2001 Maniacs

Test

Vor über 40 Jahren war Filmemacher Herschell Gordon Lewis der erste Hollywood-Regisseur, der in seinen Filmen mit expliziter Gewaltdarstellung für Aufsehen sorgte. Der "Godfather of Gore" ließ in einem seiner als "Blut-Trilogie" bekannt gewordenen Streifen aus den 1960ern die Bewohner einer Ortschaft in den US-Südstaaten arglose Touristen massakrieren und auf ihre Speisekarte setzen.

2005 feierte dessen verspätete Fortsetzung "2001 Maniacs" von Autor und Regisseur Tim Sullivan auf dem Fantasy Filmfest Premiere. Der zweite Streifen des Filmemachers greift die Idee des trashigen Vorgängers auf. In dem blutig-spaßigen, von "Cabin Fever"-Regisseur Eli Roth produzierten Splatter-Movie will der Student Anderson Lee (Jay Gillespie) mit zwei Freunden über die Ferien ins sonnige Kalifornien fahren. Doch auf seiner Reise muss das Trio einen Umweg machen und landet in dem verschlafenen Südstaaten-Kaff Pleasant Valley.

Trashperle

Zu ihrer Überraschung werden die jungen Leute von Bürgermeister Buckham (Robert Englund) höchstpersönlich zu einer großen Feier inklusive traditionellem Barbecue eingeladen. Als es dann auch noch drei knackige Mädels nebst ihrem homosexuellen Begleiter und einen afroamerikanischen Biker samt Domina-Sozia in das Provinznest verschlägt, scheint einem gelungenen Fest nichts mehr im Weg zu stehen. Doch die Sache hat einen Haken: Die unscheinbaren Bürger von Pleasant Valley sind in Wahrheit keine braven Landeier, sondern blutrünstige Kannibalen ...

Nachspeise

Während die DVD-Verleihversion von "2001 Maniacs" kein Bonusmaterial mitbringt, hat die ab 19. Mai 2006 erhältliche Verkaufsversion diverse Zusatzgaben an Bord, darunter zwei Audiokommentare. Bei dem ersten leistet Horror-Ikone Robert Englund dem Regisseur Gesellschaft, im zweiten erinnern sich Co-Autor Chris Kobin und Co-Produzent Chris Tuffin an die Dreharbeiten.

Außerdem wurden gelöschte bzw. erweiterte Szenen und Outtakes mit auf die Scheibe gepackt. Zusätzlich gibt es eine alternative Anfangssequenz mit John Landis ("American Werewolf") zu sehen. Bei der sechsteiligen Featurette "Inside the Asylum" handelt es sich um das Making of zum Film. Abschließend gibt es die Probeaufnahmen vom Vorsprechen. Die spaßige Gesangseinlage der Darsteller, die auf der Code 1-DVD zu sehen war, hat es nicht auf die deutsche Disc geschafft.MK n

Fazit

Film-Check: Die Handlung von Tim Sullivans derber Splatter-Komödie entspricht im Prinzip dem Original von Herschell Gordon Lewis von1964 und erfindet das Genre alles andere als neu. Hier wird kein Klischee ausgelassen. Die Inszenierung des trashigen Remakes ist aber ungeachtet seiner Einfallslosigkeit einigermaßen gelungen. Mit Robert "Freddy Krueger" Englund konnte man darüber hinaus einen prominenten und zugkräftigen Star für das Projekt gewinnen.Filmfans, die sich an Fontänen von Filmblut erfreuen können, sind mit der rabiaten, sinnbefreiten Südstaaten-Schlachtplatte mit ihren typischen Genre-Zutaten gut bedient.
DVD-Fazit: Die DVD wartet mit einer solide umgesetzten Technik auf. Die Bildqualität erfüllt die Erwartungen, der Sound schneidet sogar noch einen Tick besser ab. Für die Ausstattung mit Zusatzmaterial gab man sich sichtlich Mühe.

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