Age of Wonders: Planetfall: Vorschau - neues Setting und rasante Rundengefechte
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Im Juni 2017 kaufte Paradox Interactive die Triumph Studios. Knapp elf Monate später präsentieren die Holländer nun ihr erstes Projekt Age of Wonders: Planetfall unter neuer Flagge - und zaubern Sci-Fi-Strategen damit ein breites Grinsen ins Gesicht.
Zwerge und Orks, Zauber und Necromancer, Drachen und Feen - wer sich die letzten drei Teile der Age of Wonders-Reihe in Erinnerung ruft, hat unweigerlich das Stichwort "Fantasy" im Kopf. Zur Ankündigung des spirituellen Nachfolgers Age of Wonders: Planetfall (jetzt kaufen 14,95 € / 26,99 € ) auf der diesjährigen Paradox Con brach der holländische Entwickler nun jedoch mit dieser Tradition und enthüllte ein überaus interessantes Zukunftsszenario. Interessant deshalb, weil das Spiel uns nicht mit kargen, unbewohnten Himmelskörpern konfrontiert wie beispielsweise Surviving Mars, sondern vielmehr mit prozedural generierten Welten, auf denen schon einmal intelligentes Leben existierte.
Quelle: Paradox Interactive
Die Ruinen des zerfallenen Imperiums sehen nicht nur fantastisch aus, sondern erzählen jeweils eine eigene, spannende Geschichte.
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Lennart Sas, Game Director und Mitbegründer von Triumph Studios konkretisiert im Gespräch das zugrundeliegende Universum: "Die Star Union war ein riesiges, galaktisches Imperium, welches sich über tausende von Welten erstreckte. Doch dann kollabierte das Reich und die Bewohner der einzelnen Welten wurden auf ihren Planten im Stich gelassen, wodurch sich ganz neue Fraktion herausbildeten. Das Spiel beginnt, als Reisen durch den Hyperraum wieder möglich werden und eben diese Fraktionen erneut aufeinandertreffen."
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Die Aufgabe des Spielers? Besteht darin, eine dieser Fraktionen anzuführen und in ein neues, blühendes Zeitalter zu führen. Sas: "Man wird viele Geschichten erleben, vielen Figuren begegnen, viele neue Technologien erforschen und natürlich herausfinden, was beim Untergang der Star Union schief gegangen ist." Die Fraktionen selbst könnten dabei unterschiedlicher nicht sein. Wer mag, darf zum Beispiel die Geschicke eines Volkes Biotech-verrückter Kriegsamazonen lenken, zum Herrscher über plündernde Cyborgs werden oder das Schicksal einer intelligenten Insektenrasse in die Hand nehmen, die lange Zeit versklavt wurde, nun aber selbst nach Macht und Einfluss strebt.
Frische Ideen
Spielmechanisch bewegt sich Age of Wonders: Planetfall auf den ersten Blick auf serientypischen Pfaden. Will heißen: Auf einer großen, frei
Quelle: Paradox Interactive
Hilfsmittel: Die Umgebungen der Rundengefechte können zum gewissen Grad zerstört werden, was für interessante strategische Möglichkeiten sorgt.
zoombaren Strategiekarte treibt ihr die Expansion eures Reiches voran, gründet und verwaltet Städte, tretet in den Dialog mit konkurrierenden Fraktionen und dergleichen mehr. Schaut man jedoch genau hin, stechen interessante Neuerungen heraus. Neu gegründete Städte etwa, stellen nun völlig automatisch eine kleine Verteidigungsarmee bereit, damit man für Notsituationen gewappnet ist. Oder nehmen wir das Thema Stadtverwaltung: Hier besteht nun die Option, eine kleinere Anzahl Kolonisten situationsbedingt umzudisponieren, damit sie Bauprojekte schneller vorantreiben, Forschungsbemühungen beschleunigen oder das Wachstum der Stadt verbessern.
Nicht minder spannend ist die Ergänzung sogenannter Sektoren auf der prozedural generierten Strategiekarte. Sektoren lassen sich am besten mit Provinzen aus artverwandten Strategiespiele vergleichen, können individuell verwaltet werden und dienen im Rahmen des neuen Diplomatie-Systems zudem als Verhandlungsobjekt. Steht beispielsweise ein Aggressor an unseren Grenzen, könnten wir ihm einen von uns kontrollieren Sektor im Tausch gegen Frieden anbieten. Hinzu kommt, dass die Ruinen in jedem Sektor spannende Anekdoten aus der Zeit der Star Union erzählen, auf diese Weise die Hintergrundgeschichte vorantreiben und mutige Entdecker mit wertvollem Loot, neuen technologischen Errungenschaften und anderen Dingen belohnen.
Mit Diplomatie zum Sieg, oder Forschung, oder...
Laut Lennart Sas bietet Planetfall außerdem deutlich abwechslungsreiche Siegbedingungen: "Abseits des klassischen Militär-Siegs ist es nun
Quelle: Paradox Interactive
Entdeckenswertes überall: Der „Crimson Euphoria Hotel & Spa“-Freizeitkomplex unten links im Bild ist nun eine von vielen Stätten aus der Zeit vor dem Niedergang.
beispielweise möglich, einen territorialen Sieg zu erringen. Dazu gilt es, bestimmte Orte innerhalb der Spielwelt zu besetzen und dann eine vorgegebene Anzahl an Runden zu halten", erklärt der Entwickler. "Wer hingegen einen technologischen Sieg anstrebt, sollte sogenannte Doomsdays-Waffen entwickeln. Ich will nicht zu viel verraten, aber eine davon infiziert sämtliche Gegner mit einem außerirdischen Virus und schließt ihr Bewusstsein an ein kollektives Gedächtnis an", so Sas. "Und dann gibt es natürlich noch etwas freundlichere Methoden. Sie stehen in direktem Zusammenhang mit unserem neuen Diplomatie-System, das unter anderem Einfluss und Reputation bei anderen Fraktionen berücksichtigt."
Rasante Rundengefechte
Im Rahmen der Präsentation gewährte Triumph Studios nicht zuletzt einen ersten Blick auf die rundenbasierten Taktik-Schlachten, die ihren Fokus
Quelle: Paradox Interactive
Die Flugdrohne ganz rechts im Bild überwindet Hindernisse innerhalb der Schlachtfelder mühelos. Dafür lässt ihre Panzerung zu wünschen übrig.
nun noch mehr in Richtung Fernkampf verlagern und dabei großen Wert auf das Individualisieren von Einheiten und Waffen legen. "Jetpack-Upgrades etwa erlauben es, blitzschnell Positionswechsel vorzunehmen und den Gegner zu flankieren", erläutert Sas. "Oder man infiziert seine Einheiten mit einem Alien-Parasiten, der ihnen mächtigen Spezialfähigkeiten gewährt." Ebenfalls neu: Jedes Schlachtfeld ist ab sofort gespickt mit zerstörbaren Umgebungsobjekten. Fahrzeugwracks lassen sich zum Beispiel mit nur wenigen Treffern zur Explosion bringen, was dann wiederum angrenzende Einheiten flächendeckend in Mitleidenschaft zieht.
Für weitere taktische Möglichkeiten sorgen darüber hinaus verheerende Orbitalschläge sowie der sogenannte Overwatch-Modus. Die Idee hier: Versetzt man einen Scharfschützen oder andere Fernkampfeinheiten in diesen Zustand, schlagen sie immer dann zu, wenn der Feind ihr Sichtfeld passiert. Damit die Spielbalance gewahrt bleibt, können sich Einheiten im Overwatch-Modus allerdings nicht bewegen, was sie im Gegenzug anfälliger für Flankenangriffe macht.
