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  • 47 Ronin in der Vorschau: So gut wird der Martial-Arts-Film mit Keanu Reeves

    Samurai vs. Monster: Mit dem Martial-Arts-Epos 47 Ronin steht uns ein großes Kino-Spektakel voller Schwertkämpfe, Hexenmeisterinnen und dunkler Magie bevor. Aber auch eine Produktion, die noch vor wenigen Monaten vor dem Abgrund stand. Unsere Kollegen von Widescreen erzählt euch, warum.

    Der Film 47 Ronin will eine japanische Volkssage für ein junges Publikum ganz neu erzählen – mit viel Action, reichlich Fantasy und natürlich in 3D. Angeblich, so heißt es, beruhe die Legende der 47 Ronin auf einer wahren Begebenheit. Zumindest kann man die Gräber der Krieger noch heute besichtigen und auch ihre Kleidung, Waffen und Rüstungen sind erhalten. Die Geschichte kennt in Japan jedes Kind: Nachdem ihr Lehnsherr Asano Naganori im feudalen Inselstaat des 18. Jahrhunderts zum rituellen Selbstmord gezwungen wird, weil er einen heimtückischen Hofbeamten namens Kira Yoshinaka angegriffen hat, werden die 47 tapferen Samurai, die ihm bis dahin bedingungslos gedient haben, mit einem Schlag arbeitslos.

    "Ronin" nennt man solche herrenlosen Krieger in Japan. Doch die 47 beschließen, die Ehre ihres toten Herrn zu rächen. Zwei Jahre lang warten sie ab und planen ihre Rache, dann kommt es zum großen Angriff auf Yoshinakas Schloss. Doch für die 47 Ronin kann es keinen Sieg geben – denn auch wenn sie ihr Ziel erreichen und Yoshinaka töten sollten, so müssten sie sich danach für den Mord an einem Adeligen in ihre Schwerter stürzen. Als sie somit in die letzte Schlacht reiten, ist ihnen der Tod gewiss. Nur ihre Ehre können sie noch retten ...

    Vom Theater zur Telenovela

    Die Sage der 47 Ronin ist im traditionsbewussten Japan Sinnbild für Loyalität und Tapferkeit, für Ehre und Aufopferung. Denn während im 19. Jahrhundert die Epoche der Samurai ihrem Ende entgegengeht, leben diese in Erzählungen und Theaterstücken, in Balladen und Volksliedern weiter. Während des Zweiten Weltkriegs wird die Geschichte der 47 Ronin das erste Mal verfilmt, und zwar von dem großen japanischen Regisseur Mizoguchi Kenji (Die Schwestern von Gion), dessen Film 1941 in die Kinos kommt. Weitere Versionen folgen 1958 und 1962, Letztere mit Toshiro Mifune (Die sieben Samurai) in einer der Hauptrollen. Die Adaptionen der Sage in verschiedenen Medien nennt man in Japan "Chushingura" und tatsächlich werden die immer weiter ausgeschmückten Erzählungen im zwanzigsten Jahrhundert stets be liebter: Nicht nur im Kino, auch als epische Telenovela, als Kabuki-Theaterstück und nicht zuletzt auch als Manga.

    01:57
    47 Ronin - Neuer deutscher Trailer zum Keanu Reeves-Film
    Spielecover zu 47 Ronin
    47 Ronin

    Für Recht und Ehre

    47 Ronin in der Vorschau: So gut wird der Martial-Arts-Film mit Keanu Reeves. (2) 47 Ronin in der Vorschau: So gut wird der Martial-Arts-Film mit Keanu Reeves. (2) Quelle: Universal Nun folgt ein groß angelegtes Hollywood- Remake. Bereit seit dem Jahr 2009 zeigten sich die Universal Studios an dem Projekt interessiert. Die Drehbuchautoren sind Chris Morgan (Wanted) und Hossein Amini (Drive). Die beiden Autoren reicherten in ihrer Fassung die ursprüngliche Erzählung mit einer neuen Hauptfigur, einer Liebesgeschichte und vielen fantastischen Elementen und mythischen Monstern an. Keanu Reeves spielt Kai – halb Japaner, halb Brite – der von dem Schurken Kira Yoshinaka (Tadanobu Asano) in die Sklaverei verbannt wird. Kai muss als Gladiator um sein Leben kämpfen, bis er plötzlich von dem herrenlosen Krieger Kuranosuke Ôishi (Hiroyuki Sanada), dem Anführer der 47 Ronin, befreit wird, um mit ihnen gemeinsam für Recht und Ehre zu kämpfen. Doch Kai ist ein Außenseiter und seine Loyalität wird immer wieder hinterfragt, insbesondere als er sich in die junge Mika (Kô Shibasaki) verliebt, die Tochter seines toten Lehnsherren.

    Komplexe Sprache

    Mit der Besetzung will sich Universal klar am internationalen Markt orientieren. Viele der Stars sind vor allem in Japan und Asien bekannt. Tadanobu Asano, der den finsteren Kira spielt, konnte bereits in Takeshi Kitanos Zatoichi – Der blinde Samurai (2003) sowie in der Hauptrolle in Sergei Bodrows wunderbarem Epos Der Mongole (2007) überzeugen. Der Anführer der Samurai, Ôishi, wird von Hiroyuki Sanada dargestellt, den Filmfans u. a. aus Wolverine: Weg des Kriegers (2013), Last Samurai (2003) und der Kult-TVSerie Lost kennen. In einer Schurkenrolle der besonderen Art ist Rinko Kikuchi zu sehen: als böse Hexe Mizuki, "eine richtig üble Person", so Kikuchis Geständnis gegenüber Widescreen.

    Der internationale Durchbruch der 32-Jährigen war mit Alejandro González Iñárritus Episodendrama Babel (2006), für den sie mit dem Oscar nominiert wurde – was ihr, wie sie uns verrät, "die Tür zum internationalen Kino geöffnet hat." Zuletzt trat sie in Guillermo del Toros Pacific Rim (2013) auf. "Für japanische Schauspieler", so Kikuchi, "ist es meistens nicht leicht, Rollen in internationalen Produktionen zu bekommen." Andersherum dürfte es noch schwieriger sein, immerhin ist das Japanische eine der komplexesten Sprachen der Welt. So musste Hauptdarsteller Keanu Reeves vor dem Drehstart wieder die Schulbank drücken und zumindest rudimentäres Japanisch lernen, denn jede Szene wurde sowohl im japanischen Original als auch auf Englisch gedreht.
    47 Ronin in der Vorschau: So gut wird der Martial-Arts-Film mit Keanu Reeves. (3) 47 Ronin in der Vorschau: So gut wird der Martial-Arts-Film mit Keanu Reeves. (3) Quelle: Universal

    Budget-Explosion

    Für Reeves ist 47 Ronin die perfekte Mischung aus emotionaler Heldenreise und packendem Martial-Arts-Abenteuer. In einem Interview mit der Los Angeles Times erklärte der 49-Jährige unlängst, Kai sei ein Mann, der immer ein Außenseiter bleibe, der seinen Platz in der Gesellschaft suche. "Er hat eine gewisse Melancholie, aber er kann auch sehr großmütig sein, was ich bewundere. Er wird nicht von Wut Reeves ist es der schwierigste und teuerste Film seit Matrix (1999). Und wahrscheinlich einer der problembeladensten. Denn mit Carl Erik Rinsch entschied sich das Studio für einen Regisseur, der noch nie zuvor einen Spielfilm gedreht hat. Stattdessen hat sich Rinsch einen Namen als Werbefilmer gemacht, der unter anderem für Ridley Scott (Gladiator) gearbeitet und Werbespots für Heineken und BMW gedreht hat. Doch, so sagen Insider, sei er mit einer Großproduktion wie 47 Ronin angeblich überfordert gewesen. Von Anfang an gab es Probleme. Gedreht wurde 2011 in Japan, Budapest und London.

    Das ursprünglich für den Film vorgesehene Budget von 170 Millionen Dollar – wahrhaftig keine Kleinigkeit – wurde bald überschritten. Zudem war das Studio mit den Mustern unzufrieden. Eine anonyme Quelle sprach von einem Albtraum. Nach Drehschluss übernahm Donna Langley, ein Vorstandsmitglied von Universal Studios, die Nachbearbeitung persönlich. Rinsch wurde einfach aus dem Schneideraum ausgeschlossen und das Studio bastelt seitdem aus dem vorhandenen Material eine neue Version des Films zusammen. Kein Wunder also, dass der Kinostart mehrmals verschoben werden musste. Als dazu noch eine Woche Nachdrehs in den Shepperton Studios in England notwendig wurden – in Rinschs Version war Keanu Reeves beim letzten Kampf offenbar gar nicht zu sehen! – schwoll das Budget bald auf sagenhafte 225 Millionen Dollar an.
    47 Ronin in der Vorschau: So gut wird der Martial-Arts-Film mit Keanu Reeves. (4) 47 Ronin in der Vorschau: So gut wird der Martial-Arts-Film mit Keanu Reeves. (4) Quelle: Universal

    Weitgehend unbekannt

    Nun muss der Film weltweit gut eine halbe Milliarde Dollar einspielen, um es überhaupt in die schwarzen Zahlen zu schaffen. Das Studio pokert hier sehr hoch und teure Misserfolge der letzten Zeit, wie beispielsweise Lone Ranger (2013) und John Carter (2012) von Disney, lassen die Macher bei Universal Böses ahnen. Doch die Rechnung könnte auch aufgehen – denn das Filmmaterial, welches man bisher zur Verfügung gestellt hat, sieht geradezu bombastisch gut aus. Dazu kommt, dass die japanische Sage hierzulande zwar weitgehend unbekannt ist, aber gerade deswegen faszinierend sein könnte. So könnte 47 Ronin frischen Wind in die Kinolandschaft bringen. Fans können sich jedenfalls auf einen opulenten Fantasyfilm mit epischer Action freuen.

  • 47 Ronin
    47 Ronin
    Kinostart
    2010
    Film-Wertung:
     
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47 Ronin
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http://www.gamesaktuell.de/47-Ronin-Film-219612/Specials/47-Ronin-in-der-Vorschau-So-gut-wird-der-Martial-Arts-Film-mit-Keanu-Reeves-1103251/
30.12.2013
http://www.gamesaktuell.de/screenshots/medium/2013/12/47_Ronin__2_-pc-games_b2teaser_169.JPG
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