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  • iOS7 im Test: Features, Funktionen, Neuerungen und Performance-Vergleich

    Mit iOS7 verpasst Apple dem mobilen Betriebssystem für iPhone, iPad und iPod Touch eine Frischzellenkur. Bunte Farben, überarbeitete Apps, Schnellzugriffe auf Funktionen und Einstellungen sowie Siri- und Foto-Updates hat sich der Entwickler Cupertino mit iOS7 auf die Fahne geschrieben. Wir werfen einen Blick auf das generalüberholte Betriebssystem und testen iOS7 auf Herz und Nieren.

    Der erwartete - und auch eingetretene - Ansturm auf die Apple-Server mit der Veröffentlichung von iOS7 flacht langsam ab. Mittlerweile sollte das jüngste Betriebssystem-Update auf zahlreichen iPhones, iPads und iPods der Apple-Jünger eingetroffen und aufgespielt sein. Der Entwickler aus Cupertino hat, laut eigenen Angaben, das bislang umfangreichste iOS veröffentlicht, das nicht nur einen vollkommen neuen Look, sondern auch zahlreiche frische Funktionen verspricht.

    Wer bislang iOS6 genutzt hat, wird beim ersten Starten von iOS7 große Augen machen. Den bislang gewohnten App-Symbolen sind neue gewichen, die man erstmal kennen lernen muss. Jonathan Ive, Senior Vice President of Design bei Apple, ist bekanntlich kein Fan des Skeuomorphismus, also der realitätsnahen Darstellung von Interface-Elementen - anders als Steve Jobs es seinerzeit war. Ive setzt auf abstrakte Designs - und das merkt man iOS7 sehr stark an. Im iOS7-Test werfen wir einen Blick auf die Neuerungen, das Design, die Funktionen und die Performance.

    Design-Revamp

    iOS7 im Test: Der Homescreen erstrahlt im neuen Glanz.iOS7 im Test: Der Homescreen erstrahlt im neuen Glanz.Quelle: ComputecMit iOS7 verabschiedet sich Apple vom Skeuomorphismus, der realitätsnahen Darstellung von Apps: Die Notiz-App sieht nicht mehr aus wie ein Spiralblock, der Zeitungskiosk nicht mehr wie ein Zeitschriftenständer und das Adressbuch trennt sich ebenfalls vom "Real-Look". An diese Stelle treten aufgeräumte, steril wirkende Design-Elemente, weiße Hintergründe und virtuelle Trenner. Mag das Ergebnis durchaus eine Geschmacksfrage sein, kann man die deutlich an Übersicht gewonnene Struktur definitiv nicht abstreiten. Sämtliche Apple-Apps glänzen im einheitlichen Look und sind alle ähnlich aufgebaut. Vor allem neue Nutzer dürften davon profitieren, denn der Einstieg in die iWelt ist dadurch erheblich einfacher.

    Passend dazu spendiert Apple auch den App-Symbolen eine Frischzellenkur. An die bislang gewohnte Darstellungsform treten knackig bunte Quadrat-Symbole, die allerdings nicht immer gleich auf deren Funktionalität schließen lassen. So zeigt die Foto-App beispielsweise keinen Schnappschuss einer Blume mehr, sondern lockt den Nutzer mit einem kunterbunten Stern aus ovalen Symbolen zum Fingertipp. Hier muss sich der User erst an die neue Optik gewöhnen und wildes Suchen auf dem Homescreen werden, vor allem zu Beginn, erstmal keine Seltenheit bleiben.

    Hier zeigen sich bereits erste Schwächen. So ähneln sich die Symbole für Musik und iTunes zu stark, lediglich eine Umrandung und eine andere Farbe hinter der Musiknote wurden als Unterscheidungsmerkmal gewählt. Im Test haben wir das eine oder andere Mal den Musik-Player geöffnet, obwohl wir eigentlich im Store stöbern wollen - und umgekehrt. Nach ein paar Stunden Nutzung mit iOS7 sollte sich aber auch der letzte User daran gewöhnt haben. Besonders gelungen finden wir die Wetter-App, die nun schicke Effekte, wie beispielsweise Schneefall oder Hagel, über der Temperaturanzeige darstellt. Ob Apple hier zum Konkurrenz-Betriebssystem Android geschielt hat?

    Neu sind auch interaktive App-Symbole, auch wenn diese eher sparsam zum Einsatz kommen. So ist die Uhr-App ab sofort animiert und zeigt stets die aktuelle Uhrzeit an - inklusive Sekundenzeiger. Schwächen im Design offenbaren sich vor allem im Detail, die unter Steve Jobs' Regie so sicher nicht veröffentlicht worden wären. Auf Seite 2 im Homescreen kommen die Badges (kleine Notifications am Rand der App, um neue Meldungen anzuzeigen) der Infoleiste am oberen Rand gefährlich nahe und überlagern die Anzeige im Extremfall sogar. Das wirkt inkonsequent und gestopft - ein paar mehr Pixel Abstand hätten hier sicher nicht geschadet. Auch hat Apple in Sachen Schriftabstand, Schriftgröße und Fonts geschlampt, denn immer wieder fallen unterschiedliche Darstellungsformen, Absätze und gefettete Schriften neben kursiven auf - das sollte man aber wirklich nur bei genauem Betrachten feststellen. Eine Zusammenfassung der iOS7-Designschwächen gibt es auf Tumblr.

    Neue Funktionen

    Kontrollzentrum, AirDrop, Multitasking - Apple sorgt mit iOS7 für viele neue Funktionen, die den alltäglichen Umgang mit dem mobilen Betriebssystem deutlich vereinfachen. Besonders gut gelungen ist Apple das Kontrollzentrum, das mit einem Fingerwisch vom unteren Bildschirmrand geöffnet werden kann. So hat man umgehend Zugriff auf Features, die man in iOS6 noch umständlich in den Einstellungen suchen musste. Durchaus sinnvoll erwies sich die Taschenlampe, eine Funktion, die zahlreiche Apps aus dem Store nun überflüssig machen sollte. Ein Klick genügt und das Flashlight wird aktiviert. Im neuen Kontrollzentrum hat man außerdem Direktzugriff auf Musik, Bluetooth, Taschenrechner, Wecker und Helligkeit - und das spart in der Praxis tatsächlich Zeit.

    iOS7 im Test: Coverflow war gestern.iOS7 im Test: Coverflow war gestern.Quelle: Computec

    AirDrop

    Eine weitere Neuerung ist Apples AirDrop, das erstmals in iOS7 integriert wurde. Vorbei sind die Zeiten, in denen sich Besitzer von Apple keine Daten schicken konnten, ohne dabei auf Zusatzprogramme wie beispielsweise "Bump" zurückgreifen zu müssen. Leider knausert Apple an dieser Stelle, denn die Funktion steht nur (aktuellen) iPads, neueren iPods und iPhones ab der fünften Generation zur Verfügung. Ganz obsolet werden Apps wie Bump also immer noch nicht. Gleiches Spiel bei den schicken Kamerafiltern, die Instagram-Nutzer bereits kennen sollten. Diese funktionieren ebenfalls nur mit der jüngsten Generation (iPhone 5, iPhone 5C und iPhone 5S). Auf den iPads muss man ganz darauf verzichten.

    Kompatibilität

    Wie bereits beschrieben, funktionieren nicht alle Features auch auf allen Geräten. Apple grenzt einzelne Dienste je nach Alter aus. Um den Überblick nicht zu verlieren, haben wir sämtliche Funktionen und (neue) Features auf den einzelnen Geräten miteinander verglichen und auf deren Funktionalität überprüft.

    Funktion / ModelliPhone 5SiPhone 5CiPhone 5iPhone 4SiPhone 4iPad 4iPad 3iPad 2iPad miniiPod touch (5. Generation)
    AirDropJaJaJaNeinNeinJaNeinNeinJaJa
    FotofilterJaJaJaJaJaJaJaNeinJaJa
    KamerafilterJaJaJaNeinNeinNeinNeinNeinNeinJa
    PanoramaJaJaJaJaNeinNeinNeinNeinNeinJa
    Quadratisches FotoformatJaJaJaJaJaJaJaNeinJaJa
    Siri JaJaJaJaJaJaJaNeinJaJa
    Streichen zum AufnehmenJaJaJaJaJaJaJaNeinJaJa
    VideoformatJaJaJaJaJaJaJaNeinJaJa

    Überarbeitete Apps

    Die Mittelungszentrale hat Apple komplett über den Haufen geworfen und eine ganz neue Version für iOS7 gebastelt. Es lassen sich insgesamt drei Tabs aufrufen, nachdem man das Menü mit einem Fingerwisch vom oberen Bildschirmrand gestartet hat. Die Tabs "Heute", "Alle" und "Verpasst" filtern jüngste und geplante Ereignisse in iOS7 sehr übersichtlich und der User kann selbst entscheiden, was er anzeigen, verbergen oder beschränken möchte. In Sachen Multitasking bewegt sich Apple nun in die richtige Richtung: Apps werden im Hintergrund aktiv gehalten, können sich selbstständig updaten und aktualisieren und die neue Live-Vorschau bietet eine gute Übersicht und außerdem die Möglichkeit, unliebsame Apps aus dem RAM zu verbannen.

    Safari

    iOS7 im Test: Neuer Look auch bei aktiven Anrufen.iOS7 im Test: Neuer Look auch bei aktiven Anrufen.Quelle: Computec"Größer, besser und schöner surfen. Mit Safari in iOS 7, schreibt Apple auf der hauseigenen Website - und verspricht nicht zu viel. Endlich fühlt sich der Hosentaschen-Browser wie ein großer auf dem Desktop an: 3D-Ansicht für offene Tabs, mehr Platz für die Darstellung, Shared-Links und Navigationssymbole, die sich selbstständig ein- und wieder ausblenden - Apple hat Safari mit iOS7 deutlich wertiger gestaltet. Er ist zudem lernfähiger als noch in den Vorgängerversionen. Wird beispielsweise eine URL eingetippt, versucht Safari zu erraten, auf welche Website der User es wohl abgesehen haben mag. Diese Autovervollständigung wird mit der Zeit immer besser - das System lernt den "Geschmack" des Nutzers kennen und speichert diesen ab. An manchen Stellen ist es ziemlich beeindruckend, wie schnell eine (gewünschte) Homepage geladen wurde, obwohl man noch gar nicht mit dem Tippen fertig war. Das mag Anfangs noch fehleranfällig sein, sollte sich mit der Zeit aber als Vorteil herausstellen.

    Siri 3.0

    Die Sprachsoftware Siri hat sich in iOS7 ebenfalls weiterentwickelt und kommt mit zwei neuen Sprachpaketen angerollt. Ob man fortan auf ein neues (weibliches) oder männliches Pendent zurückgreifen möchte, kann der Nutzer ab sofort selbst entscheiden. Eins vorneweg: Obwohl Apple verspricht, dass Siri "klarer und natürlicher" klingt und "noch leichter zu verstehen ist", hat uns der neue Sound in iOS7 überhaupt nicht gefallen. Während Siri mit der bisherigen Stimme die Sätze (in deutscher Sprache) ordentlich betont, Pausen macht und an der einen oder anderen Stelle sogar humorvoll spricht, klingt die neue (weibliche) Stimme wesentlich monotoner und mehr nach Computersound. Was zuerst als Nachteil erscheint, entpuppt sich als waschechter Clou, denn die etwas dünnere Stimme kommt nur dann zum Einsatz, wenn der Benutzer von schlechtem Empfang gequält wird. Unter 3G, LTE oder WLAN präsentiert sich Siri als Rundum-Verbesserung, die mit kristallklarem Sound und realistischer Betonung daherkommt. Zusätzlich glänzt die Sprachsoftware mit frischen Features. So lässt sich beispielsweise die Bluetooth-Funktion aktivieren, die Display-Helligkeit einstellen oder Voicemails können abgespielt werden - hier punktet Apple auf ganzer Linie. Wem das immer noch nicht reicht, der bringt der charmanten Dame (oder dem charmanten Herrn) einfach neue Begriffe - inklusive Aussprache - bei.

    Kamera und Foto-App

    Mit iOS7 hat Apple der Kamera- und Bilder-App eine Frischzellenkur aufs virtuelle Auge gedrückt - und das ist durchaus positiv gemeint. Fleißige Instagram-Nutzer freuen sich über die Filtereinstellungen, die allerdings nur auf dem iPhone 5, iPhone 5S und iPhone 5C funktionieren (siehe weiter oben). Abgerundet wird das Update mit Panorama-, Foto- und Quadrat-Optionen, die ein passendes Wunsch-Format ermöglichen. Ein optisch gelungenes Feature ist die neue Alben-Ansicht, die endlich die eigenen Schnappschüsse mit Metadaten versieht und je nach Zeitpunkt automatisch gruppiert. Für Optik-Fetischisten stehen diverse Ansichten bereit, wie beispielsweise die Gruppierung nach Erstellungsjahr, die sämtliche Schnappschüsse "wie ein Kunstwerk auf dem Display" erscheinen lässt - sagt zumindest Apple. Die brandneuen iCloud-Fotostreams erlauben es mehreren Nutzern, ein Shared-Fotoalbum anzulegen und beliebig mit Content zu füttern. So können gemeinsame Konzertbesuche oder Veranstaltungen von verschiedenen Hobby-Fotografen in einem Ordner zusammengefasst werden und es lohnt sich, immer mal wieder nach neuen Überraschungen von Freunden im Stream Ausschau zu halten.iOS7 im Test: Die neuen Kamera-Features.iOS7 im Test: Die neuen Kamera-Features.Quelle: Computec

    iOS7-Performance

    iOS7 läuft auf zahlreichen Modellen (iPhone 4, iPhone 4S, iPhone 5, iPhone 5C, iPhone 5S, iPad 2-4 und iPod Touch ab der 5. Generation). Sowohl die neuen Geräte als auch die älteren Semester kommen in den Genuss des Updates. In unserem iOS7-Praxistest hat sich aber herausgestellt, dass vor allem die in die Jahre gekommene Gadgets stark unter Performance-Einbußen leiden - anders hingegen die neuen Cupertino-Flaggschiffe. So konnten wir keinerlei Ruckler auf iPhone 5, iPhone 5C oder iPhone 5S bemerken. Alle Apps laufen problemlos und sind blitzschnell ausgeführt und wieder geschlossen. Andere Erfahrungen machten wir mit den Vorgängermodellen iPhone 4 und iPhone 4S. Während die S-Variante bereits Probleme mit den neuen Animationen zeigt, die erheblich flüssiger laufen könnten (vor allem beim Schließen von aktiven Apps), ist das iPhone 4 unserer Meinung nach mit dem Update vollkommen überfordert. Ruckler und gelegentliche Abstürze sind an der Tagesordnung. Vor allem im neuen Gamecenter macht das Scrollen mit dem iPhone 4 durch die Freundesliste kaum Freude. Auf den iPads hingegen haben wir keine Performance-Einbußen registriert. Selbst auf dem älteren iPad 2 oder dem (Hardware-ähnlichen) iPad Mini macht iOS7 eine smoothe Figur.

    Bugs und Sicherheitsprobleme in iOS7

    iOS7 bleibt kurz nach dem Release auch von Bugs und Sicherheitslücken nicht verschont - doch das ist nicht ausschließlich Apples Schuld. Zahlreiche Apps von Drittherstellern sind noch nicht auf das neue Betriebssystem angepasst worden, verweigern die Funktion oder warnen sogar vor einem Jailbreak, den man angeblich auf seinem iPhone installiert haben soll. Ferner existiert ein schwerwiegender iOS7-Sicherheitsfehler, der es ermöglicht, die Code-Eingabe im Lockscreen zu umgehen. Folgt man im Entsperren-Bildschirm einigen bestimmten Mechaniken, hat man vollen Zugriff auf das Gerät, ohne dass der entsprechende Code benötigt wird. Wir empfehlen, das Kontrollzentrum im Lockscreen zu deaktivieren, denn selbst wenn ein potenzieller Dieb den Trick nicht kennen sollte, kann er mit nur einem Vorgang den Flugzeugmodus aktivieren und das iPhone damit quasi unauffindbar machen. Daran ändert auch die "Suche mein iPhone"-Funktion nichts, die dann selbstverständlich nutzlos wird. Hier hat Apple nicht ganz zu Ende gedacht, denn die Funktion steht standardmäßig zur Verfügung und muss erst manuell deaktiviert werden. Es bleibt zu hoffen, dass man in Kalifornien schnell reagiert, die Sicherheitslücken schließt und den Flugzeug-Modus aus dem Lockscreen entfernt - oder zumindest die manuelle Möglichkeit dazu schafft.

    03:49
    Apples neues Betriebssystem: iOS 7.0 für iPad & iPhone im Hands-on-Testvideo
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iOS7 im Test: Features, Funktionen, Neuerungen und Performance-Vergleich
Mit iOS7 verpasst Apple dem mobilen Betriebssystem für iPhone, iPad und iPod Touch eine Frischzellenkur. Bunte Farben, überarbeitete Apps, Schnellzugriffe auf Funktionen und Einstellungen sowie Siri- und Foto-Updates hat sich der Entwickler Cupertino mit iOS7 auf die Fahne geschrieben. Wir werfen einen Blick auf das generalüberholte Betriebssystem und testen iOS7 auf Herz und Nieren.
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20.09.2013
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