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  • Archlord

    Kuschelbären bleiben draußen, Archlord ist nichts für Weicheier! Nur echte Durchbeißer schaffen es hier nach ganz oben -- und werden dafür fürstlich belohnt.

    Wir müssen Englisch sprechen, wir spielen keine zu 100 Prozent fertig gestellte Fassung -- und der Server ist trotzdem schon rappelvoll. Unser Test des Online-Rollenspiels Archlord basiert auf der Beta-Version, die von Codemasters zum Test freigegeben ist. So können wir Ihnen pünktlich zur Veröffentlichung ausführlich Bericht erstatten. Ein Nachtest der deutschen Verkaufsversion folgt in einer der kommenden zwei Ausgaben.

    Trotz des gut besuchten Servers ist uns während des Tests kein Archlord über den Weg gelaufen. Um diesen Titel kämpfen die Spieler einmal im Monat. Neben einer schicken Rüstung, einem Schloss und einem Hausdrachen hat der Titel noch andere Vorteile. Der Archlord kann über das Wetter in der gesamten Spielwelt bestimmen, Steuern festsetzen, Preise bei den Händlern diktieren. Zum ersten Mal können wir in einem Online-Rollenspiel zum alleinigen Herrscher aufsteigen -- wenn auch nur für begrenzte Zeit.

    Strikte Vorgaben

    Doch vor der Krönung steht der steinige Levelweg, den wir mit Nah- oder Fernkämpfer oder einem Magier bestreiten -- das Klassenangebot in Archlord ist überschaubar. Etwas Variation kommt durch die drei Rassen Menschen, Orks und Mondelfen ins Spiel: Die Elementarmagier der Elfen beispielsweise rufen Begleiter zu Hilfe -- die menschlichen Magier verlassen sich allein auf die Wucht ihrer Zaubersprüche. Das Fehlen klassischer Heiler gehört zur Philosophie von Archlord. Kein Spieler soll sich als Unterstützer in der zweiten Reihe langweilen, jeder darf kräftig austeilen. Im erbarmungslosen PvP-System (Player versus Player, Spieler gegen Spieler), dazu gleich mehr, würden hauptberufliche Sanitäter auch keinen Stich machen. Heiltränke kompensieren das Fehlen der Wundheiler. Die gibt?s von Gegnern oder bei Händlern.

    Völlig von der Rolle

    Für Abzüge in der B-Note sorgt die Charaktererstellung, die uns weit weniger Freiheiten lässt als in anderen Online-Rollenspielen. So ist jeder Klasse ein Geschlecht zugeordnet -- Ork-Barbaren sind immer männlich, grünhäutige Jäger dagegen weiblich. Bei den Mondelfen ziehen gleich nur die Damen in den Krieg, die Kerle flicken im Kämmerchen abgetragene Rüstungen. Echte Rollenspieler werden damit ihre Probleme haben, die sind im temporeichen Archlord aber ohnehin an der falschen Adresse. Ebenfalls schade: Trainer für die Rassen gibt?s nur in deren Heimatländern. Bis zum Maximallevel wird Multi-Kulti-Gilden das Leben damit unnötig schwer gemacht, denn Reisen in Archlord ist teuer, deshalb bleiben die Rassen lange Zeit unter sich.

    Zahn um Zahn

    Archlord wurde primär für den fernöstlichen Markt entwickelt, wundern Sie sich also nicht über Damen in knappen Schulmädchenuniformen oder dezent metrosexuelle Krieger in Plattenrüstung -- die Asiaten stehen auf so was. Trotz Kuschelsex-Optik geht?s zünftig zur Sache. Ab Level 6 (in der finalen Version vermutlich erst ab Level 15) sind Sie zum Abschuss freigegeben. Archlord setzt auf Outdoor-PvP: Sie können jeden beliebigen Spieler jederzeit angreifen. Lediglich in den Städten herrscht Prügelsperre. Es sei denn, zwei Gilden sind im Krieg -- dann fliegen auch auf dem Marktplatz die Fetzen.

    Das PvP-System sorgt nicht nur für Nervenkitzel und spannende Fehden, es ruft auch Spaßbremsen auf den Plan, die schon in den Startgebieten Jagd auf weit schwächere Charaktere machen. Dem schieben die so genannten Schurkenpunkte einen Riegel vor. Wer sich zu oft an den »Kleinen« vergeht, macht sich selbst das Leben schwer. Die Strafe richtet sich nach der Anzahl der Vergehen und reicht vom Handelsverbot mit anderen Spielern bis zum Verlust von Erfahrungspunkten oder einer Benimm-Lektion durch NPC-Wachen.

    Heldentaten

    Das PvP in Archlord existiert derzeit nur um des PvP Willen; für die Kämpfe mit anderen Spielern gibt es weder Belohnungen noch Erfahrungspunkte. Unseren Weg von Level 1 zu Level 100 müssen wir also anders absolvieren. Mit Quests zum Beispiel, denn von denen gibt es in der Spielwelt eine ganze Menge. Jede mit einer kleinen Geschichte verknüpft und mit genretypischen Aufgaben versehen: Wir sollen zehn Würmer erschlagen, verlorene Halsketten in der Wildnis finden oder einem besonders fiesen Ork die Rübe abschlagen. Die meisten Aufträge sind leicht zu bewältigen und eignen sich auch für Gelegenheitsspieler. Für andere Aufgaben müssen wir uns Verstärkung suchen.

    Der Nächste bitte

    Trotz der vielen Quests kann Archlord seine koreanische Herkunft nicht verbergen. Genau wie RF Online schlägt es in die Kerbe der »Grinding-Games«. Grinden ist Fachchinesisch und meint so viel wie das Wiederholen der immer gleichen Tätigkeit -- Beispiel: Sie stellen sich eine Stunde lang in die Wildnis und verkloppen immer wieder den gleichen Gegnertyp. Und genau das werden Sie in Archlord regelmäßig tun müssen. Sei es, um den nächsten Level zu erreichen, oder einfach nur die Portokasse aufzubessern. Da Ihr Charakter automatisch Heil- und Manatränke einwirft, geht das ohne Leerlauf vonstatten.

    Nervig wird allerdings das Aufklauben der Beute. Sie müssen jeden Gegenstand einzeln mit der Maus anklicken, oder drücken zig Mal die Leertaste. Das Problem: Sie könnten ohne böse Absicht die Beute anderer Spieler in Ihrem Inventar verstauen, und das gibt böses Blut. Für die finale Version soll dieses System überarbeitet werden. Wir hoffen, die Entwickler halten ihr Wort.

    David Bergmann

  • Archlord
    Archlord
    Publisher
    Codemasters
    Developer
    NHN Games
    Release
    06.10.2006

    Aktuelle Rollenspiel-Spiele Releases

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    Cover Packshot von Candle Release: Candle Daedalic Entertainment
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Archlord
Archlord
Kuschelbären bleiben draußen, Archlord ist nichts für Weicheier! Nur echte Durchbeißer schaffen es hier nach ganz oben -- und werden dafür fürstlich belohnt.
http://www.gamesaktuell.de/Archlord-Spiel-18119/Tests/Archlord-720890/
01.10.2006
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2006/10/t_archlord_01_10_061026194741.jpg
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