Ace Combat: Assault Horizon: Test der Flugsimulation von Namco
Der neue Ace Combat-Teil aus dem Hause Namco überzeugt durch viel Action - sehr viel Action! [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Vier Jahre ist es nun her, dass der japanische Hersteller Namco Bandai einen neuen Teil seiner Flug-Simulations-Reihe Ace Combat auf den Markt gebracht hat. Jetzt soll – mithilfe einer professionellen Handlung – der Action-Serie auf die Beine geholfen werden. Auch an Action sparten die japanischen Entwickler nicht, was den Luftkämpfen ordentlich Pfeffer gibt. Was soll also noch schiefgehen?
Das hat uns an Ace Combat: Assault Horizon gefallen:
Spannung bis zur letzten Minute:
Auch wenn die fernöstliche Herkunft des Entwicklers etwas anderes anmuten lässt, so hat Ace Combat: Assault Horizon eine recht amerikanische Handlung. Patriotismus, viel Action und Kämpfe überall auf dem Planeten. Dass man nicht immer einen Tom Clancy braucht, um gute Geschichten in Videospielen zu erzählen beweist Autor Jim DeFlice mit Bravour: Im Jahre 2015 bekommen die afrikanischen Regierungen ein gehöriges Problem mit ansässigen Rebellen. Deshalb werden schnell die Vereinten Nationen – in Form von Colonel William Bishop und seiner Mannschaft – gerufen, um in Afrika aufzuräumen. Doch was ist das? In den Einsatzgebieten detonieren Sprengköpfe mit ungeahnter Zerstörungskraft! Colonel Bishop sieht sich einer größeren Gefahr ausgesetzt als bisher gedacht. Ein vergleichsweise spannende und interessante Story geleitet euch durch die Flugsimulation.
Abwechslungsreiche Missionstypen:
Im Zentrum einer Flugsimulation stehen meistens Missionen, die im Cockpit eines Jagdflugzeugs bestritten werden. Sie sind schnell und actiongeladen – quasi wie ein handelsüblicher Shooter. Ein Vergleich von Ace Combat: Assault Horizon und Call of Duty: Modern Warfare 3 ist daher gar nicht so abwegig. Doch auch ein Action-Titel braucht seine ruhigen Momente. Im neuen Ace Combat sorgen vor allem die Bomber-Missionen für diese "Ruhephasen". Statt dem feindlichen Jäger auf den Fersen zu sein, werft ihr in den Bomber-Missionen gemächlich einen Sprengkopf nach dem anderen ab. Wem das viel zu lahm ist, der findet vielleicht in den Helikopter-Missionen eine Alternative. In diesen Einsätzen nehmt ihr nicht nur den Kampf mit anderen Helikoptern auf, sondern begebt euch auch in den Kampf gegen Bodentruppen, die euch mit Raketenwerfern das Leben schwer machen wollen. In Ace Combat: Assault Horizon bekommt ihr regelmäßig Abwechslung geboten.
Die Dogfights:
Das wichtigste an Ace Comat sind die Jäger-Missionen! Dies wusste auch der japanische Entwickler Namco, der deshalb beim neuen Teil viel Mühe in eben diese Einsätze gesteckt hat. Das Prunkstück dieser Missionen sind die Dogfights: Seit ihr nah genug am Gegner, so könnt ihr ihn per Knopfdruck in Visier nehmen und kontrolliert verfolgen. Habt ihr ihn lange genug im Zentrum des Kreises behalten, so könnt ihr ihm zielsuchenden Raketen um die Ohren hauen – oder mit der Minigun aufs Korn nehmen. Braucht ihr zu lang für eure Aktionen, dreht der Gegner ab, oder verfolgt euch mit einem geschickt geflogenen Looping selbst – was ihr natürlich andersherum auch könnt.
Bombastische Action:
Zu einem Titel wie Ace Combat: Assault Horizon gehört natürlich vor allem eines: Eine große Ladung Action! Die kommt neben den Dogfights in Form von Explosionen und abstürzenden Flugzeugen vor. Wurde ein Gegner endgültig getroffen, so explodiert er und fällt mit seinem Flugzeug-Wrack gen Boden. Das Öl spritzt euch gegen die Windschutzscheibe und ihr macht euch bereit, den nächsten Gegner ins Visier zu nehmen.
Die originalgetreu nachgebauten Flugmaschinen:
Was Rennspiele wie Forza können, das kann eine Flug-Simulation wie Ace Combat schon lange: Rund 30 lizenzierten Flugzeuge, Helikopter und Bomber stehen euch zu Verfügung, um sie durch Häuserschluchten zu schicken – oder einfach im Flugzeugschau-Modus zu begutachten.
Simple Steuerung:
Der neue Ace Combat-Teil überfordert euch zu keiner Minute: Eine relativ schlicht gehaltenen Steuerung, die man nach dem Tutorial am Anfang verinnerlicht hat. Das gilt natürlich für alle Flugmaschinen! Persönliche Einstellungen sind möglich und erleichtern euch das Leben als Jagdflugzeug-Pilot.
Das hat uns an Ace Combat: Assault Horizon nicht gefallen:
Mittelmäßige Grafik:
Man könnte meinen, dass Bodentexturen bei Einsätzen in windigen Höhen nicht weiter von Bedeutung sind. Nähert man sich jedoch einmal dem Boden ein bisschen zu stark, offenbart sich dem Spieler eine teils hässliche Grafik. Da helfen auch keine schicken Wolkenkratzer, wenn die Texturen einer Google-Maps-Karte ähneln und selbst das Wasser einem Teppich gleicht. Auch einige Flieger wurden scheinbar nicht sehr detailgetreu nachgebaut und sind immer noch nicht mit den makellosen Flitzern aus Forza oder Gran Turismo zu vergleichen. Zumindest die bereits angesprochenen Explosionen und Trümmerhaufen sehen wirklich gut aus.
Zu viel Inhalt auf zu wenig Platz:
Im Laufe des Spiels bestreitet ihr 16 Missionen, die ihr in rund 13 Stunden bewältigen solltet. In keiner der Missionen kommt so richtig Langeweile auf, weil reichlich Abwechslung an der Tagesordnung steht. Für den Core-Gamer dürften die langen Missionen sicherlich problemlos zu bewältigen sein, doch der Casual-Gamer dürfte in den teils hektischen und schnellen Missionen vom Action-Overkill überfordert werden. Gerade im letzten Drittel, wenn Ace Combat: Assault Horizon den Schwierigkeitsgrad anhebt, kommen einem die Missionen manchmal ein wenig lang vor. Das soll nicht heißen, dass Ace Combat langweilt, sondern das man ab und zu mal eine Pause einlegen sollte.
Da war jeder Ace Combat Teil ab Teil 4 besser.