Da war die Vorfreude groß: Endlich ein "Online-GTA" für hunderte Spieler gleichzeitig! Leider verspricht APB viel mehr, als es tatsächlich halten kann.
All Points Bulletin: Chaostage
In den Straßen von San Paro tobt ein ewiger Krieg zwischen den Vollstreckern und den Kriminellen – viel mehr Story bietet APB nicht. Wichtig ist nur, dass ihr euch für eine der unversöhnlichen Seiten entscheidet. Als Krimineller stiftet ihr überall in der Stadt Unheil, klaut Autos oder verschmiert Wände. Die Vollstrecker machen Jagd auf die Halunken, nehmen Hausdurchsuchungen vor oder verhindern Gewalttaten. Das Ganze findet mit bis zu 250 Spielern in einem virtuellen Distrikt statt.
Quelle: PC Games Hardware
Dies alles klingt vielversprechend, nur hapert es bei APB leider an allen Ecken. Die Auswahl der Gang und die Erschaffung eures Charakters geht noch genretypisch detailreich vonstatten: Ihr könnt euren Avatar von der Wimpernlänge bis zur Körperform nach Gusto formen. Danach holt euch aber die Tristesse des Spiels ein. Zuerst fällt die mittelmäßige Grafik mit matschigen Texturen auf. Das Gebäudeinnere sieht zufallsgeneriert aus und die Fahrzeuge bieten bis auf nette Spiegelungen wenig, was APB von einem Budget-Titel abheben würde.
Obendrein läuft das Spiel nur mit einem 64-Bit-Betriebssystem ruckelfrei und im höchsten Detailgrad. Bei einem MMO mit guten Quests und einer sonst lebendigen Welt könnte man von diesem grafischem Malus absehen – nur trifft beides nicht auf APB zu.
