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  • 24: The Game

    24 steht fUr feinste Thrillerkost in Serie. Wo Jack Bauer auftaucht, sind Hochspannung und Daueraction angesagt. Ob das auch auf der PS2 zutrifft?

    Jack Bauer ist hart. Verdammt hart. Wenn der seine Autoschlüssel verlegt, foltert er sich wahrscheinlich so lange selbst, bis er ausspuckt, wo sich die verdammten Dinger befinden! Wer schon mal eine Staffel der Hitserie "24" gesehen hat, weiß, worauf wir anspielen. Im TV ist der Zuschauer in Echtzeit dabei, wenn Jack unter extremem Zeitdruck Jagd auf die fiesesten Terroristen macht und dabei immer wieder seine Familie oder andere Unschuldige aus der Schusslinie bringen muss. Quasi im Minutentakt meistert er ausweglose Situationen mit Köpfchen, High-Tech-Equipment, ausgeprägter Leidensfähigkeit und -- wenn's sein muss -- auch mit brachialer Gewalt.

    As seen on TV!

    Klingt nach einer perfekten Vorlage für ein zünftiges Action-Game? Ist es auch! Darum beglücken uns Sonys Cambridge Studios jetzt mit 24 PS2-exklusiven Stunden aus dem Leben des Jack Bauer. Besonders cool daran: Die Entwickler haben sich sichtlich Mühe gegeben, das spezielle Flair des TV-Highlights einzufangen. Vor jeder der insgesamt 58 Missionen treiben aufwändig gestaltete Zwischensequenzen im typischen "24"-Look die Handlung voran. In Splitscreen-Fenstern verfolgt ihr, wie sich die bis aufs Haar perfekt modellierten Polygon-Ebenbilder der Serienhelden an mehreren Fronten gleichzeitig durch eine spannende Story kämpfen -- den Original-Drehbuchschreibern sei Dank! Insider wird außerdem freuen, dass sie im Laufe der zwischen Season zwei und drei angesiedelten Terroristenhatz noch einige interessante Details erfahren, die im Fernsehen bisher außen vor blieben.

    Und das ist noch längst nicht alles, was an der Präsentation lobenswert ist! Hinzu kommen die tolle Vertonung, an der -- sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch (beide Varianten finden sich neben weiteren Sprachen auf der Scheibe) -- die Original-Synchronsprecher beziehungsweise Schauspieler beteiligt waren, ein 60-Hz-Modus, optionale 16:9- und sogar Progressive-Scan-Darstellung. Hier gibt's wirklich nichts zu meckern!

    Abwechslungsreicher Job

    Auch für das eigentliche Spiel haben sich die Entwickler einiges einfallen lassen, um Hobby-CTU-Agenten vor die Konsole zu fesseln. So ballert ihr euch in den abwechslungsreichen Zu-Fuß-Missionen -- die den Großteil von "24: The Game" ausmachen -- mal stupide mit Jack durch eine Horde fieser Bombenleger, mal hetzt ihr als Tony einem flüchtigen Verdächtigen hinterher oder schleicht als eingeschüchterte Kim durchs belagerte CTU-Hauptquartier.

    Das innovative Zielsystem in diesen Action-Stages erweist sich bis auf wenige Ausnahmen als äußerst brauchbar. Seht ihr euch einer feindlichen Übermacht gegenüber, peilt ihr eure Widersacher mit einem Druck auf L1 grob an und brennt ihnen schnell ein paar Kugeln auf den Pelz. Habt ihr etwas mehr Zeit, dürft ihr vor dem Schießen mit dem rechten Analog-Stick noch genauer zielen. Das ermöglicht euch, munitionssparende Kopfschüsse zu verteilen oder haarscharf an einer Geisel vorbei auf den hinter ihr verschanzten Fiesling zu feuern. Nur in besonders hektischen Situationen entscheidet sich das Auto-Lock-On manchmal für den falschen Gegner.

    Rasen und rätseln

    Zwischen diesen bleihaltigen Missionen klemmt ihr euch immer wieder hinters Steuer eures Einsatzwagens. In bester "Driver"-Manier heizt ihr dann entweder als Verfolger oder als Verfolgter durch das virtuelle Los Angeles. Dabei bewegt ihr euch zwar grundsätzlich innerhalb eines relativ weitläufigen Straßennetzes, die Levelziele schränken eure Routen allerdings erheblich ein. Meist bleibt euch gar nichts anderes übrig, als auf dem schnellsten Weg von A nach B zu kurven.

    Dann wären da noch die zahlreichen Minispieleinlagen, die euer Reaktions- und Kombinationsvermögen fordern: Beim Bombenentschärfen müsst ihr unter Zeitdruck den richtigen Weg durch ein Leiterbahnen-Labyrinth finden. Wichtige Daten rettet ihr durch rechtzeitiges Drücken der angezeigten Tasten. Sicherheitssysteme hackt ihr, indem ihr Buchstabenkombinationen in die richtige Reihenfolge bringt und so weiter.

    Die Achse des Blöden

    Leider ist Masse bekanntermaßen nicht gleich Klasse: Unter den zahlreichen Spielelementen ist zwar keines ein Totalausfall, so richtig perfekt ist aber auch keins. In den Ballermissionen fallen die teils arg doofen KI-Schergen sowie die stellenweise fummelige Steuerung negativ auf: Wenn ihr zum wiederholten Male schmerzhafte Treffer einstecken müsst, weil euer Alter Ego sich einfach nicht auf Knopfdruck hinter einem Mauervorsprung verschanzen will, schwillt euch schon mal der Kamm. Auch optisch regiert hier im Vergleich zu den exzellent aufbereiteten Zwischensequenzen eher das Mittelmaß: Während einige Locations mit schönen Details glänzen, warten an anderer Stelle dröge Texturwüsten auf euch.

    Im zweiten Gang durch L.A.

    Das größte Problem an den Autoverfolgungsjagden ist das fehlende Geschwindigkeitsgefühl. Bei Dauer-Ruckeln und schwachbrüstigem Motorbrummen fühlt ihr euch, als ob ihr in einem Elektromobil mit 30 Kilometern pro Stunde Jagd auf die Terrorbrüder machen würdet. Zum Glück sind die Fahrmissionen meist relativ kurz und nie so schwer, dass Frust aufkommen könnte. Auch an das etwas unnatürliche Fahrverhalten eurer Boliden gewöhnt ihr euch mit der Zeit.

    An den Minispielen gibt es kaum etwas auszusetzen. Höchstens, dass die eine oder andere Kombinationsaufgabe anfangs überhaupt keine Herausforderung darstellt, dafür gegen Ende unfaire Zeitlimits eure Nerven ordentlich strapazieren.

    Trotz all dieser Kritikpunkte: Vor allem Jack-Bauer-Fans sollten sich nicht vom Kauf abhalten lassen. Auch wenn "24: The Game" keinesfalls ein perfektes Actionerlebnis geworden ist, sorgen die wirklich fernsehreife Aufmachung, der abwechslungsreiche Spielablauf und die spannende Story für das berühmt-berüchtigte "24"-Phänomen: "Eine Stunde geht noch!"

    24: The Game (PS2)

    Spielspaß
    7,5 /10
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    sehr abwechlsungsreich
    hervorragend präsentiert
    Original-Synchronsprecher
    einfältige Gegner
    lahme Fahrsequenzen
    Steuerung teils nicht optimal
  • 24: The Game
    24: The Game
    Publisher
    Sony Computer Entertainment
    Release
    15.03.2006

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24: The Game
24: The Game
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http://www.gamesaktuell.de/24-The-Game-Spiel-17228/Tests/24-The-Game-720106/
01.04.2006
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