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  • DVD-Review: Apocalypto

    Für seine jüngste Regiearbeit begab sich der "Oscar"-Preisträger auf eine faszinierende Reise in die Vergangenheit.

    DVD-Review: Apocalypto "Eine große Zivilisation kann erst von außen erobert werden, wenn sie sich von innen bereits selbst zerstört hat." Mit diesem Zitat des amerikanischen Philosophen und Schriftstellers William Durant beginnt Mel Gibsons vierte Regiearbeit, die -- soviel sei vorweg genommen -- die negativen Schlagzeilen, die den kontroversen Filmemacher aufgrund von Alkoholexzessen und antisemitischen Verbalentgleisungen im vergangenen Jahr begleiteten, weitgehend vergessen lässt. Denn was Gibson hier mit höchster Anstrengung auf die Beine gestellt hat, scheidet zwar inhaltlich aufgrund der expliziten Gewaltdarstellung erneut die Geister, handwerklich allerdings hagelte es fast nur Lobeshymnen.

    Dies bezeugt auch das ordentliche, wenn auch nicht überragende Einspiel. Mit einem weltweiten Ergebnis von über 118 Mio. Dollar bei Produktionskosten von etwa 40 Mio. kann man das in einem Maya-Dialekt gedrehte und lediglich untertitelte Action-Abenteuer durchaus als Erfolg bezeichnen.

    Fremde Kultur

    DVD-Review: Apocalypto "Apocalypto" versetzt den Zuschauer zurück ins 15. Jahrhundert, kurz vor der Eroberung Mexikos und Zentralamerikas durch die Spanier. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der junge Familienvater Pranke des Jaguars (Rudy Youngblood), der eines Morgens von einer üblen Vorahnung gequält hochschreckt und mit ansehen muss, wie feindliche Mayas die kleine Waldsiedlung überfallen.

    Während die barbarischen Holcane-Krieger auf die arglosen Dorfbewohner einprügeln, sie niedermetzeln und einige Überlebende fesseln, kann Pranke des Jaguars mit seiner Familie zu einer Felsspalte flüchten, in die er seine hochschwangere Frau Sieben (Dalia Hernández) und seinen kleinen Sohn Schnelle Schildkröte (Carlos Emilio Báez) abseilt. Dann greift er selbst in die blutige Schlacht ein, wird aber überwältigt und mit zahlreichen Stammesbrüdern entführt.

    Leitwolf (Raoul Trujillo, "The New World"), Anführer der Holcanes, schleppt die zum Teil schwer verletzten Gefangenen in einem erbarmungslosen Gewaltmarsch quer durch den Dschungel bis in eine gigantische Maya-Stadt, wo sie entweder als Sklaven verkauft oder der großen Gottheit Kukulkan geopfert werden sollen. Pranke des Jaguars kann dem sicher geglaubten Tod jedoch entkommen und wieder zurück in den Urwald flüchten. Allerdings sind ihm Leitwolf und seine blutrünstigen Krieger dicht auf den Fersen. Derweil sitzen Schnelle Schildkröte und Sieben immer noch in dem tiefen Erdloch fest, aus dem sie sich mit eigenen Kräften nicht befreien können ...

    Schonungslos echt

    DVD-Review: Apocalypto Mel Gibson als verkappten Splatter-Fetischisten zu bezeichnen, ist angesichts der überaus harten Gewaltdarstellung gar nicht so abwegig. Bereits in "Die Passion Christi" zeigte er im Detail, wie Jesus das Fleisch von den Rippen gepeitscht wurde. Und auch hier sind durchschnittene Kehlen, zertrümmerte Schädel und von Pfeilen durchbohrte Körper in Nahaufnahme keine Seltenheit. Bei solch einem authentisch und glaubhaft wirkenden Szenario fährt selbst ein abgebrühter Gorehound ab und an zusammen.

    Angst ist das zentrale Thema des Films. Sie beherrscht nicht nur Pranke des Jaguars, sondern überträgt sich auch direkt auf den Zuschauer. Verstärkt wird die beklemmende Stimmung noch durch die Originalsprache -- auch wenn es hin und wieder stört, dass man zum Lesen der Untertitel den Blick vom eigentlichen Geschehen abwenden muss. Glücklicherweise gibt es jedoch verhältnismäßig wenige Dialoge, der Fokus liegt klar auf der Highspeed-Action.

    Erfolgsteam

    DVD-Review: Apocalypto Während der insgesamt acht Monate andauernden Dreharbeiten im Dschungel konnte sich Gibson auf eine ganze Reihe von "Oscar"-nominierten oder -gekrönten Spezialisten verlassen. Für die dynamischen und beeindruckenden Bilder zeichnet Kameramann Dean Semler verantwortlich, der bereits bei "Der mit dem Wolf tanzt" hinter dem Kasten stand. Für das Produktionsdesign war Tom Sanders ("Der Soldat James Ryan", "Braveheart") verantwortlich, Cutter John Wright ("Speed", "Die Passion Christi") übernahm den Schnitt und Komponist James Horner ("Titanic") steuerte einen atmosphärischen, niemals aufdringlichen Musik-Score bei.

    Das Drehbuch schrieb Gibson in Kooperation mit dem eher unbekannten Autor und Cambridge-Absolventen Farhad Safinia, der die mexikanische Yukatan-Halbinsel bereist und die Maya-Ruinen besichtigt hatte. Als Fachberater in historischen Dingen stand Professor Richard Hansen von der University of California, Los Angeles (UCLA) zur Seite, dessen Spezialgebiet die Frühgeschichte der Maya ist. Er sollte darauf achten, dass die Fantasiegeschichte möglichst stimmig in einen faktischen Kontext eingebunden ist.

  • Apocalypto
    Apocalypto
    Vertrieb
    Paramount Home Entertainment
    Regie
    Mel Gibsons
    Verkaufstart
    29.05.2007
    Es gibt 3 Kommentare zum Artikel
    Von Despair
    Was übrigens auch für die Band gilt. :nice:
    Von SAB
    GENAU!! *duckundweg*:)
    Von Xyrak
    Und dann bitte gleich mit "C" - Apocalypto.
    • Es gibt 3 Kommentare zum Artikel

      • Von Despair
        Zitat von Xyrak
        Und dann bitte gleich mit "C".


        Was übrigens auch für die Band gilt. :nice:
      • Von SAB
        Zitat von Xyrak
        Und dann bitte gleich mit "C" - Apocalypto.

        GENAU!! *duckundweg*:)
      • Von Xyrak
        Und dann bitte gleich mit "C" - Apocalypto.
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Apocalypto
DVD-Review: Apocalypto
Für seine jüngste Regiearbeit begab sich der "Oscar"-Preisträger auf eine faszinierende Reise in die Vergangenheit.
http://www.gamesaktuell.de/Apocalypto-DVD-171933/Tests/DVD-Review-Apocalypto-726860/
17.07.2007
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2007/07/apocalypto_dvd_c.jpg
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