Alone in the Dark
Ein weiterer hektischer Tag im "Big Apple" New York neigt sich seinem Ende zu. Über dem Central Park geht langsam die Sonne unter. Die letzten blutroten Strahlen fallen durch die dichten Äste auf den Boden. Es herrscht vollkommene Stille. Urplötzlich durchbricht ein lautes Knacken den trügerischen Frieden. Ein mächtiges Beben erschüttert das pochende grüne Herz der amerikanischen Metropole. Die Vibrationen werden heftiger, mit einem lauten Rumoren platzt die grüne Grasdecke des Parks auf. Felsen brechen hervor. Hell lodernde Lichtstrahlen suchen sich ihren Weg an die Oberfläche. Wie ein düsterer Vorhang stehen auf einmal pechschwarze Wolken vor der Sonne.
Auch auf der Fifth Avenue sieht es nicht besser aus. Es herrscht Chaos. Und mittendrin ein Mann, der eigentlich gar nicht in diese Zeit gehört: Edward Carnby. Mit flinken Sprüngen hechtet der dunkelhaarige Privatdetektiv über die Abgründe hinweg, die sich vor ihm auftun. Geschickt schwingt er sich an einigen Kabeln entlang. Überall züngeln Flammen und verschlingen ein marodes Gebäude -- unersättlich. Wie soll Carnby nur lebendig aus diesem Inferno entkommen?
Wenn einer die Antwort auf diese Frage kennt, dann ist es David Nadal. Er arbeitet als Entwicklungsleiter bei den Eden Studios und ist somit der Hauptverantwortliche für das neue Survival-Horror-Spiel "Alone in the Dark: Near Death Investigation" für die PlayStation3.
Helden der Vergangenheit
Was hat Edward Carnby im Jahr 2007 zu suchen? Kenner der "Alone"-Serie wissen, dass der düstere Held bereits 1929 auf der Jagd nach Geistern und Dämonen war (Teil 1). David hält sich mit konkreten Infos noch zurück, verspricht aber "einige spannende Wendungen im Verlauf der Geschichte, die das Auftauchen von Carnby in der Zukunft erklären."
Überhaupt sollen im neuen "Alone" die bislang geheime Hintergrundgeschichte und besonders eine dichte Atmosphäre im Vordergrund stehen. Als Pate fungieren dabei nicht etwa Genre-Konkurrenten wie "Resident Evil 4" oder "Silent Hill", sondern die Hollywood-Serien "24" und "Lost".
Dazu David Nadal: "Bei einer Spielzeit von über 15 Stunden entstehen immer wieder Spannungslücken. Das liegt zumeist daran, dass sich die Erzählstruktur an wesentlich kompakteren Spielfilmen orientiert. Wir sind alle Fans moderner Serien und unterteilen das Spiel einfach in zehn bis 15 Episoden. Sie alle sind in sich abgeschlossen, werden mit Ausblicken und Cliffhangern verbunden".
Auch Gamer, die weniger Zeit zum Durchspielen von "Alone in the Dark" haben, sollen immer wieder aufs Neue motiviert und in den Bann gezogen werden. Kurze Trailer am Ende jeder Episode erklären die Zusammenhänge noch einmal und bieten einen kleinen Ausblick auf den kommenden Abschnitt. Dabei arbeitet "Alone" mit den tatsächlichen Spielszenen, die ihr zuvor selbst erlebt und gemeistert habt. Der Spieleentwickler grinst zufrieden: "Unser Ziel ist es, eine komplette Serienstaffel auf einer einzigen DVD anzubieten".
mfg