeichert wird nur an festgelegten Speicherpunkten. Und von denen hätten die Entwickler gerne ein paar mehr einbauen können.

    Dr. Cole und Mr. Gray

    Wenn wir schon bei Dingen sind, die die Entwickler hätten besser machen können: Im Spielverlauf passiert das Unvermeidliche -- ein Monster bekommt Ethan zwischen die Finger. Oder besser: zwischen die Zähne. Ein kraftvoller Biss, und schwups wird aus dem Soldaten ein Hybrid aus Mensch und Mutant. Auf Knopfdruck schaltet man zwischen beiden Formen um. Als Monster-Ethan sieht man das Geschehen aus einer Infrarotsicht, prügelt Gegner mit ein paar beherzten Schlägen aus den Stiefeln und verschießt hochgiftige Dunstwolken.

    Die einzige Daseinsberechtigung dieser Verwandlung: getarnte Feinde sind besser auszumachen. Die lassen sich aber auch in Menschenform problemlos aufs Korn nehmen, und da die Infrarotsicht durch den Einsatz von allerlei Grafikeffekten inszeniert wird, taugt das Mutantendasein weniger zum Spielen, wohl aber als Simulator für Volltrunkenheit.

    Wir jedenfalls haben recht schnell auf das Umschalten verzichtet und Area 51 mit Waffengewalt durchgespielt. In knapp neun Stunden -- die kurze Spielzeit passt allerdings zum actionorientierten Spielablauf und ist uns nicht negativ aufgefallen.

    Verschwörung im Internet

    Ist die Einzelspielerkampagne durchgespielt, kann man sich im Mehrspielermodus austoben. Auf den Karten, die je nach Spieleranzahl vergrößert beziehungsweise verkleinert werden, finden bis zu 15 Alienjäger Platz. Geballert wird in den Modi Deathmatch, Capture the Flag und Domination. Als Dreingabe gibt's den Modus Infektion: Ein Spieler ist infiziert und wird vom Rest gejagt; wer den Seuchepatienten erlegt, wird zum Gejagten.

    Die Anmeldung zum Online-Modus ist übrigens nicht ganz so leicht wie vermutet: Zur Registrierung müssen Sie eine Email-Adresse angeben, und das »@« darin wird in Area 51 umständlich mit Strg, Alt Gr und Q getippt. Allen Verschwörungstheorien zum Trotz, hat Midway für dieses Problem bereits einen Patch angekündigt.

    David Bergmann

  • Area 51 (dt.)
    Area 51 (dt.)
    Publisher
    Midway Games
    Developer
    Midway Games
    Release
    01.07.2005

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Area 51 (dt.)
Area 51
Dreamland, Illuminaten, glubschäugige Außerirdische -- Area 51 ist wie das »who is who« der Verschwörungstheorien. Und nebenbei ein anspruchsloser aber spaßiger Ego-Shooter.
http://www.gamesaktuell.de/Area-51-dt-Spiel-18136/Tests/Area-51-715582/
01.08.2005
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2006/07/t_area51_999_08eps.jpg
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